Exilles: Festung, Kultur und Bergwege
Unterkünfte in Exilles
Exilles verbindet Festungsgeschichte und Sakralbauten mit Wanderwegen und der Grappa-Tradition in Deveys. Je nach Interesse können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Kultur, kurze Touren oder die Berglandschaft des Vallone di Galambra legen.
Forte di Exilles und seine Geschichte
Das Forte di Exilles bestand spätestens 1155 bereits als gegliederte Anlage und gilt als eines der ältesten Baudenkmäler und Verteidigungssysteme im Piemont. Zwischen 1681 und 1687 hielt sich hier die berühmte und geheimnisvolle Person auf, die als „Maschera di Ferro“ bezeichnet wird. Für die Öffentlichkeit wurde das Forte am 8. Juli 2000 geöffnet; im Inneren befinden sich zwei Museumsbereiche mit besonders innovativen Ausstellungen.
Geführte Besichtigungen führen in verborgene Bereiche sowie durch Räume und Korridore, die einst von Soldaten und Gefangenen genutzt wurden. Termine und Verfügbarkeit können saisonal variieren. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie die Angaben für Ihren Reisezeitraum.
Am Fuß des Forte, nahe dem Eingang, liegt ein großer kostenloser Parkplatz; von dort ist der Standort bequem und leicht zugänglich. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besucherinformationen.
Kapellen und Ortsgeschichte
Pierre Odiard ließ die Cappella di San Rocco e San Sebastiano 1660 als private Votivkapelle errichten. Sie ist dem heiligen Rochus und dem heiligen Sebastian, dem Märtyrer, geweiht. Wahrscheinlich wurden für den Bau Steine eines älteren, abgetragenen Gebäudes verwendet; Reste vorchristlicher Flachreliefs stützen diese Deutung.
Die Cappella di San Biagio e San Pietro Apostolo in Deveys wird anhand der Innenfresken, die bei jüngeren Restaurierungen wiederentdeckt wurden, sicher der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugeordnet. Am Ortseingang von Deveys steht außerdem ein anthropomorph gestalteter Brunnen aus dem Jahr 1773.
Deveys und die Grappa-Tradition
Seit 2013 beherbergen die Räumlichkeiten in Deveys das Museo della Grappa „Gianfranco Joannas“. Es wurde gegründet, um die im Gebiet weiterhin lebendige Tradition der holzbefeuerten Destillation zu bewahren und zu fördern. In den ersten Dezembertagen jedes Jahres wird der holzbefeuerte Brennapparat den Winzern der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt, damit sie ihre eigene Grappa herstellen.
Wanderungen von San Colombano bis zum Monte Chabrière
Die kurze Wanderung nach San Colombano verläuft auf einem alten Maultierpfad, der den Hauptort Exilles mit San Colombano verbindet. Unterwegs führt sie durch Mischwald und an Felsaufschlüssen vorbei; dabei eröffnen sich Ausblicke auf das Forte di Exilles. Der Weg verbindet damit den historischen Pfad mit einem Blick auf die Festung.
Eine weitere kurze und leichte Tour führt zum Monte Chabrière auf 2.401 Metern. Sie folgt dem Weg zum Passo Galambra und zum Bivacco Mario Sigot; an einer Abzweigung geht es zum Gipfelkreuz. Vom Gipfel reicht der Blick über das mittlere Tal mit dem Rocciamelone und das obere Tal mit dem Chaberton bis zum Monte Niblé und zur Grenzwasserscheide. Die Wanderung Anello di Cima Quattro Denti führt am berühmten „Pertus“ von Colombano Romean vorbei.
Die beiden kurzen Touren setzen unterschiedliche Schwerpunkte: San Colombano ist mit dem alten Verbindungsweg und den Ausblicken auf das Forte verbunden, während beim Monte Chabrière der Weg zum Gipfel und das Panorama der umliegenden Berge im Mittelpunkt stehen.
Berglandschaft und Anreise
Viele Berge des Massiccio d’Ambin liegen im Gemeindegebiet von Exilles, am oberen Ende des Vallone di Galambra. Das Tal öffnet sich an der orografisch linken Hangseite. Dort liegt bei der Fraktion Grande della Valle auf 1.850 Metern das Rifugio Levi Molinari, der wichtigste von drei Stützpunkten in einem Gebiet von besonderem Naturwert.
Die Buslinie Sadem 286 verbindet Exilles mit umliegenden Städten, darunter Susa und Oulx. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt, denn Angaben zu aktuellen Abfahrten sind für die Verbindung hier nicht enthalten.
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