Cinisi: Küste, Gedenkorte und Kirchenkunst
Unterkünfte in Cinisi
Cinisi verbindet ein ausgedehntes Berg- und Hügelland mit einer fruchtbaren Ebene, die bis an die südliche Tyrrhenische Küste reicht. Für Ihre Reiseplanung eröffnet das unterschiedliche Schwerpunkte: die sandige Küste, die Geschichte des Ortes und seine religiösen, literarischen und ländlichen Traditionen. Wenn Sie ein Hotel in Cinisi suchen, können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, welche dieser Seiten Sie besonders interessiert.
Küste und historische Bezüge
Die Spiaggia di Magaggiari erstreckt sich an der sandigen Küste von Cinisi über etwa zwei Kilometer. Surfen ist ebenfalls mit dem Strand verbunden. Die Strandbedingungen sind saisonabhängig; berücksichtigen Sie die Jahreszeit, wenn Magaggiari einen wichtigen Teil Ihrer Reiseplanung ausmacht. Ein weiteres Zeugnis der Küstengeschichte ist der Wachturm Torre dell’Orsa aus dem 16. Jahrhundert, der mit einer historischen Thunfischerei verbunden ist.
Erinnerungsorte in Cinisi
Die Casa Memoria Felicia e Peppino Impastato entstand im Frühjahr 2005, um die Wahrheit zu verbreiten und Gerechtigkeit gegen mafiöse Gewalt zu fordern. Der Gedenkweg I cento passi nutzt Stolpersteine, um symbolisch die hundert Schritte zwischen Peppino Impastatos Haus, der heutigen Casa Memoria, und der ehemaligen Casa Badalamenti nachzuzeichnen. So verbindet der Weg zwei konkrete Orte mit der Erinnerung an Peppino Impastato.
Die ehemalige Casa Badalamenti beherbergt heute die Biblioteca Comunale di Cinisi „Francesco Paolo Abbate“. Ihre heutige Nutzung als Gemeindebibliothek gibt dem früheren Gebäude einen kulturellen Bezug im Ort. Zusammen mit Casa Memoria und dem Gedenkweg erschließt sich hier ein eigener Schwerpunkt Cinisis: Erinnerungsarbeit und kommunales Kulturleben begegnen sich in der Geschichte benannter Häuser.
Kirchen und Kunst
Die Chiesa Madre ist Santa Fara gewidmet. Ihr Hauptaltar-Antependium besteht aus Koralle, Lapislazuli und Onyx und stammt aus der Trapanesischen Schule des 18. Jahrhunderts. Auch die Krypten der Chiesa Madre di Santa Fara stammen aus dem 18. Jahrhundert. Sie bilden eine Nekropole, die 15.000 menschliche Überreste enthielt. Damit umfasst die Kirche sowohl ein kunsthandwerkliches Zeugnis am Hauptaltar als auch eine bedeutende archäologische Überlieferung.
In der Chiesa delle Anime Sante werden zwei große Gemälde bewahrt, die der Schule des Zoppo di Gangi zugeschrieben werden. Eine weitere Kirche ist die Chiesa del SS. Sacramento: Die gleichnamige Bruderschaft ließ sie 1767 errichten; zur Kirche gehören Krypten. Die drei Kirchen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Rundgang durch Cinisis religiöses und künstlerisches Erbe: das Antependium, die Gemälde und die Krypten gehören jeweils zu eigenen Gebäuden und Überlieferungen.
Literatur und überlieferte Kultur
Die Casa di Giovanni Meli trägt den Namen des sizilianischen Dichters, der sich dort fünf Jahre lang aufhielt. Auch das bewegliche Krippenspiel von Giacomo Randazzo gehört zum kulturellen Erbe Cinisis: Es befindet sich im Gemeindesaal und ist im R.E.I. als UNESCO-Kulturerbe eingetragen. Beide Zeugnisse setzen unterschiedliche Akzente – das eine verweist auf einen Dichter und seinen Aufenthalt, das andere auf ein Werk, seinen Schöpfer und seinen heutigen Standort.
Bergland und ländliche Traditionen
Über eine alte Regia trazzera, die von Cinisi durch das Furi-Tal führt, erreicht man Piano Margi. Dort ist eine alte, einzigartige Viehtränke mit zwei Becken erhalten. Sie gehörte zu einer archäologischen Militärstätte aus der Zeit der Ersten Punischen Schlacht. Die Verbindung aus Weg, Tal und baulichem Zeugnis macht Piano Margi zu einem eigenen Thema neben Küste und Ortsgeschichte.
Zwischen Piano Margi und Piano Tavole kann man eine Mannara antreffen. Dort wird frische Ricotta hergestellt, die warm vor Ort probiert werden kann; außerdem werden Caciocavallo und sizilianischer Pecorino hergestellt. Zur ländlich-religiösen Tradition Cinisis gehörte zudem eine ausgeprägte Verehrung des Santo Isidoro, des Schutzpatrons der Landwirte und Viehhirten. Diese Überlieferung stellt einen Bezug zwischen religiöser Tradition und den Berufen her, für die der Heilige als Patron galt.
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