Revò: Landschaft, Kirchen und Wege
Unterkünfte in Revò
Revò erstreckt sich auf einem großen Geländesporn, der in den künstlichen See Santa Giustina vorspringt und zwischen den Einschnitten der Wildbäche Novella und Pescara liegt. Das Becken wurde zwischen 1950 und 1955 angelegt. Die Lage an See und Schluchten, historische Bauwerke und Fußwege bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung.
Landschaft zwischen See und Schlucht
Der Geländesporn und die Wasserläufe geben der Landschaft ihre konkrete Form: Revò liegt zwischen den Einschnitten der Novella und der Pescara; der Santa Giustina ist ein künstlicher See, dessen Becken in den Jahren 1950 bis 1955 angelegt wurde. Ein weiterer markanter Ort ist die Chiesetta di San Biagio. Sie steht auf der Spitze eines Felsvorsprungs jenseits der Schlucht des Wildbachs Novella.
Fußwege mit unterschiedlichen Streckenprofilen
Der Naturlehrpfad Snazi-Mont verläuft zwischen Cagnò und Revò. Sie können ihn ohne geführte Besichtigung begehen; er umfasst drei Rundwege unterschiedlicher Länge. Wer einen Rundweg auswählt, kann sich somit an der jeweils angebotenen Streckenlänge orientieren, ohne eine Führung einplanen zu müssen.
Beim RankiPino führt ein Abschnitt von Cloz bis Frari an einem alten Bewässerungskanal entlang. Frari liegt zwischen Revò und Rumo. Der Weg ist vollkommen eben und kann in beiden Richtungen von allen leicht begangen werden. Die Fußstrecke RankiPino verbindet außerdem den Passo delle Palade mit Mostizzolo; dort beginnt die Radroute des Val di Sole.
Von Revò führt ein dreistündiger Aufstieg über einen bequemen Saumpfad an den bewaldeten Hängen des Monte Ozol hinauf. Wenn Sie Wege für Ihren Aufenthalt vergleichen, bieten Oberfläche, Höhenverlauf und Zeitangabe verschiedene Orientierungspunkte.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel geht auf das Jahr 1309 zurück. Sie wurde im 17. Jahrhundert und erneut nach dem Brand von 1889 wiederaufgebaut. Der monumentale Hochaltar der Kirche Santo Stefano wurde 1687 vom Bildhauer Giovanni Merlo geschaffen. Beide Kirchen stehen damit für unterschiedliche Bau- und Kunstgeschichten: Bei der Karmelkirche sind mehrere Wiederaufbauphasen Teil ihrer Geschichte, beim Hochaltar sind Jahr und Bildhauer überliefert.
Auch die historischen Häuser setzen eigene Zeitmarken. Casa Thun ist ein im 16. Jahrhundert errichteter Palast, der sich durch seine Renaissance-Architektur auszeichnet. Casa Campia wurde im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts von der Familie de Maffei erbaut. Der Vergleich der beiden Gebäude führt von der Renaissance des 16. Jahrhunderts zu einem Bau aus dem späten 17. Jahrhundert, ohne die unterschiedlichen architektonischen Merkmale gleichzusetzen.
Römische Spuren, Bergbau und lokale Rebsorte
Die Ursprünge von Revò reichen in die Römerzeit zurück; Inschriften und andere archäologische Objekte, die dort entdeckt wurden, belegen diese frühe Geschichte. Eine weitere historische Spur liegt im Gebiet Pòrtol nahe Tregiovo: Auf 1.300 Metern über dem Meeresspiegel befinden sich die Überreste aufgegebener Galenitminen. Diese Angaben verweisen auf unterschiedliche Arten von Vergangenheit – archäologische Funde im Ort und Bergbaureste in einem benannten Gebiet nahe Tregiovo.
Die Distilleria Rossi d'Anaunia befindet sich in einem alten Haus im historischen Zentrum von Revò, das aus dem Jahr 1886 stammt. Bei Cantina El Zeremia steht dagegen die lokale Rebsorte im Mittelpunkt: Das historische Weingut war das erste, das Groppello di Revò im Val di Non wiederentdeckte und aufwertete. So verbinden sich in Revòs Geschichte unterschiedliche Themen – Architektur, archäologische Funde, Bergbau und die Wiederentdeckung einer lokalen Rebsorte.
Die Festa del Carmen wird jedes Jahr zu Ehren der Madonna del Carmine gefeiert. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Termine und das Programm vorab.
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