Quarata: Schlossgeschichte und Flussbezüge
Unterkünfte in Quarata
Quarata lässt sich über die Geschichte des Schlosses und die Flussbezüge von Arno und Chiana erschließen. Hinzu kommen ein archäologisches Zeugnis aus der Antike, die Erinnerung an ein Pilgerhospiz und eine Wegverbindung nach Castelluccio. Für Ihre Zielwahl ist es hilfreich, die konkreten historischen Bezüge von einer vorsichtiger formulierten Landschaftsdeutung zu unterscheiden.
Schloss, Karten und eine Landschaftsdeutung
Leonardo da Vinci stellte das Schloss von Quarata in den Windsor-Karten RL 12278 und RL 12682 dar und bezeichnete es dort. Das Schloss lag in der Nähe des Arno und der Ponte Buriano. Davon zu unterscheiden ist eine weitere Leonardo-bezogene Deutung: Einige Forscher verorten den Blickpunkt für die Landschaft der Mona Lisa in Quarata, an der Via Setteponti in Richtung Castiglion Fibocchi. Die Karten nennen das Schloss konkret; die Zuordnung der Mona-Lisa-Landschaft bleibt eine Forschungshypothese.
Archäologische Zeugnisse und Flussbezüge
Der Atleta di Quarata stammt aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. Die Statuette stellt einen zum Sprung ansetzenden Athleten dar, der Halteres in den Händen hält. Sie trägt außerdem eine Widmung an den Flussgott Klanins, der mit der heutigen Chiana gleichgesetzt wird. So verbindet dieses Stück die Darstellung eines Athleten mit einem religiösen Bezug zum Fluss. Seine Datierung führt in eine deutlich frühere Zeit als das 1433 gegründete Pilgerhospiz.
Ein etruskisches Bronzeobjekt, das in Quarata gefunden wurde, wird in Paris in der Bibliothèque Nationale aufbewahrt. Eine kleine Torfmine von Quarata lag am Zusammenfluss der Chiana mit dem Arno und war im frühen 20. Jahrhundert in Betrieb. Im Basso Casentino gehört Quarata zu den Stätten der Wasserverehrung an Quellen und Quellgebieten. Diese Bezüge führen von der antiken Fundgeschichte über religiöse Vorstellungen bis zur frühen Industriegeschichte; sie betreffen unterschiedliche Zeiten und Zeugnisse.
Schlossgeschichte und Ortsbild
Im Schloss bestand ein Pilgerhospiz, das 1433 von Francesco di Andrea Quaratesi gegründet wurde; dem Hospiz war ein Oratorium angegliedert. Quarata wird auch S. Andrea genannt. Eine Beschreibung aus dem frühen 20. Jahrhundert schildert Quarata als Dorf, das von einem Hügel beherrscht wird; auf dem Hügel sei die unregelmäßige Masse der Häuser des alten Schlosses zu sehen.
Wege rund um Quarata
Eine Route führt von Quarata über die Arnoquerung bei der Flusskehre von Buon Riposo nach Castelluccio; dort steht die Kirche San Michele. Auch der Rad- und Fußweg zwischen Ripa di Quarata und Arezzo ist mit einer zeitlichen Einordnung verbunden: Ein Bericht aus dem Jahr 2008 beschrieb ihn als beleuchtet und geschützt. Für einen Weg entlang der Straße Setteponti war 2007 ein beleuchteter und geschützter Rad- und Fußweg von mehr als einem halben Kilometer Länge beschlossen worden. Für eine konkrete Tourenplanung prüfen Sie den aktuellen Verlauf, Zugang und Zustand.
Weitere Reiseziele entdecken: Antria, Terrarossa, Indicatore, Ponte Buriano-cincelli, Ruscello, Palazzo Del Pero, Chiassa, San Firenze-Fonte Di Sala
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.