Mommio – Natur, Kunst und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Mommio
Für eine Reise nach Mommio stehen Natur, Kunst und Ortsgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander. Die Marmitte dei Giganti lassen sich über ihre Entstehung und ungefähren Maße einordnen; die Chiesa di San Martino verbindet einen frühen historischen Beleg mit einem konkreten Bildmotiv. Auch das Gedenken an das Massaker vom Mai 1944 gehört zur Geschichte des Ortes. Für die Anfahrt lohnt es sich, die Zufahrt nach Mommio von der anschließenden Straße zum Agriturismo Restì zu unterscheiden.
Anfahrt und Orientierung
Hinter Fivizzano führt in Richtung Passo del Cerreto eine Nebenabzweigung nach Mommio. Zum Agriturismo Restì geht es durch den Ortskern; danach folgen etwa 4,5 Kilometer unbefestigte Straße. Planen Sie diesen Abschnitt in die Anfahrt ein. Da sich Straßenverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Fahrt. Der Nationalpark Appennino Tosco-Emiliano richtete im Agriturismo Restì in Mommio, in der Gemeinde Fivizzano, eine Informationsstelle ein.
Landschaft und Natur
Der Mommio-Bach fließt nahe dem Agriturismo Restì und entspringt an der Cima Belfiore auf 1.810 Metern Höhe. Die Marmitte dei Giganti sind kugelförmige Formen der Flusserosion glazialen Ursprungs. Wasser und die abrasive Wirkung von Geröll haben sie in den Fels eingeschnitten. Sie sind etwa einen Meter tief und ungefähr zehn Meter breit. Mit rund zehn Metern Breite gegenüber etwa einem Meter Tiefe erscheint ihre Ausdehnung deutlich größer als die Tiefe. Der Zugang zu den Marmitte dei Giganti führt vom Agriturismo Restì an einer Brücke in den Mommio-Bach; das Tor kann geschlossen sein. Berücksichtigen Sie diese Möglichkeit bei Ihrer Planung. Der Bach und der Teich sind unterschiedliche Wasserbezüge: Der Bach fließt nahe dem Agriturismo, zum Agriturismo gehört außerdem ein Teich zum sportlichen Forellenangeln. Erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch lokal nach der Verfügbarkeit, wenn Sie das Angeln einplanen.
Geschichte und Gedenken
Mommio war im Mai 1944 Schauplatz eines nazifaschistischen Massakers, bei dem 22 Menschen getötet wurden. Im Ortskern wurde ein „Sentiero della Memoria“ angelegt. Das Monumento ai caduti di Mommio steht in der Mitte des Dorfplatzes am Ende der Via Bompizzo.
Kirche und Kunst
Die Chiesa di San Martino ist Ende des 13. Jahrhunderts erstmals als der Pieve di Vendaso unterstellt belegt. Sie bewahrt Gemälde von Luigi Battistini aus Fivizzano. Eine Lünette ist ein halbkreisförmiges Bildfeld; im Presbyterium zeigt sie den heiligen Martin, wie er einem armen Mann seinen Mantel überreicht.
Unterschiedliche Themen für Ihre Reise
Bei der Gewichtung Ihrer Reise unterscheiden sich die Themen nach ihrem Zugang: Die Marmitte verbinden eine geologische Erklärung mit ungefähren Abmessungen, San Martino stellt eine historische Zuordnung neben ein bestimmtes Gemälde. Der Sentiero della Memoria und das Monumento ai caduti verankern das Gedenken dagegen im Ortskern und am Dorfplatz.
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