Fiesole: Archäologie, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Fiesole
Fiesole lässt sich kulturgeschichtlich aus mehreren Blickwinkeln lesen: Das Archäologische Museum spannt einen langen zeitlichen Rahmen, während die Archäologische Zone konkrete bauliche Reste bewahrt. Sakralbauten ergänzen diese Perspektive; Wege, Stadtblicke und ein Garten mit Ausblick über das Mugnone-Tal setzen weitere Akzente. Für Ihre Planung können Sie daher zwischen archäologischen Zeugnissen, Baugeschichte und Landschaftsschwerpunkten unterscheiden.
Archäologie: große Zeiträume, konkrete Zeugnisse
Das Archäologische Museum von Fiesole zeichnet die Geschichte der Stadt und ihres Gebiets vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis etwa zum 11. Jahrhundert n. Chr. nach. In der Archäologischen Zone sind die Reste eines etruskisch-römischen Tempels, eines römischen Theaters und römischer Thermen sowie einige langobardische Gräber erhalten. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente: Das Museum verfolgt die Geschichte über einen langen Zeitraum, die Zone bewahrt konkrete Zeugnisse verschiedener Epochen.
Im Bereich Garibaldi befinden sich etruskische Terrassen aus dem 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. Ein Spaziergang entlang der etruskischen Mauern in diesem Bereich bietet Ausblicke über die gesamte Stadt. So verbinden sich hier zwei verschiedene Blickrichtungen: Die Terrassen verweisen auf eine frühe historische Epoche, der Spaziergang eröffnet den Blick auf die Stadt als Ganzes.
Kirchen und Klostergeschichte
Der Dom San Romolo ist eine romanische Kathedrale. Er wurde 1028 errichtet und im 13. Jahrhundert erweitert. Die Badia Fiesolana diente vom frühen Mittelalter bis 1028 als Kathedrale von Fiesole. Die Jahreszahl 1028 erscheint in beiden Baugeschichten: als Ende der für die Badia genannten Kathedralfunktion und als Baujahr des Doms San Romolo.
Auch die weitere Geschichte der Badia reicht in eine spätere Epoche: Im 15. Jahrhundert gab Cosimo de’ Medici, genannt „il Vecchio“, sie in Auftrag. Der Klosterkomplex San Francesco entstand 1399 durch die Franziskaner. Sie schufen ihn durch die Erweiterung einer Kapelle und eines Hauses für eine Benediktinerinnen-Gemeinschaft, die bereits seit 1225 bestand. Die Angaben zu Bauzeit und Vorgeschichte zeigen unterschiedliche Etappen religiösen Lebens in Fiesole.
Wege, Landschaft und Orientierung
Der Stilicone-Weg beginnt am Fremdenverkehrsamt von Fiesole neben der Archäologischen Zone und endet in Olmo. Zu seinen Merkmalen zählen eine vielfältige Vegetation und zahlreiche wild wachsende Orchideenarten. Anfang und Ziel geben eine Orientierung über den Verlauf; die Pflanzenwelt ist ein eigener Schwerpunkt der Routenbeschreibung.
Das Projekt „Paesaggi plurali“ vernetzt 40 Orte von historischem, künstlerischem, landschaftlichem und kulturellem Wert in vier thematischen Rundgängen. An jeder Station sind Informationseinrichtungen und Tafeln mit QR-Codes installiert. Auf der Piazza Mino in Fiesole hat das Projekt außerdem einen Informationsturm aufgestellt, der als Infopoint dient. Damit stehen thematische Rundgänge und Informationen an den Stationen im Mittelpunkt dieses Projekts.
Garten und praktische Besuchsplanung
Zum Casa-Museo Primo Conti gehört der Garten der Villa mit eindrucksvollen Ausblicken über das Mugnone-Tal. Dieser landschaftliche Blickwinkel unterscheidet sich von den archäologischen und baulichen Themen der anderen genannten Orte.
Gruppenbesuche im Museo Primo Conti sind nach vorheriger Terminvereinbarung an Freitagen, Samstagen und Sonntagen sowie am Nachmittag möglich. Stimmen Sie den Termin vorab ab, da sich die Angaben ändern können.
Für die Anfahrt zu den Museen ist außerdem die Parkplatzsituation relevant: Die Museen von Fiesole verfügen über keinen eigenen Parkplatz; in der Stadt können jedoch kostenlose Parkplätze genutzt werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Ellera, San Jacopo Al Girone, Limite, Linari, Chiocchio, Pian De' Cerri, Gaville, Pelago.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Florenz.