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Pasturana: Kirchen, Canalone und Gavi-Weinlandschaft

Unterkünfte in Pasturana

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pasturana verbindet historische Sakralbauten und ein Zeugnis ländlicher Wasserführung mit einer sanft hügeligen Agrarlandschaft. Der Ort liegt am nördlichen Rand des Gavi-DOCG-Gebiets, wo die Agrarlandschaft in die ersten Erhebungen des Oltregiogo übergeht. Zugleich zählt Pasturana zu den Gemeinden des Gavi DOCG, in denen Weinbau historischer Bestandteil der Agrarlandschaft ist. Für die Wahl eines Aufenthalts ergibt sich so ein klarer Schwerpunkt: Kulturgeschichte lässt sich mit einem Blick auf Weinbau und Landschaft verbinden.

Landschaft und Wege

Die Passeggiata di San Martino verläuft über die Straße Braghera durch den Wald und am Rio Riasco entlang. Der Wald- und Wasserlaufbezug setzt einen anderen Akzent als die Weinlandschaft des Gavi-DOCG-Gebiets. Wer den Aufenthalt nach Interessen plant, kann den Spazierweg als eigenen Schwerpunkt neben den Sakralbauten und dem Canalone berücksichtigen.

Weinbau und Erzeugerbesuche

Entlang der Gavi-DOCG-Route können bei den dort ansässigen Erzeugern Besichtigungen und Verkostungen organisiert werden. Anders als die Passeggiata ist der Besuch beim Erzeuger damit kein benannter Wegverlauf, sondern ein Termin; stimmen Sie ihn bei Interesse mit dem jeweiligen Erzeuger ab. So lässt sich bei der Planung zwischen einem Spaziergang und einer organisierten Begegnung mit dem Weinbau unterscheiden.

Sakralbauten und ländliche Technik

Ein weiteres Zeugnis ländlicher Technik ist der Canalone, ein Bauwerk aus behauenem Stein. Eine vom Rio Riasco kommende Rinne wurde über den Rio Torto geführt und versorgte dadurch die Mühle von Pasturana mit Wasser. Der Canalone macht damit eine andere Seite der Ortsgeschichte greifbar als die Sakralbauten: Er ist ein konkretes Zeugnis früherer Wasserführung für eine Mühle.

Die Pfarrkirche San Martino besitzt eine Giebelfassade und einen Glockenturm. Ihr Eingangsportal wird von einem neoklassizistischen Portal eingefasst; darüber befindet sich ein Fresko. Gleich neben der Pfarrkirche liegt das Kirchenoratorium Santissima Trinità, das ebenfalls von der Familie Trotti errichtet wurde.

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Die Antica Pieve di San Martino wurde in langobardischer Zeit errichtet und später zu einer benediktinischen Klostersiedlung. Im ehemaligen Klosterbereich ist eine kleine Kirche erhalten geblieben; bei ihr handelte es sich wahrscheinlich um das Baptisterium. Die Pieve wurde restauriert und konsolidiert. An jeder Seite befinden sich vier Backsteinpfeiler mit jeweils vier hölzernen Dachbindern. Die Wände bestehen teilweise aus Ziegeln und Flusssteinen, teilweise aus Stampflehm in Pisè-Technik; auf der Rückseite liegen drei Bögen aus ungebrannten Ziegeln. Pisè bezeichnet die Stampflehm-Bauweise.

Die Sagra del Corzetto fand vom 5. bis 7. September 2025 in Pasturana statt. Die Veranstaltung wurde als traditionsreichstes Fest des Ortes und als 52. Ausgabe beschrieben. Dieser Termin ergänzt die Baugeschichte um ein jüngeres Beispiel lokaler Festkultur.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alessandria.

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