Riva presso Chieri: Baukultur und Textilgeschichte
Unterkünfte in Riva presso Chieri
Wenn Sie für Ihren Aufenthalt ein Hotel in Riva presso Chieri suchen, können die Kirchen, die römischen und mittelalterlichen Spuren sowie die Tessitura Rivese die thematischen Schwerpunkte bilden. Hinzu kommt eine Route zur Basilica di Superga, auf der Sie spazieren gehen oder Fahrrad fahren können. So lässt sich der Ort nach den Interessen einordnen, die Sie auf Ihrer Reise verbinden möchten: Architektur und Ortsgeschichte, Handwerk oder Bewegung im Freien.
Kirchen und Architekturgeschichte
Die Cappella di Sant’Albano wurde von Benediktinermönchen des Klosters Breme erbaut und bewahrt eine halbkreisförmige romanische Apsis. Die Chiesa della Confraternita della Santa Croce wurde im 18. Jahrhundert erweitert; ihr Kuppelfresko von Vitaliano de Grassis stammt aus dem Jahr 1739. Die Bruderschaft Santa Croce reicht weiter zurück: Sie wurde 1587 gegründet und hatte ihren Sitz in der gleichnamigen Kirche, der ein Benediktinerkloster angegliedert war.
Die Parrocchia Maria Assunta entstand zwischen 1725 und 1792 nach Entwürfen mehrerer Architekten, darunter Bernardo Antonio Vittone. Ihr achteckiger Zentralraum und die elliptische Kuppel kennzeichnen die Anlage; sie gilt als reifes Werk Vittone. Die heutige Kirche des Santuario della Madonna della Fontana wurde 1777 von Luigi Michele Barberis erbaut, einem Schüler Vittone. Die beiden Kirchen verbinden den Namen Vittone also auf unterschiedliche Weise: einmal mit den Entwürfen und der Zuschreibung eines reifen Werks, einmal über die Ausbildung des Architekten Barberis.
Römische und mittelalterliche Spuren
Die Torre Astense stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie diente als Aussichtsturm und war zugleich einer der Zugänge zur Stadt innerhalb der mittelalterlichen Mauern. Damit stehen bei diesem Bauwerk die Aussichtsfunktion und seine Rolle im Zugang zur ummauerten Stadt nebeneinander.
Auf dem Gebiet von Riva presso Chieri gibt es mehrere archäologische Fundstellen aus der Römerzeit, darunter Nekropolen und Gräber. Auch Spuren der römischen Zenturiation sind noch in der modernen Kartografie erkennbar. Der Begriff bezeichnet eine römische Flureinteilung; das Thema lässt sich hier also sowohl mit archäologischen Fundstellen als auch mit Karten in Verbindung bringen.
Im Oktober 1630 fanden im Schloss von Riva Verhandlungen über die Vorbereitungen zum Frieden von Cherasco statt. Eine eigene Baugeschichte hat Palazzo Grosso: Er entstand aus der Burg von Riva. Der Wiederaufbau wurde 1738 Bernardo Vittone anvertraut und ab 1771 von Giacinto Bays geleitet.
Auch die Casetta natia di San Domenico Savio gehört zur Ortsgeschichte. Sie ist das Haus im Ortsteil San Giovanni, in dem der Heilige 1842 geboren wurde.
Textiltradition und Einblicke in die Herstellung
In der Bottega storica Tessitura Rivese können Sie die Räume für die Herstellung von Kette und Gewebe besichtigen; dazu gibt es Erläuterungen. In Räumen aus der Zeit um 1900 werden Stoffe, Haushaltswäsche und fertige Produkte für den Haushalt gezeigt. So umfasst der Einblick sowohl die Herstellungsräume als auch die Textilien und Haushaltswaren.
Die Tessitura Rivese wurde 1925 in Riva presso Chieri von Anselmo Raimondo Beltramo gegründet. Sie gilt als das letzte Textilunternehmen des Ortes, das eine über vier Generationen weitergegebene Handwerkstradition bewahrt. Der Besuch verbindet damit die Geschichte eines konkreten Unternehmens mit den Räumen und Produkten, die in der Bottega zu sehen sind.
Route, Prozession und Gruppenunterkunft
Eine Route führt von Riva presso Chieri zur Basilica di Superga und verläuft über eine Panoramastraße. Sie können dort spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Damit ergänzt eine Strecke im Freien die Bauwerke und die Ortsgeschichte als eigener Schwerpunkt Ihrer Reise.
Jedes Jahr führt eine Prozession zu Ehren des Schutzpatrons zur Cappella di Sant’Albano. Ihr Symbol ist ein kleiner Wagen, vor den zwei Hunde gespannt sind. Die Prozession verbindet die Kapelle somit auch mit einer wiederkehrenden örtlichen Tradition.
Riva presso Chieri nimmt am Projekt Strade di colori e sapori teil. Das weitere Projektgebiet bietet unter anderem Museen, Landwirtschafts- und Weinbaubetriebe, Fahrradwege und Wanderwege.
Für Jugendgruppen und andere Gruppen gibt es außerdem das Aufnahmezentrum im angrenzenden Bauernhaus der Casetta natia di San Domenico Savio. Es besteht seit 1987 und bietet selbstverwaltete Unterkünfte für Gruppen mit bis zu 60 Personen.
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