Lombardore zwischen Ricetto und Vauda
Unterkünfte in Lombardore
Lombardore liegt am äußersten Rand der Vauda canavesana, wo der Torrente Fisca in den Malone mündet. Seine Geschichte wird an unterschiedlichen Elementen greifbar: am mittelalterlichen Ricetto und seinen Toren, am Schloss mit seiner heutigen Funktion als Rathaus sowie an der Parrocchiale di Sant’Agapito. Zugleich führt von Lombardore aus ein Weg entlang des Fisca in die Riserva Naturale della Vauda. Ortsgeschichte und Naturraum bilden damit zwei verschiedene Schwerpunkte für die Reiseplanung.
Ricetto, Tore und Schloss
Die Gemeinde Lombardore verbindet die früheren Namen „Fiscanum“ und „Castrum Longobardorum“ mit einer langobardischen Siedlung aus der Zeit um das 10. Jahrhundert. Später wurde in Lombardore ein Ricetto errichtet. Er diente der Lagerung von Lebensmitteln und Getreide und bot den Bewohnern während Belagerungen Zuflucht. Vorratshaltung und Schutz gehören somit gleichermaßen zu seiner historischen Funktion.
Das historische Dorf Lombardore war von Mauern mit Toren an allen vier Seiten umgeben; zwei dieser Tore sind erhalten. Die Torre-porta ist eines der beiden erhaltenen mittelalterlichen Tore des alten Ricetto. So lässt sich zwischen der früheren Umfriedung des Dorfes und den einzelnen erhaltenen Toren unterscheiden.
Das Schloss von Lombardore dient heute als Rathaus. An seiner zum Innenhof gerichteten Fassade sind sichtbare Mauerreste erhalten. Gegenwärtige Nutzung und historische Bausubstanz beschreiben hier zwei verschiedene Seiten des Gebäudes, ohne dass die eine die andere ersetzt.
Kirchenarchitektur in Lombardore
Die Parrocchiale di Sant’Agapito besitzt ein einschiffiges Langhaus, eine halbrunde Apsis und vier Seitenkapellen, jeweils zwei auf jeder Seite. Ein einschiffiges Langhaus hat keine seitlichen Schiffe; die Kapellen ergänzen den Hauptraum paarweise. Die Apsis bildet den halbrunden Abschluss des Grundrisses.
Der Innenraum ist mit pflanzlichen und geometrischen Ornamenten sowie Fresken geschmückt. Damit stehen zwei Aspekte nebeneinander: Langhaus, Apsis und Seitenkapellen beschreiben die räumliche Gliederung, während Ornamente und Fresken zur Ausstattung gehören. Für die Einordnung der Kirche können Sie Grundriss und Innenraumgestaltung also getrennt betrachten.
Auch die Cappella della Madonna Addolorata hat eine konkrete Zugangsinformation: Ihr Eingang hat eine Stufe und ist frei von architektonischen Barrieren.
Von Lombardore in die Vauda
Als Naturroute kommt der Weg von Lombardore entlang des Torrente Fisca in die Riserva Naturale della Vauda in Betracht. Er verbindet den Ausgangspunkt Lombardore mit dem Bachlauf und führt in das Naturschutzgebiet. Damit unterscheidet sich diese Möglichkeit von den kulturhistorischen Themen im Ort: Hier steht eine Wegverbindung im Vordergrund, dort die Geschichte und Architektur einzelner Bauwerke.
Ein möglicher Parkplatz für den Zugang zur Riserva Naturale della Vauda von Lombardore aus befindet sich beim Friedhof. Für die Wahl des Reiseschwerpunkts ist der Unterschied konkret: Die Angaben zum Ricetto, zu den Toren, zum Schloss und zur Kirche betreffen Bau- und Siedlungsgeschichte; die Vauda-Option ist eine Route entlang des Fisca.
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