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Caltanissetta: Kirchen, Kunst und Bergbaugeschichte

Unterkünfte in Caltanissetta

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Vergangenheit von Caltanissetta ist eng mit dem Schwefelbergbau verbunden: Bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts machte der Bergbau die Stadt zum Bergbauzentrum Siziliens. Zu dieser Industriegeschichte treten Kirchenkunst, archäologische Sammlungen, ein arabisch geprägtes Viertel und markante Bauwerke. Für die Planung Ihres Hotelaufenthalts können Sie so zwischen mehreren kulturellen Schwerpunkten wählen und Ihre Reise nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.

Kirchen und Kunstwerke

Die Cattedrale di Santa Maria La Nova wurde von 1536 bis 1622 im neoklassizistischen Stil errichtet. Im Inneren befinden sich Fresken des flämischen Malers Guglielmo Borremans und seiner Schule. Die lange Bauzeit und die Kunstwerke geben unterschiedliche Einblicke in die Geschichte der Kathedrale: Neben ihrer architektonischen Gestaltung prägen auch die Malereien ihren Charakter.

Eine weitere Station der Sakralarchitektur ist die Chiesa di Sant’Agata al Collegio. Sie entstand zwischen 1600 und 1610 auf Veranlassung der Jesuiten im spät­renaissancezeitlichen Stil. Ihre Kunstwerke setzen andere zeitliche Akzente: Dazu gehören Fresken aus dem 18. Jahrhundert von Luigi Borremans und ein Gemälde Agostino Scillas aus dem Jahr 1654. Es stellt das Martyrium der heiligen Agatha dar. Wenn Sie sich für Kirchenkunst interessieren, können Sie hier Baugeschichte und Malerei in einem eigenen Zusammenhang betrachten.

Archäologische und kirchliche Sammlungen

Das Museo Archeologico di Caltanissetta wurde 2006 nach einer Erneuerung der Ausstellungen, der Vermittlung und der Inhalte wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Es vermittelt die Geschichte der Siedlungen im städtischen und außerstädtischen Gebiet von Caltanissetta sowie weiterer Orte der Provinz. Der zeitliche Rahmen reicht von der Vorgeschichte bis zur Spätantike. Damit steht die Siedlungsgeschichte der Stadt neben derjenigen anderer Orte der Provinz.

Die Galerie des Museo Diocesano di Caltanissetta ergänzt diesen archäologischen Schwerpunkt mit Gemälden, die überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Unter ihnen sind vier Darstellungen des Kreuzwegs, die aus dem Kapuzinerkloster von Caltanissetta stammen. Zusammen eröffnen die beiden Sammlungen einen Blick auf unterschiedliche Formen des kulturellen Erbes: auf Siedlungsgeschichte einerseits und Gemälde mit religiösen Motiven andererseits.

Historische Stadträume und Bauwerke

Der Palazzo Moncada blieb nach einer Unterbrechung der Bauarbeiten unvollendet. Eine umfassende Restaurierung gab ihm später sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurück. Im Viertel San Domenico wiederum ist die Stadtgeschichte auch in der Anlage des Ortes präsent: Es umfasst einen der am besten erhaltenen Höfe arabischen Ursprungs im Viertel und bewahrt zahlreiche Elemente arabischer Stadtplanung. Für die Erkundung von San Domenico wird der Zugang zu Fuß empfohlen.

Die Bedeutung des Viertels reicht bis ins Mittelalter zurück. Dank seiner beherrschenden Lage über dem Imera-Tal war San Domenico ein wichtiges strategisches Militärzentrum. Dort fanden 1295, 1361 und 1378 drei Generalparlamente Siziliens statt. Diese Daten verweisen auf die politische und militärische Rolle des Viertels in unterschiedlichen Momenten seiner Geschichte.

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Das Castello di Pietrarossa ist eine Festung aus roten Backsteinen auf einem Felsen mit Blick über das darunterliegende Tal. Die Ruinen sind auch nach dem Erdbeben von 1567 noch in der Nähe der Stadt sichtbar. Einen anderen architektonischen Bezugspunkt bildet das Monumento al Redentore: Es steht auf dem höchsten Gipfel des Monte San Giuliano oberhalb von Caltanissetta. Der Architekt Ernesto Basile entwarf es als sizilianischen Beitrag zu einer nationalen Reihe von Christus-Retter-Denkmälern, die Papst Leo XIII. in Auftrag gegeben hatte.

Am Monumento al Redentore befindet sich in der Via Medaglie d’oro ein nahe gelegener Parkplatz des ACI. Eine Anreise mit dem öffentlichen Bus ist über die Haltestelle Via Borremans der SCAT-Linie 2 möglich; die Endhaltestelle der Linie ist Piazza Roma. Da sich Transportangaben ändern können, prüfen Sie sie vor Ihrer Fahrt lokal.

Plätze, Traditionen und Reisezeit

Auf der Piazza Garibaldi steht die Fontana del Tritone. Die bronzene Tritonengruppe zeigt ein Seepferd und zwei Seeungeheuer. Michele Tripisciano schuf die Statue 1890; 1956 wurde sie an ihren heutigen Standort versetzt. Der Platz ist außerdem mit der Prozession der Vare verbunden: Sie führt durch das historische Zentrum und beginnt wie endet auf der Piazza Garibaldi. Ihre Route kann sich ändern.

Die Vare umfasst sechzehn Figurengruppen mit Darstellungen aus der Passion Christi und Stationen des Kreuzwegs. Sie gehören zur Settimana Santa di Caltanissetta, die seit mehr als einem Jahrhundert mit großer Beteiligung begangen wird und Prozessionen zur Passion Christi umfasst. Die Termine variieren von Jahr zu Jahr; prüfen Sie deshalb die Daten für den geplanten Reisezeitraum.

Eine andere lokale Tradition ist mit der Strata ’a foglia verbunden: An dieser historischen Straße reicht die Tradition des Obst- und Gemüsemarkts bis ins Jahr 1500 zurück. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob der Markt während Ihrer Reise stattfindet. Bei der Suche nach einem Hotel in Caltanissetta kann Ihr Reiseanlass den Ausschlag geben: Für einen Schwerpunkt auf Bau- und Kunstgeschichte kommen die Kirchen, Museen und historischen Stadträume in den Blick; wenn Sie die Settimana Santa erleben möchten, planen Sie zuerst anhand der jährlich wechselnden Termine.

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