Diano D'alba: Geschichte, Wein und Panoramablicke
Unterkünfte in Diano D'alba
Diano D'alba vereint Ortsgeschichte, piemontesischen Barock, Weinbau und weite Ausblicke. Zwischen Kirchen, historischen Schauplätzen und Wegen durch die Landschaft liegen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt. Die Auswahl reicht von Kunst und Baugeschichte bis zu Weintraditionen und Routen zu Fuß oder mit dem Rad.
Panoramablicke über Hügel und Täler
Der Punto Panoramico von Diano D'alba eröffnet einen Ausblick in alle Richtungen: auf den Alpenbogen von Piemont, dem Aostatal und der Lombardei, auf die Hügel des Moscato, des Barbaresco und des Barolo sowie über das gesamte Tanaro-Tal. Damit stehen neben dem Gebirgspanorama auch Weinlandschaften und das Tal im Blick. Wer sich für die Umgebung interessiert, findet hier verschiedene Landschaftsräume in einem einzigen Panorama vereint.
Kirche, Kunst und Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche San Giovanni Battista entstand zwischen 1763 und 1770 nach einem Entwurf des Architekten C. F. Rangone. Ihr piemontesischer Barock zeigt den Einfluss der Schule des Architekten Juvarra. Im Inneren erschließen ein einschiffiger Raum und sechs Seitenkapellen die Anlage. Vergoldete Friese und Kapitelle mit Darstellungen evangelischer Szenen prägen die Ausstattung. Zu den Kunstwerken gehören Arbeiten des Turiner Künstlers Rodolfo Morgari und des Malers Fedele Finatti aus Alba. Außerdem beherbergt die Kirche Antonio Tempestas Gemälde „The display of the Shroud“, eine Stiftung des Hauses Savoyen. Bauform, Ausstattung und Kunstwerke geben so verschiedene Zugänge zur Geschichte der Kirche.
Auch das Castello Perduto erzählt von wechselnden Herrschaftsverhältnissen. Es wurde 866 erbaut und zu Beginn des 11. Jahrhunderts von Markgraf Guglielmo di Busca wiedererrichtet. Die Burg stand an der Stelle, an der heute der Belvedere liegt. Nach dem Vertrag von Cherasco von 1631 fiel das Lehen von Diano erneut an das Haus Savoyen. Nach seinem Thronantritt ließ Vittorio Amedeo I. die Burg endgültig zerstören: Sie verlieh dem dort herrschenden Lehnsherrn zu viel Macht. Die Abfolge von Wiederaufbau, Rückkehr des Lehens und Zerstörung macht den Ort auch ohne erhaltene Burg zu einem historischen Bezugspunkt.
Im Ruffino Palace werden kostbare Karten von Diano aus der napoleonischen Zeit aufbewahrt. Der Palast weist Dekorationen im piemontesischen Barockstil auf. Der Ratssaal diente zur Zeit der Familie Ruffino als Empfangs- und Ballsaal und gilt als der kunst- und geschichtsreichste Raum des Palastes. Ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte ist die Kapelle San Rocco: Einheimische Bauern bauten sie nach der großen Pest von 1630 in handwerklicher Weise. Die der Göttin Diana gewidmete Höhle entstand wahrscheinlich im selben Zeitraum entlang der Römerstraße Magistra Langarum, die Alba und Ligurien verband. Diese Deutung ist ausdrücklich eine wahrscheinliche historische Einordnung.
Weinbau und lokale Traditionen
Das Museo della Civiltà Contadina in der Cascina Rossa veranschaulicht das bäuerliche Leben, das von der Rebe geprägt war, und die Entwicklung des Weinbaus in der Gegend. Ausgangspunkt ist eine Familiengeschichte, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt. Der Blick auf Landwirtschaft und Weinbau ergänzt die Bau- und Kunstgeschichte um den Alltag, der die lokale Landschaft und ihre Erzeugnisse geprägt hat.
In den Kellerräumen des Gebäudes entstand am 6. Dezember 1999 die Cantina Comunale dei Sorì. Sie ist ein dauerhaftes Geschäft zum Verkosten und Kaufen typischer Produkte und Weine, insbesondere des Dolcetto di Diano d'Alba. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchs- und Betriebsbedingungen. Mit der Cantina verbunden ist auch das jährlich im Herbst stattfindende Fest „Di sorì In sorì“: Der kulinarisch-winzerische Rundgang beginnt und endet dort und führt durch die örtlichen Weingüter. Die Termine der jeweiligen Ausgabe sollten Sie vor der Reise prüfen. In Borgo Lopiano und an der Strada S. Croce feiern die Bewohner traditionell in der Woche um den 16. August das Fest des San Rocco; auch hier empfiehlt sich ein Blick auf die Termine der jeweiligen Ausgabe.
Routen zu Fuß und mit dem Rad
Der blau markierte Sentiero San Rocco führt zu den ersten Häusern von Diano D'alba und zur Kapelle San Rocco. Weiter geht es zur Kirche und zu einer Panoramaterrasse mit 360-Grad-Ausblick, Spielplatz und Sitzbänken. Die Route verbindet damit mehrere der genannten Orte mit einem weiteren Aussichtspunkt. Da sich die Wegbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, diese vor dem Aufbruch zu prüfen.
Für eine längere Radtour ist der Barolo Rosso eine andere Möglichkeit: Der etwa 53 Kilometer lange Radrundweg beginnt in Alba, schließt sich in Diano D'alba und führt anschließend zurück nach Alba. Die ungefähre Gesamtlänge und der Verlauf unterscheiden diese Radtour klar vom Sentiero San Rocco. Wenn Sie zwischen beiden wählen, können Sie sich an der gewünschten Aktivität und dem jeweiligen Zeitumfang orientieren; eine Gehzeit für den Wanderweg ist hier nicht angegeben.
Weitere Reiseziele entdecken: San Lorenzo, Tre Stelle, Serravalle Langhe, Borgo San Dalmazzo, Pietraporzio, Sanfront, Valdivilla, Levice.
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