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Sant'appiano entdecken: Pieve, Antiquarium und Hotels

Unterkünfte in Sant'appiano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sant'appiano verbindet die Pieve di Sant'Appiano mit einem Antiquarium, dessen Funde aus mehreren Orten stammen. Wer sich für Baugeschichte und archäologische Objekte interessiert, findet hier unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte: von Überresten aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. bis zu einem Gemälde aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Pieve ist dabei sowohl ein eigener historischer Bezugspunkt als auch die erste Station eines örtlichen Rundgangs.

Pieve di Sant'Appiano: Baugeschichte und Umgebung

Eine Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 990 gehört zur Geschichte der Pieve. Zu ihren vorromanischen Bauelementen zählen Teile des linken Kirchenschiffs, die Apsis und die Krypta. Die Apsis bildet den meist halbrund abgeschlossenen Bereich einer Kirche; eine Krypta ist ein Raum unter dem Kirchenbau. Die Begriffe helfen, die erhaltenen Bestandteile zu unterscheiden, ohne sie auf ein einziges Baujahr zu reduzieren.

Auch die Geschichte des Baptisteriums hat einen eigenen zeitlichen Einschnitt: Das antike Baptisterium von Sant'Appiano stürzte 1805 infolge eines Erdbebens ein. In der Nähe der Pieve wurden außerdem archäologische Überreste eines Komplexes aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Diese Funde verweisen auf eine deutlich frühere Zeit als die schriftliche Erwähnung der Pieve und ihre vorromanischen Bauteile.

Die Pieve selbst steht auf einem malerischen Hügel, der von hohen Zypressen umgeben ist. Als erste Station gehört sie zum örtlichen Rundgang „Luoghi e storie dell’arte romanica: un viaggio tra pievi e chiese medievali“. Damit lässt sich die Pieve auch im Zusammenhang eines Rundgangs betrachten, dessen Thema romanische Kunst und mittelalterliche Kirchen sind.

Funde und Kunst im Antiquarium Sant'Appiano

Das Antiquarium Sant'Appiano ist in der Pieve untergebracht. Seine archäologischen Funde stammen aus Sant'Appiano, San Martino ai Colli und Semifonte. Die Sammlung umfasst damit Material aus mehreren benannten Orten. Zu den gezeigten Stücken gehören etruskische Grabbeigaben aus Gräbern, die in San Martino ai Colli entdeckt wurden. Sie stammen aus der Zeit vom 7. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr. Die breite Zeitspanne macht die Grabbeigaben zu einem anderen historischen Bezugspunkt als die einzelnen, später datierten Kunstobjekte.

Ein rotfiguriger Säulenkrater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. zählt ebenfalls zu den ausgestellten Objekten. „Rotfigurig“ bezeichnet die Technik der Darstellung; „Säulenkrater“ benennt den Gefäßtyp. Eine hellenistische Alabasterurne verbindet ein Relief des Raubs der Proserpina mit einem Deckel, der mit einer halbliegenden männlichen Figur verziert ist. Hier lassen sich Material, Bildmotiv und Deckelschmuck als unterschiedliche Merkmale eines einzelnen Werks auseinanderhalten.

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Im zweiten Saal wird eine Sandsteinskulptur mit einem Putto gezeigt, der auf einem Hund reitet. Das einzige im Antiquarium ausgestellte Gemälde ist eine Tafel mit der Madonna mit dem Kind, Johannes dem Täufer, dem heiligen Antonius von Padua und zwei Engeln. Gemalt wurde sie vom Maestro di Signa, einem anonymen Künstler der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zusammen ergeben die Grabbeigaben, Gefäße, Urne, Skulptur und Tafel ein vielfältiges Bild der Sammlung, ohne dass sich ihre Objekte auf dieselbe Epoche oder Gattung reduzieren lassen.

Zwei unterschiedliche Wegbezüge

Der Rundgang zur romanischen Kunst und der „Anello di Sant'Appiano“ sind zwei unterschiedliche Wegbezüge: Beim ersten ist die Pieve als Station eines Rundgangs zwischen Pfarrkirchen und mittelalterlichen Kirchen eingeordnet. Der Rundweg „Anello di Sant'Appiano“ beginnt an der Pieve di Sant'Appiano. Wenn Sie diesen Rundweg einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Wegarrangements. So bleibt die historische Einordnung des Orts von der konkreten Planung eines Weges getrennt.

Für die Auswahl eines Reiseziels bieten die Pieve und das Antiquarium zwei klare Schwerpunkte: die Baugeschichte eines Sakralbaus und eine Sammlung mit archäologischen sowie künstlerischen Objekten. Die unterschiedlichen Datierungen und Fundorte helfen, diese Themen einzuordnen. Sant'appiano lässt sich daher gezielt für eine Reise in den Blick nehmen, bei der Kulturgeschichte und die genannten Orte im Mittelpunkt stehen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barberino Val D'elsa.

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