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Gibilmanna: Santuario, Museum und Wege

Unterkünfte in Gibilmanna

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gibilmanna verbindet religiöses Erbe mit Wanderwegen. Das Santuario Maria SS. di Gibilmanna liegt auf etwa 800 Metern Höhe an den Hängen des Pizzo Sant’Angelo. Für Ihre Reiseplanung bieten sich damit zwei konkrete Schwerpunkte an: die Kulturgeschichte von Kirche, Kloster und Sammlungen sowie die Via dei Frati und der Weg 603.

Santuario, Kloster und Kunstgeschichte

Das Santuario Maria Santissima di Gibilmanna ist eine dreischiffige Kirche mit Seitenkapellen. Seine heutige Struktur umfasst wahrscheinlich die ursprüngliche Benediktinerkirche. Das Kapuzinerkloster Convento dei Frati Minori Cappuccini di Gibilmanna wurde 1535 von Pater Sebastiano da Gratteri gegründet. Damit gehören sowohl die Gestalt der Kirche als auch die Geschichte des Klosters zu den unterschiedlichen Facetten des religiösen Erbes.

Zu den Kunstwerken im Santuario zählt die Marmoreffigie der Maria mit dem Jesuskind. Sie wird Antonello Gagini zugeschrieben und in das 16. Jahrhundert datiert. Bei einer Restaurierung in den Jahren 2014–2015 wurde in Gibilmanna ein älteres Bild der Maria Odigitria freigelegt, das unter einer sogenannten byzantinischen Ikone verborgen war. Die Kapuzinerkatakomben stammen aus dem 17. Jahrhundert. Sie sind dem Eremiten Giuliano de Placia gewidmet und nehmen das Untergeschoss der Madonna-Kapelle sowie einen Teil der Kirche ein.

Auch das Fest der Madonna di Gibilmanna hat eine festgehaltene Geschichte: Ab 1970 wurde es auf den ersten Sonntag im September gelegt. Diese zeitliche Einordnung ergänzt die Kunst- und Klostergeschichte um eine religiöse Tradition des Ortes.

Museum und Sammlungen

Das Museo Fra Giammaria da Tusa befindet sich im restaurierten ehemaligen Stall des an das Santuario Maria Santissima di Gibilmanna angeschlossenen Klosters. Es ist in zehn Räume gegliedert, die jeweils nach einem Ordensbruder benannt sind. So begegnen Besucherinnen und Besucher der Sammlung in einer Gliederung, die den Ordensbrüdern Namen und Raum zuordnet.

Zu den Beständen zählen franziskanische Artefakte, wertvolle sakrale Gewänder und Ausstattungsgegenstände, Objekte, die aus Andacht gestiftet wurden, sowie Gegenstände aus anderen Kulturen. Eine handwerklich gefertigte Orgel mit Schilfrohrpfeifen aus dem 17. Jahrhundert wird laut Experten als einzigartiges Exemplar in Europa beschrieben. Die Bibliothek der Kapuzinerpatres Fra Gesualdo da Bronte bewahrt Inkunabeln, Bücher des 16. Jahrhunderts sowie Bände aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Kunstwerk, Alltagsgegenstände und Bücher eröffnen damit verschiedene Zugänge zur religiösen und kulturellen Geschichte.

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Auch der Name Gibilmanna verweist auf eine lokale Tradition: Er leitet sich von der Manna ab, die aus den nahe gelegenen Eschenwäldern gewonnen wurde.

Wege und Landschaft

Der Weg 603, der Sentiero Ferla – Bivio Pianetti, beginnt im ausgestatteten Bereich Pianetti bei Pizzo S. Angelo. Das Santuario di Gibilmanna liegt 200 Meter vor seinem Ausgangspunkt. Die Strecke ist 7 Kilometer und 243 Meter lang und bietet Ausblicke über ein Tal mit Wäldern, bewirtschafteten Feldern und künstlichen Seen. Für die Planung liefert diese Wegbeschreibung sowohl einen konkreten Ausgangspunkt als auch Angaben zur Länge und zum Landschaftsbild.

Eine andere Perspektive bietet die Via dei Frati. Ihre Etappe 8 verläuft über Castelbuono, Isnello, das Santuario Gibilmanna und Cefalù. Vom Santuario führt die Via dei Frati weiter zum Sentiero Salvabosco; nach einem Bergabschnitt verläuft sie bergab in Richtung Cefalù. Prüfen Sie vor einer Wanderung den aktuellen Zustand der Wege.

Die beiden Wegangaben beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Beim Weg 603 stehen Länge, Ausgangspunkt und Ausblicke im Vordergrund; die Etappe 8 ordnet Gibilmanna in einen Verlauf mit mehreren benannten Orten ein.

Weitere Reiseziele entdecken: Mondello, Carini, Ficuzza, Alia, Ustica, Cefalù, Contessa Entellina, Collesano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palermo.

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