Zum Inhalt

Rometta: Kirchen, Geschichte und Via Francigena Normanna

Unterkünfte in Rometta

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Rometta lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen kennenlernen: sakrale Baugeschichte, die frühere Befestigung und seine Einordnung an der Via Francigena Normanna. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein kultureller Schwerpunkt, der verschiedene historische Zeiträume verbindet. In Rometta treten unterschiedliche Bauformen und historische Bezüge nebeneinander.

Kirchen aus unterschiedlichen Epochen

Die ursprüngliche Struktur der Chiesa Madre di Santa Maria Assunta stammt aus dem 11. Jahrhundert. In normannischer Zeit hatte sie einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen und einem Querschiff. Dabei bezeichnet „drei Schiffe“ die Aufteilung des Längsraums; das Querschiff verläuft quer dazu. Diese Begriffe machen die räumliche Gliederung anschaulich und ergänzen die zeitliche Einordnung der ursprünglichen Struktur. Für Interessierte an Sakralarchitektur ergibt sich so ein konkreter Blick auf Form und Geschichte des Kirchenbaus.

Die Chiesa Bizantina stammt aus dem 5. oder 6. Jahrhundert. Sie ist das einzige bis heute intakt erhaltene Sakralgebäude aus byzantinischer Zeit. Im Vergleich zur Chiesa Madre liegen hier andere Akzente: Bei der ursprünglichen Struktur der Chiesa Madre steht der Grundriss im Vordergrund, bei der Chiesa Bizantina ihre Datierung und der Erhaltungsstatus. Die beiden Kirchen bieten damit unterschiedliche historische Orientierungspunkte, statt dieselbe Epoche oder bauliche Aussage zu vertreten.

Porta Messina und die befestigte Stadt

Porta Messina, auch Porta Castello genannt, war einer von zwei Zugängen zur befestigten Stadt Rometta. Bei Ausgrabungen wurden die Verteidigungsanlagen zum Schutz dieses Eingangs freigelegt. So treffen an einem Ort zwei Aspekte der Stadtbefestigung zusammen: die historische Rolle des Tores und die Anlagen, die den Zugang schützten. Porta Castello ist dabei der alternative Name derselben Porta Messina. Für die Einordnung der Befestigung gehören also sowohl der Zugang als auch seine Verteidigungsanlagen zur Geschichte dieses Orts.

Rometta an der Via Francigena Normanna

Rometta liegt an der Via Francigena Normanna, in einem Abschnitt zwischen den Nebrodi und den Peloritani. Auf der Route wird der Ort wegen seiner Nekropolen hervorgehoben. Damit kommt neben Kirchen und Befestigungsgeschichte ein weiterer Bezugspunkt hinzu: die Nekropolen als Teil des kulturellen Erbes, mit dem Rometta an der Route verbunden ist. Die Lage am Streckenabschnitt und die Hervorhebung der Nekropolen sind zwei verschiedene Aspekte, über die sich der Ort einordnen lässt.

Anzeige

Zur naturnahen Umgebung Rometta gehören auch die Chiesa di San Leone und das ehemalige Kloster San Leone. Hier stehen ein Kirchenbau und ein Kloster, das seinen früheren Status schon im Namen trägt, in einem Zusammenhang mit der beschriebenen Umgebung. Dieser Bezug ergänzt die sakralen Bauwerke im Ort um eine weitere Facette und hält zugleich die Unterscheidung zwischen der Kirche und dem ehemaligen Kloster fest.

Der Corteo Storico-Bizantino di Rometta

Der Corteo Storico-Bizantino di Rometta umfasst zwei kostümierte Umzüge. Sie stellen Byzantiner und arabische Belagerer dar; die beiden Gruppen geben dem Festzug sein konkretes historisches Motiv. Damit unterscheidet sich das Format von einer allgemeinen Feier ohne benannte historische Figuren. Wenn Sie den Corteo als möglichen Anlass für Ihre Reise in Betracht ziehen, prüfen Sie die Termine einer konkreten Ausgabe vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Tindari, Condrò, Roccella Valdemone, San Francesco Di Paola, Terme Vigliatore, Campogrande, Barcellona Pozzo Di Gotto, San Pier Niceto

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.