Campoluci entdecken
Unterkünfte in Campoluci
Campoluci verbindet mehrere historische und räumliche Bezugspunkte. Im Vordergrund stehen die Villa Bacci mit ihrem Freskenzyklus und die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo; archäologische Hinweise und eine Straßenverbindung über den Arno ergänzen das Bild. Wenn Sie Campoluci als Reiseziel erwägen, können Sie Bau- und Kunstgeschichte, sakrale Architektur und Ortsgeschichte als unterschiedliche Interessen betrachten.
Räumliche Orientierung
Die Brücke über den Arno bei Castelluccio-Buon Riposo trägt die Gemeindestraße von Campoluci und verbindet Castelluccio über die Via 2 Giugno mit Buon Riposo. Diese bauliche Beziehung wurde im Dezember 2021 beschrieben; prüfen Sie vor Ihrer Fahrt den Zustand und den Zugang der Brücke. Ein anderer räumlicher Bezug ist die Villa Bacci: Sie liegt in der Ebene südlich der Siedlung Campoluci an der Straße zwischen Quarata und Ponte alla Chiassa. Die Angaben orientieren somit über unterschiedliche Punkte – eine Brückenverbindung und die Lage eines historischen Gebäudekomplexes.
Villa Bacci und Freskenzyklus
Die Villa Bacci ist ein Gebäudekomplex aus dem 17. Jahrhundert; zu ihr gehört ein komplexer Freskenzyklus aus dem Jahr 1608. Die beiden Zeitangaben erfüllen verschiedene Rollen: Das Jahrhundert setzt den breiteren zeitlichen Rahmen des Komplexes, während die Jahreszahl den Freskenzyklus konkret datiert. So erhalten Sie zwei Anknüpfungspunkte für die Kunst- und Baugeschichte: das Ensemble als Ganzes und die datierte Freskenkunst. Die Villa liegt nicht in der Siedlung selbst, sondern in der Ebene südlich davon, an der Straße zwischen Quarata und Ponte alla Chiassa. Diese Lageangabe ergänzt die historische Einordnung um einen konkreten Bezug zur Umgebung.
Pfarrkirche und ältere Bezeichnungen
Die heutige Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Die Pfarrei Campoluci trägt ebenfalls die Bezeichnung Santi Pietro e Paolo. Die Kirche ersetzte die ältere Pfarrkirche S. Pietro di Nofio, deren Name auch in der Schreibweise S. Pietro di Noffio erscheint. Am Türsturz der heutigen Kirche ist 1755 eingemeißelt. Damit kommen in der Geschichte des Kirchenbaus eine ältere Pfarrkirche, der Ersatz durch den Bau des 18. Jahrhunderts und eine konkrete Inschrift zusammen. Wenn Ihnen eine der beiden älteren Schreibweisen begegnet, beziehen sich S. Pietro di Nofio und S. Pietro di Noffio auf dieselbe Kirche.
Archäologische und namensgeschichtliche Spuren
Für Campoluci ist ein Gräberfeld aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. verzeichnet. Aretinische Gefäße aus diesem Gräberfeld werden im Museo di Arezzo aufbewahrt. Die Gefäße schaffen damit einen Bezug zwischen Campolucis archäologischer Überlieferung und dem Museo di Arezzo. Für die Ortsgeschichte ist außerdem eine lokale historische Deutung überliefert: Sie bringt den Namen Campoluci mit dem lateinischen Wort „lucus“ für „heiliger Hain“ in Verbindung. Diese Erklärung ist als Deutung zu verstehen, nicht als gesicherte Etymologie.
Campoluci ist erstmals 885 unter dem Namen Campus Lucii urkundlich belegt. Die frühe Namensnennung, das Gräberfeld aus vorchristlicher Zeit und die Bauwerke des 17. und 18. Jahrhunderts markieren unterschiedliche Zeitbezüge. Zusammen geben sie Ihnen mehrere Perspektiven auf den Ort, ohne die archäologische Überlieferung, die Namensgeschichte und die Baugeschichte zu vermischen. Wenn historische Bauwerke und Ortsüberlieferung für Sie wichtig sind, bieten diese Bezüge eine sachliche Grundlage für Ihre Zielwahl. Ob ein konkretes Hotel zu Ihren Plänen passt, prüfen Sie anhand seines individuellen Angebots.
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