Gravellona Toce
Unterkünfte in Gravellona Toce
Gravellona Toce bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt: archäologische Zeugnisse aus Pedemonte, historische Bauwerke und Routen mit eigenen Landschaftsmerkmalen. Für Ihre Planung können Sie zwischen historischen Zeiträumen, konkreten Bauphasen und Streckenverläufen unterscheiden. So setzen Sie einen Schwerpunkt nach Ihren Interessen.
Archäologische Spuren und Baugeschichte
Im Antiquarium widmet sich die Ausstellung „Memorie dal passato: l'abitato e la necropoli di Pedemonte“ den Ausgrabungen, die Felice Pattaroni in den 1950er-Jahren in Pedemonte durchführte. Dabei wurden die Reste einer antiken Siedlung sowie einer Nekropole freigelegt. Die Siedlung wird auf den Zeitraum vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. datiert, die Nekropole auf die Zeit vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Die Zeiträume überschneiden sich, sind jedoch nicht deckungsgleich: Die Nekropole setzt früher ein, während die Siedlung noch bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. reicht. So lassen sich die beiden Fundbereiche zeitlich getrennt einordnen.
Die Chiesa Parrocchiale di San Pietro wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Die späteren Jahreszahlen beziehen sich auf einzelne Bauteile: Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1856 und steht auf Blöcken aus rosafarbenem Granit; die Fassade stammt aus dem Jahr 1862 und ist im Stil der Neorenaissance gehalten. Der Turm ist damit sechs Jahre älter als die Fassade, beide Daten liegen jedoch deutlich nach der Errichtung der Kirche. Diese Unterscheidung macht die Baugeschichte konkreter als eine einzelne Jahreszahl für das gesamte Gebäude. Der obere Teil von Gravellona Toce gilt als historisches Dorf („borgo antico“).
Das Castello del Motto ist ein verfallener befestigter Komplex auf einem Felsvorsprung am orografisch rechten Ufer des Wildbachs Strona, auf 325 Metern über dem Meeresspiegel. Hier stehen der befestigte Charakter, der Zustand als Ruine und die Lage am Wildbach im Vordergrund. Damit unterscheidet sich der historische Bezug von den datierten Bauteilen der Kirche: Beim Castello sind Komplex und topografische Position prägend, bei San Pietro die Bauzeit und die später datierten Elemente.
Routen nach Verlauf und Landschaft
Die Route VN1 führt von Gravellona Toce zum Mottarone und verläuft auf dem Kamm zur Alpe Colma besonders aussichtsreich. Bei der Via per Pella stehen andere Landschaftsmerkmale im Vordergrund: Sie führt am Westufer des Ortasees entlang und bietet schöne Blicke auf den See, die Insel San Giulio, Orta und das gesamte Ostufer. Beide Routen lassen sich anhand dieser Merkmale unterscheiden: Bei der VN1 sind Kamm und Mottarone zentral, bei der Via per Pella Uferlage und Ausblicke über den See.
Gravellona Toce ist außerdem die Schlussetappe der Via Francisca. Die Ciclabile del Toce beginnt in Gravellona Toce, führt zu den Ufern des Flusses Toce und überquert auf einer kleinen Metallbrücke den Wildbach Strona. Damit unterscheiden sich auch diese beiden Routen deutlich: Die Via Francisca ordnet Gravellona Toce als Schlussetappe ein, während die Ciclabile ihren Startpunkt im Ort und den Verlauf zu Flussufern und Brücke hat. Kamm, Seeblicke, Etappenrolle und Flussufer geben Ihnen unterschiedliche Merkmale, an denen Sie die Routen auseinanderhalten können.
Besuch des Antiquarium
Besuche des Antiquarium sind kostenlos und nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Stimmen Sie den Termin vor der Anreise ab.
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