Stroppo: Kirchen, Museum und Maultierpfade
Unterkünfte in Stroppo
In Stroppo im Valle Maira verbinden sich Berglandschaft, Kirchenkunst und Maultierpfade. Die Gemeinde verteilt sich auf 16 Weiler; wenn Sie ein Hotel suchen, achten Sie deshalb auf die konkrete Lage des jeweiligen Angebots.
Landschaft und Wege
Die Weiler liegen auf Höhen zwischen 900 und 1.500 Metern am sonnig ausgerichteten Nordhang. Dieser steigt in Richtung Elva und über den Colle di Sampeyre zur Wasserscheide mit dem Valle Varaita an. Gegenüber erstreckt sich ein Wald aus Weißtannen und Buchen. So gehören Hanglage, Höhenunterschiede und die verstreute Siedlungsform gemeinsam zum Landschaftsbild Stroppos.
In San Martino Inferiore laden mehrere Maultierpfade zu Spaziergängen, Ausflügen und Hochgebirgswanderungen ein. Eine Rundtour ist der Giro delle chiesette di Stroppo: Sie führt durch die Weiler, verbindet Kunst mit religiösen Zeugnissen, ist 8,5 Kilometer lang und mittelschwer. Der Rundweg wird für Frühling, Sommer und Herbst angegeben. Von Paschero führt außerdem ein 20-minütiger Abstecher auf einem Maultierpfad zur romanischen Kirche San Pietro auf 1.233 Metern. Sie steht auf einem felsigen Grat. Bei den beiden Touren sind unterschiedliche Planungsdaten benannt: Für den Rundweg Länge und Schwierigkeit, für den Abstecher die Dauer. Wegverhältnisse können sich saisonal ändern; prüfen Sie den aktuellen Zustand vor dem Aufbruch.
Paschero ist auch in zwei weiteren Wegangaben ein konkreter Bezugspunkt. Die Route Celle–Stroppo–Elva erreicht Paschero in Stroppo. Der Anello dei Colli Cavalline, San Giovanni e Bettone beginnt an der Borgata Paschero und führt über eine 12 Kilometer lange asphaltierte Steigung zum Colle della Cavallina. Die 12 Kilometer beziehen sich auf die beschriebene Steigung zum Pass.
Kirchen und Kunstwerke
Die Pfarrkirche San Giovanni Battista in Paschero ist ein dreischiffiges Gebäude; ihr ursprünglicher Kern stammt möglicherweise aus der Zeit vor dem Jahr 1000. In der Kirche befindet sich ein auf 1615 datiertes und von Giovanni Antonio Pasero signiertes Gemälde der Madonna del Rosario mit Heiligen und Gläubigen. Ein weiteres großes ovales Altarbild zeigt die Madonna del Carmine mit Johannes dem Täufer und Franz von Sales. Es stammt von Giuseppe Bianco; der Maler wurde zwischen 1805 und 1807 für das Werk bezahlt.
In der Hauptapsis der Chiesa di San Peyre befinden sich mehrere Gemälde aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Dargestellt sind Christus als Thronender neben den Heiligen Petrus und Paulus, außerdem die zwölf Apostel und die Symbole der Evangelisten. Im Vergleich dazu ist das Paschero-Gemälde der Madonna del Rosario auf 1615 datiert; die Bilder in San Peyre gehören in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Bergschulgeschichte im Museum
Das Museo etnografico L’Escolo de Mountanho rekonstruiert ein Bergschulklassenzimmer mit originalen Gegenständen aus dem frühen 20. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der Bergschule von 1900 bis 1970. Die historischen Gegenstände verankern die rekonstruierte Lernumgebung in einer konkreten Zeit, während der erzählte Zeitraum mehrere Jahrzehnte umfasst. So stehen das Klassenzimmer und die längere Geschichte der Bergschule als zwei miteinander verbundene Aspekte des Museums im Mittelpunkt. Sonderöffnungen und Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Wenn Sie einen Gruppenbesuch planen, klären Sie die Organisation vorab.
Praktische Orientierung
Am Beginn der Frazione Caudano gibt es beim Lazzaretto di Caudano einen Parkplatz. Prüfen Sie die Situation vor Ihrer Anreise. Für die Wegplanung können Sie zwischen dem Rundweg durch die Weiler, dem Abstecher ab Paschero und den weiteren Routenbezügen unterscheiden; kontrollieren Sie vor einer Tour jeweils die aktuellen Wegverhältnisse.
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