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Ragusa: UNESCO-Erbe und spätbarocke Kirchen

Unterkünfte in Ragusa

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Ragusa verbindet das Erbe seiner Altstadt als Bestandteil einer UNESCO-Welterbestätte mit Kirchen, Museen und spätbarocker Architektur. Für eine kulturorientierte Reise lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Sakralbauten zeigen verschiedene Bau- und Wiederaufbaugeschichten, während Museen kirchliche Sammlungen oder die historischen Phasen des Gebiets erschließen. So können Sie Architektur, sakrale Kunst und archäologische Geschichte gezielt in Ihre Reiseplanung einbeziehen.

UNESCO-Erbe und spätbarocke Kirchen

Die gesamte Altstadt von Ragusa ist Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte „Spätbarocke Städte des Val di Noto“. Ragusa Ibla weist mehr als fünfzig Kirchen und zahlreiche Palazzi auf. Zu den herausragenden Sakralbauten zählt der Duomo di San Giorgio in Ragusa Ibla, ein Meisterwerk des sizilianischen Spätbarocks von Rosario Gagliardi. Im Duomo befindet sich eine monumentale Orgel der Firma Serassi-Allieri aus Bergamo aus dem Jahr 1881. So begegnen sich an einem Bauwerk die architektonische Zuschreibung und ein präzise datiertes Ausstattungsdetail.

Die Cattedrale di San Giovanni Battista setzt einen anderen historischen Akzent. Sie wurde im Anschluss an das Erdbeben von 1693 im neuen Stadtteil Ragusa Superiore im spätbarocken Stil der Wiederaufbauzeit errichtet. Ihr Innenraum weist vergoldete Kapitelle, korinthische Säulen, eine Kuppel und breite Schiffe auf. Der Vergleich mit dem Duomo di San Giorgio führt zwei spätbarocke Bezüge zusammen: das Meisterwerk von Rosario Gagliardi und den Wiederaufbau nach dem Erdbeben.

Museen und Sammlungen

Das Museo della Cattedrale San Giovanni Battista ist im piano nobile des Palazzo Garofalo untergebracht. Der Rundgang führt durch sieben Ausstellungsräume mit Reliquiaren, Goldschmiedearbeiten, liturgischen Gewändern, Bischofsschmuck, liturgischen Texten, Gemälden und Statuen. Ein besonderes Sammlungsstück ist die Reliquienlade „Arca Santa“ des Täufers, die 1731 angefertigt wurde. Die Vielfalt der Objekte reicht von liturgischen Texten und Gewändern bis zu Goldschmiedearbeiten, Gemälden und Statuen.

Das Museo archeologico Ibleo erschließt einen anderen Ausschnitt der Geschichte: Es ist in sechs chronologisch geordnete Abteilungen gegliedert und behandelt die im Gebiet von Ragusa dokumentierten historischen Phasen. Während das Museum der Cattedrale kirchliche Objekte in seinen Ausstellungsräumen zusammenführt, ordnet das archäologische Museum seine Inhalte nach Zeitabschnitten. Dort sind selbstständige Besichtigungen mit erläuternden Tafeln und Eintritt möglich. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Besuchsinformationen.

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Weitere architektonische Perspektiven

Santa Maria delle Scale zählt zu den ältesten und interessantesten Kirchen von Ragusa. Zu ihr gehören drei erhaltene Kapellen mit spätgotischen Kreuzrippengewölben katalanischen Ursprungs und dekorativen Steinreliefs. Im Vergleich zu den spätbarocken Bauten liegt der architektonische Akzent hier auf erhaltenen spätgotischen Formen und dekorativem Steinschmuck.

Spazierweg und regionaler Naturraum

Ein Spazierweg verläuft unter den drei Brücken durch die Vallata Santa Domenica und verbindet die beiden historischen Zentren Ragusas. Die Vallata ist derzeit wegen laufender Arbeiten unzugänglich; diese sollen die Erschließung verbessern und die Wege erweitern. Wenn Sie die Fußverbindung in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie den Zugang vor einem Besuch.

Im weiteren regionalen Umfeld von Ragusa schützt das Naturschutzgebiet Macchia Foresta del Fiume Irminio in den Gemeinden Ragusa und Scicli die Mündung des Flusses Irminio und das Küstenökosystem.

Weitere Reiseziele entdecken: Cimillà, Donnafugata, Donnalucata, Scicli, Giarratana, Eredità, Comiso, San Filippo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ragusa.

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