Calascibetta: Mittelalterlicher Ortskern und Felsenkirchen
Unterkünfte in Calascibetta
Calascibetta verbindet eine erhaltene mittelalterliche Ortsstruktur mit Zeugnissen der Felsarchitektur und Archäologie. Die Chiesa Madre, die Nekropole von Realmese und die Felsensiedlung Canalotto stehen für unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte. Wenn Sie ein Hotel in Calascibetta suchen, können Sie bei der Zielwahl überlegen, ob Kirchenbau, datierte Grabstätten oder Höhlensiedlungen Ihren Aufenthalt besonders prägen soll.
Foto: Alesia Belaya
Chiesa Madre und mittelalterlicher Ortskern
Der historische Ortskern von Calascibetta bewahrt seine mittelalterliche städtebauliche Struktur. Die Chiesa Madre wurde über den Ruinen des früheren Castello Marco errichtet. Ein Fenster im Fußboden macht eine teilweise sichtbare paläochristliche Felskirche im Inneren des früheren Schlosses sichtbar. Die Kirche wurde 1340 fertiggestellt und 1342 von König Peter II. von Aragón zur Regia Cappella Palatina ernannt. Außerdem gilt sie als eine der bedeutendsten Ausdrucksformen katalanischer Kunst in der Provinz Enna.
Die Chiesa Madre ist zu Fuß zugänglich und ohne Eintrittsgebühr; für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist sie nicht erreichbar.
Realmese: Nekropole und historische Route
Die Nekropole von Realmese wird als zweitgrößte pantalikanische Nekropole Siziliens beschrieben. Sie umfasst 288 Gräber des pantalikanischen Typs aus dem Zeitraum vom 9. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. Zunächst wurde sie in der protogeometrischen beziehungsweise protostorischen Zeit genutzt, später in der archaischen Zeit. Die Zahl und der Typ der Gräber beschreiben den Umfang der Anlage; die genannten Zeiträume geben ihre Nutzungsgeschichte wieder.
Die Regia trazzera Calascibetta–Gangi führt durch das Gebiet der Nekropole. Noch zu sehen sind Abschnitte ihrer historischen Pflasterung aus Cutu-Stein sowie ein in den Fels gehauener Wegabschnitt. Calascibetta gehört außerdem zu den Orten, die durch den Cammino dell’Antica Trasversale sicula miteinander verbunden sind. Die Nekropole ist zu Fuß zugänglich und ohne Eintrittsgebühr, für Personen mit eingeschränkter Mobilität jedoch nicht erreichbar.
Felsensiedlungen: Canalotto und Via Carcere
Canalotto ist eine Felsensiedlung aus der spätantiken römisch-byzantinischen Zeit. Sie umfasst zwei zweigeschossige Felsenkirchen und etwa 30 Höhlen, die sich teilweise über mehrere Ebenen erstrecken. Damit prägen sowohl die Kirchen als auch die in den Fels reichenden Höhlen das Bild der Siedlung. Canalotto ist zu Fuß zugänglich und ohne Eintrittsgebühr, für Personen mit eingeschränkter Mobilität jedoch nicht erreichbar.
An der Via Carcere wurden Höhlen in grauen Kalkarenit gehauen; die Straße gilt als typisches Beispiel für die rupestrische Siedlungsform von Calascibetta. Die Via Carcere ist zu Fuß zugänglich, für Personen mit eingeschränkter Mobilität erreichbar und ohne Eintrittsgebühr. Im Vergleich zu Canalotto ist hier also auch die angegebene Erreichbarkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität anders. Prüfen Sie die örtlichen Zugangsbedingungen für die genannten Stätten vor Ihrem Besuch.
Jüdisches Viertel und regionaler Rahmen
Im 14. Jahrhundert lebten im jüdischen Viertel von Calascibetta 25 jüdische Familien. Der Bevaio an der Via Giudea alta besteht aus einem monolithischen runden Becken aus Cutu-Stein und gilt als die heute erkennbare historische Brunnenanlage des Viertels. Die Synagoge von Calascibetta soll in einem Haus in der Via Giudea identifiziert worden sein; das Haus wird heute als Lager genutzt.
Auch der regionale Rahmen lässt sich einordnen: Der Rocca di Cerere UNESCO Global Geopark erstreckt sich im zentralen Sizilien über die Monti Erei und umfasst unter anderem das Gemeindegebiet von Calascibetta. So stehen bei der Reiseplanung mehrere unterschiedliche kulturhistorische Schwerpunkte zur Auswahl: die Baugeschichte der Chiesa Madre, die datierten Gräber von Realmese oder die Felsenkirchen und Höhlen von Canalotto.
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