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Candelo: Ricetto, Kirchenkunst und Baraggia

Unterkünfte in Candelo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Candelo bietet für Ihre Reiseplanung mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: das befestigte Ricetto di Candelo, historische Kirchen und die Landschaft der Baraggia. Die Themen reichen von der mittelalterlichen Geschichte über Kunstwerke verschiedener Jahrhunderte bis zu Spazierwegen unter alten Eichen. So lässt sich der Ort nach den eigenen Interessen erschließen, ohne Kultur und Landschaft auf ein einziges Besuchsthema zu reduzieren.

Das Ricetto und seine Geschichte

Das Ricetto di Candelo entstand zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert auf Initiative der Bevölkerung. Die befestigte Anlage sollte die wertvollsten Güter der Gemeinschaft schützen und bewahren, insbesondere Wein und Getreide. Diese ursprüngliche Aufgabe verbindet die Baugeschichte mit der Landwirtschaft und der lokalen Weinkultur. Am Ende des 15. Jahrhunderts war der Palazzo del Principe im Ricetto die Residenz von Sebastiano Ferrero, dem Lehnsherrn von Candelo.

Auch der restaurierte Wehrgang gehört zu den prägenden historischen Elementen der Anlage und ist wieder begehbar. Ein multimedialer Besucherparcours bezieht zuvor geschlossene Bereiche sowie mit moderner Multimediatechnik erneuerte Räume ein. Das Ecomuseo von Candelo ist als integriertes Museumssystem angelegt: Es dokumentiert die Kultur und Landschaft, die im Ricetto zum Ausdruck kommen. Dazu gehört eine rekonstruierte Weinkellerei, in der historische Geräte und Methoden der Weinbereitung gezeigt werden.

Weitere Einblicke bieten die thematischen Rundgänge des Ecomuseo, die das historische, naturkundliche und religiöse Erbe von Candelo aufgreifen. Das Eco-Vigneto ergänzt diese Perspektive als Labor zwischen Wissenschaft und Geschichte, das die alte Weinbaukultur des Ortes wieder lebendig werden lässt. Die verschiedenen Angebote setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: vom geschützten Gut im mittelalterlichen Ricetto bis zur Vermittlung von Weinbau und Landschaft.

Kirchen und Kunstwerke

Santa Maria Maggiore entstand vor dem Jahr 1000; erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche 1182. In ihrem Inneren bewahrt sie eine Tafel mit der Kreuzigung Christi, die Boniforte Oldoni aus Vercelli 1572 malte. Hinzu kommen Gewölbefresken mit den Kirchenvätern aus dem 15. bis 16. Jahrhundert, die Gaspare de Fornerio da Ponderano zugeschrieben werden. Vom Ricetto aus ist Santa Maria Maggiore in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, sodass sich beide historischen Themen gut miteinander verbinden lassen.

Die Chiesa di San Lorenzo erhielt ihre heutige Gestalt zwischen 1675 und 1696 über einem älteren, baufälligen Gebäude. Sie bewahrt außerdem Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert von den Brüdern Carlo Francesco und Pietro Giuseppe Aureggio. In der großen Sakristei der Chiesa di San Pietro finden sich Ausstattungsstücke, Gemälde und Holzskulpturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Votivgemälde der De Bosis wurden aufgrund ihres historischen und künstlerischen Werts bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Nationaldenkmälern gezählt; heute sind sie ein kulturelles und vermittelndes Element des flächigen Ecomuseo von Candelo.

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Baraggia, Wege und Aussicht

Das Gemeindegebiet umfasst einen großen Teil der weitläufigen Baraggia. Zum Schutz und Erhalt dieser besonderen Umwelt richtete die Region Piemont mit Regionalgesetz Nr. 3 vom 14. Januar 1992 die Riserva Naturale Orientata delle Baragge ein. Zu den Zielen gehören auch die Aufwertung der Landwirtschaft und eine angemessene Nutzung des Gebiets. Im Baraggione von Candelo gibt es zahlreiche Wege, die von jahrhundertealten Eichen beschattet werden und sich gut zu Fuß begehen lassen.

Ein anderer Blick auf die Landschaft eröffnet sich vom Altopiano di Bellavista: Von dort reicht die Aussicht über fast den gesamten westlichen Alpenbogen, vom Monviso über den Monte Rosa bis zu den Bergamasker Voralpen. Auch die Etappe 9 der Grande Traversata del Biellese führt durch die Baraggia di Candelo, anschließend durch ein Waldstück und weiter in Richtung der Straße nach Candelo. Für naturkundliche Führungen im Park der Baraggia bietet die Pro Loco von Candelo geführte Besuche an. Die Wege im Baraggione, die Fernsicht von Bellavista und die geführten Touren setzen jeweils andere Akzente; konkrete Routeninformationen helfen bei der Auswahl.

Veranstaltungen und praktische Orientierung

Das Ricetto di Candelo beherbergt jedes Jahr Veranstaltungen wie „Candelo in fiore“ und „Il Borgo di Babbo Natale“. Da die Veranstaltungen an bestimmte Termine gebunden sind, empfiehlt es sich, die Daten für den eigenen Reisezeitraum zu prüfen. Eine weitere Verbindung zur regionalen Esskultur bietet der Slow Food Mercato della terra. Dort werden unter anderem Bier, Toma- und Maccagno-Käse, frisches Obst und Gemüse, Konserven, Honig, Haselnüsse, Wurstwaren, Grappa und Mehl angeboten.

Das Tourismusbüro liegt am Eingang des mittelalterlichen Borgo neben der monumentalen Torre Porta. Besucher erhalten dort kostenlos Informationen zu Gastronomie, Unterkünften, Veranstaltungen und Dienstleistungen. Wenn Sie einen Hotelaufenthalt in Candelo planen, können Sie diese Anlaufstelle in Ihre Reiseplanung einbeziehen. So stehen neben den historischen und landschaftlichen Themen auch praktische Informationen zum Ort zur Verfügung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Biella.

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