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Strada: Steinmetzkunst und Geschichte

Unterkünfte in Strada

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Strada in Casentino erzählt von seiner Entstehung als Marktplatz für das Solano-Tal und von einer jahrhundertealten Steinmetztradition. Zur Ortsgeschichte gehören das Castello dei Guidi und seine Kapellen; weitere Themen sind romanische Kirchenarchitektur, Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten und die Verarbeitung von Pietra serena. So bietet Strada mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für eine kulturhistorisch geprägte Reise.

Burganlage, Kapellen und Ortsgeschichte

Strada entstand als Marktplatz für das Solano-Tal, nahe der Brücke nach Castel San Niccolò. Die historische Rolle als Markt und der Bezug zur Brücke geben der Ortsgeschichte zwei konkrete Anknüpfungspunkte. Über Strada erhebt sich das antike Castello dei Guidi; zusammen mit dem antiken Torre dell’Orologio gehört es zur historischen Silhouette über dem Ort.

Zum Komplex des Castello dei Guidi gehören die Kapellen San Niccolò und del Crocifisso. In der Cappella del Crocifisso befindet sich ein Kreuzigungsfresko der florentinischen Schule aus dem 14. Jahrhundert. Damit lassen sich die Baugruppe und ein einzelnes Kunstwerk unterscheiden: Die Kapellen gehören zum Komplex, während das Fresko durch sein Motiv, seine künstlerische Einordnung und seine Zeitstellung genauer bestimmt ist.

Kirchen, Piazza und Kunstwerke

Die Pieve di San Martino a Vado liegt nahe der früheren Furt des Torrente Solano. Sie ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen im Casentino und zugleich die einzige der Pfarrkirchen der Region, die ihre ursprüngliche Fassade bewahrt hat. Für die Einordnung der Pieve sind somit sowohl ihre romanische Architektur als auch dieses besondere Merkmal der Fassade relevant.

Die Piazza Matteotti wird von den fünfschiffigen Logge del Grano mit Rundbögen aus Pietra serena und einer historischen Zeltdachkonstruktion geprägt. Diese Angaben geben der Logge ein konkretes architektonisches Profil: Gliederung, Bogenform, Material und Dachkonstruktion sind jeweils benannt. Pietra serena erscheint auch im Zusammenhang mit Stradas Steinmetztradition, ohne dass daraus eine bestimmte Herkunft des Materials für die Logge folgt.

Ein weiterer Kunstschwerpunkt ist die Cappella della Visitazione. Dort befindet sich eine Tafel mit der Darstellung der „Immacolata Incoronata“ von Santi di Tito aus dem Jahr 1580. Hinzu kommt das Gemälde „Vergine con bambino e Santi“ von Giovan Francesco Guerrieri aus der Zeit um 1600. Die beiden Werke lassen sich anhand ihrer Künstler und ihrer unterschiedlichen Datierungen auseinanderhalten.

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Steinmetztradition und Museo della Pietra Lavorata

Strada ist für seine jahrhundertealte Steinmetztradition bekannt, die mit örtlichen Pietra-serena-Steinbrüchen und den Arbeiten zahlreicher Steinmetze der Region verbunden ist. Das Museo della Pietra Lavorata befindet sich im ehemaligen Salesianer-Kolleg in Strada in Casentino. Es vermittelt die Geschichte, Techniken und Werkzeuge der Steinmetze von Strada; die dort vermittelten Techniken und Werkzeuge werden noch heute verwendet. So stehen neben den Bauwerken auch das Handwerk und seine Arbeitsmittel als eigene Themen im Mittelpunkt.

Wiederkehrende Schau und Sommerworkshops

Die Mostra della Pietra Lavorata findet alle zwei Jahre gegen Ende August in Strada in Casentino statt. Sie zeigt Werke von Künstlern und Meistern der Steinmetzkunst. Wenn Sie Ihre Reise auf die Schau abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Festivaltage vorab.

Im Sommer werden im Museo della Pietra Lavorata Workshops für Kinder zum Bearbeiten von Stein angeboten. Wer einen solchen Workshop einplanen möchte, sollte die Termine vor der Reise prüfen. Die Schau und die Workshops bieten dabei unterschiedliche Zugänge zum Thema: Die Mostra zeigt Werke von Künstlern und Steinmetzmeistern, während die Sommerworkshops das Bearbeiten von Stein aufgreifen.

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