Cavaglio D'agogna: Kirchen und Baraggia
Unterkünfte in Cavaglio D'agogna
Kirchen, Fresken und die Baraggia-Landschaft geben Cavaglio D'agogna ein klares Kultur- und Naturprofil. Die Baugeschichte reicht vom Oratorio di San Rocco aus dem 17. Jahrhundert bis zu den Arbeiten an der Chiesa Parrocchiale di San Mamante im 18. Jahrhundert. Hinzu kommen die Chiesa della Madonna della Neve mit zwei verbundenen Baukörpern sowie die Ex mulino entlang der Roggia Molinara. Für die Zielwahl ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: religiöse Kunst, historische Architektur und ein geschütztes Landschaftssystem.
Kirchen und Kunstgeschichte
Die Chiesa Parrocchiale di San Mamante wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahezu vollständig neu errichtet. Die Außenarbeiten wurden 1728 und die Innenarbeiten 1732 abgeschlossen. Die Kirche verfügt über fünf Altäre. Der 1732 errichtete Marmorhochaltar ist San Mamante geweiht. In der Provinz Novara ist sie die einzige Kirche, die diesem Heiligen geweiht ist.
Das Oratorio di San Rocco setzt einen zeitlich früheren Akzent: Die Gemeinschaft von Cavaglio errichtete es 1631, nachdem der Ort von einer Pest verschont geblieben war. Im Inneren sind Fresken aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Sie zeigen einen Schutzengel sowie den heiligen Bernhard, der den Teufel mit einer Kette bezwingt. Die Bauzeit und die erhaltene Ausmalung liegen damit in unterschiedlichen Jahrhunderten.
Bei der Chiesa della Madonna della Neve lassen sich zwei Baukörper unterscheiden: eine ältere Kapelle, die der Madonna delle Grazie geweiht ist, und eine Kirche, die der Madonna della Neve gewidmet ist. Zwei Bögen verbinden beide Teile. Ein restauriertes Fresko zeigt die Madonna beim Stillen des Kindes, flankiert vom heiligen Petrus und dem heiligen Sebastian. Der Zugang zur Kirche erfolgt direkt vom Vorplatz aus.
Auch das ländliche Erbe gehört zum Ortsbild: Die Ex mulino wird dem 16. Jahrhundert zugerechnet und liegt entlang der Roggia Molinara. Von der Via Martiri und der Via Matteotti aus ist sie sichtbar.
Baraggia und Anreise
Die alte fluvioglaziale Terrasse von Cavaglio weist eine Baraggia-Landschaft mit ebenem Wald, Heide und Weinbergen auf. Das Terrassensystem ist als Biotop anerkannt und durch den Parco Regionale delle Baragge di Pian del Rosa geschützt. So ergänzt der Landschaftsschwerpunkt die Kirchen und Fresken um einen Naturraum, dessen Schutzstatus ebenfalls zum Reiseziel gehört.
Auf dem Abschnitt Cavallirio–Barengo des Il Cammino delle Colline Novaresi führt nach der Querung der Provinzialstraße Cavaglio d’Agogna–Ghemme eine Abzweigung ins Zentrum von Cavaglio. Wenn Sie diesen Abschnitt einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Routenverlauf und die Bedingungen, da sie sich ändern können.
Für Cavaglio d’Agogna wird der SAF-Autobus auf der Linie Novara–Borgomanero angegeben. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
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