Castellamonte: Keramik, Kirchen und Landschaft
Unterkünfte in Castellamonte
In Castellamonte tritt Keramik in mehreren Formen hervor: als monumentale Gestaltung, als Sammlung und als handwerkliche Produktion. Dazu kommen Kirchen mit eigener Bau- und Traditionsgeschichte sowie das Naturschutzgebiet Monti Pelati mit seiner kargen Landschaft. Wenn Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte Ihre Planung leiten: Möchten Sie vor allem Keramik und Baugeschichte kennenlernen oder auch die Natur berücksichtigen?
Keramik als Kunst, Handwerk und Sammlung
Der Arco di Pomodoro erinnert an den Beitrag des Bildhauers Arnaldo Pomodoro zur XXXV. Mostra della Ceramica im Jahr 1995. Das Denkmal hat einen Radius von sechs Metern. Auf jeder Seite wechseln 31 verzierte Formelemente mit glatten Elementen ab; gefertigt ist der Bogen aus greifiertem Terrakotta. Seine Maße und der Wechsel der Oberflächen geben dem Monument eine deutlich gegliederte Gestalt.
Auch La Stufa di Ugo Nespolo ist ein Keramikmonument. Ugo Nespolo entwarf die Verkleidungsplatten, die Sandra Baruzzi und Guglielmo Marthyn mit Unterstützung von Schülern des Istituto d’Arte Felice Faccio fertigten. Gebrannt wurden sie in den Öfen von La Castellamonte. Das Unternehmen produziert Keramiköfen in traditionellen und Designlinien und bewahrt alte Herstellungstechniken. So stehen bei den Keramikthemen sowohl einzelne künstlerische Arbeiten als auch die Fertigungstradition im Blick.
Das Museo della Ceramica im Palazzo Botton ging aus der „Raccolta Civica di Terra Rossa“ hervor und wurde 1993 für die Öffentlichkeit geöffnet. Sein moderner Bereich umfasst Werke aus ganz Italien, die Künstler der jährlichen Mostra della Ceramica gestiftet haben, außerdem Arbeiten lokaler Kunsthandwerker und Kreationen von Schülern des Istituto d’Arte. Die Casa Museo Famiglia Allaira setzt einen anderen Akzent: Dort umfasst die Sammlung Tausende restaurierte und katalogisierte häusliche, architektonische und figürliche Objekte aus Keramik von Castellamonte. Zum beschriebenen Rundgang gehören sieben möblierte Räume und ein Restaurierungsatelier; geführt wird er von Familienmitgliedern und Fachleuten des Bereichs.
Kirchen und Baugeschichte
Die Rotonda Antonelliana ist der erhaltene Teil von Alessandro Antonellis großem, nicht verwirklichtem Projekt für die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo. Im Sommer beherbergt sie die Mostra della Ceramica von Castellamonte. An der Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo ist zudem eine lebensgroße Krippe aus roter Erde von Castellamonte zu sehen, geschaffen vom Bildhauer Angelo Pusterla.
Die Chiesa di San Rocco stammt aus dem Jahr 1769 und besitzt eine barocke Fassade mit Terrakotta-Elementen. Bei der Chiesa parrocchiale Natività di Maria Santissima prägen eine barocke Fassade und drei Keramiktafeln von Alfeo Ciolli das Erscheinungsbild; ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche 1870. Aufzeichnungen belegen sie bereits für das Jahr 1329. Historisch war sie außerdem Ziel öffentlicher Prozessionen und Wallfahrten, besonders an Christi Himmelfahrt und am 8. September. Diese Angaben zeigen unterschiedliche Zeitspuren: frühe Belege, eine spätere bauliche Gestalt und überlieferte religiöse Traditionen.
Keramikgeschichte und Landschaft einordnen
In der ehemaligen Pagliero-Fabrik befinden sich drei Produktionslinien aus dem 19. Jahrhundert sowie aus den 1930er- und 1950er-Jahren. Sie ergänzen die Einblicke in die Keramikherstellung um eine historische Perspektive. Der Ausstellungsbereich des Centro Ceramico Fornace Pagliero ist dagegen nur während der im Kalender angekündigten Veranstaltungen geöffnet. Prüfen Sie den Veranstaltungskalender, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Wer neben Kultur auch die Landschaft einbeziehen möchte, findet in der Riserva Naturale dei Monti Pelati einen anderen thematischen Schwerpunkt. Das Schutzgebiet umfasst auch Gebiet der Gemeinde Castellamonte. Die nahezu vegetationsfreien Hügel sind vor allem von Peridotit geprägt; an der Oberfläche finden sich außerdem Olivin und Magnesit. Wegen der spärlichen Vegetation wirkt die Landschaft beinahe mondartig. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt die Verbindung über die Bahnlinie Torino–Aosta vom Bahnhof Torino Porta Susa nach Ivrea und anschließend mit der GTT-Buslinie Ivrea–Castellamonte–Valchiusella. Prüfen Sie für Ihre Planung die aktuellen Fahrpläne.
Für die Hotelwahl können Sie damit nach dem Schwerpunkt Ihres Aufenthalts entscheiden: Keramikkunst und Herstellung, Kirchen und ihre Geschichte oder die geologische Landschaft der Monti Pelati.
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