Varano Borghi: Architektur und Industriegeschichte am Lago di Comabbio
Unterkünfte in Varano Borghi
Varano Borghi lässt sich über seine Kultur- und Industriegeschichte ebenso einordnen wie über die geschützte Uferzone des Lago di Comabbio. Zu den Anhaltspunkten gehören die Chiesa del Divino Redentore, die Villa Borghi, der Cimitero di Varano Borghi und der Beginn eines Baumwollunternehmens im Jahr 1819. Diese Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Architektur lässt sich an Bauformen und historischen Vorbildern betrachten, während die Industriegeschichte einen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung eröffnet. Wenn Sie Varano Borghi als Reiseziel wählen, können Sie anhand dieser Themen entscheiden, ob Ihr Schwerpunkt auf Architektur, Ortsgeschichte oder dem See liegen soll.
Architektur aus verschiedenen Epochen
Die Chiesa del Divino Redentore entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Teil einer städtebaulichen Umgestaltung, die von der Familie Borghi gefördert wurde. Die Kirche stammt vom Ingenieur Paolo Cessa Bianchi. Ihre Zeichnungen geben den Grundriss und die Aufrisse der Collegiata di Castiglione Olona nahezu getreu wieder; das Vorbild stammt aus den Jahren 1422 bis 1425. So begegnen hier die Entstehungszeit der Chiesa und eine ältere architektonische Vorlage in einem Vergleich.
Die Villa Borghi ergänzt den Blick um ein elegantes Anwesen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das auf einem bestehenden Gebäude errichtet wurde. Seine eklektisch-barocken Formen bilden einen anderen architektonischen Bezugspunkt als die Zeichnungen der Chiesa, die sich an einem älteren Vorbild orientieren.
Der Cimitero di Varano Borghi
Der Cimitero di Varano Borghi wurde 1911 für Bestattungen geöffnet. Der Architekt Paolo Cesa Bianchi entwarf ihn im Auftrag der Familie Borghi. Zugleich ist der Friedhof eine Station des Museo Diffuso di Varano Borghi.
Die Cappella Borghi
Die Cappella Borghi besitzt eine Giebelfassade mit einer Trifora, also einem dreiteiligen Fenster. Ihre Keramikdekorationen erinnern an Werke der Meister der Familie Della Robbia. Fensterform und Keramik setzen dabei unterschiedliche architektonische Akzente.
Industriegeschichte seit 1819
Die Entstehung des Cotonificio e Villaggio Operaio di Varano Borghi geht auf das Jahr 1819 zurück. Damals kaufte Pasquale Borghi, das Familienoberhaupt, eine alte Mühle am Fluss Torrente Brabbia sowie einen großen Teil des Gemeindegebiets, um ein Baumwollunternehmen zu gründen. Varano Borghi ist außerdem durch industrielle Architektur des 19. Jahrhunderts geprägt. Das Gründungsereignis setzt einen konkreten zeitlichen Ausgangspunkt; die industrielle Architektur beschreibt dagegen eine breitere bauliche Prägung des Ortes. Zusammen bieten beide Aspekte einen historischen und einen architektonischen Zugang zur Industriegeschichte.
Uferzone und örtliche Orientierung
Die Uferzone des Lago di Comabbio in Varano Borghi steht unter Landschaftsschutz. Im Ortsteil Boffalora, nahe dem Ufer des Sees, befindet sich die Kirche San Giuseppe. Sie ist für wöchentliche Messen bestimmt; wenn Sie an einer Messe teilnehmen möchten, prüfen Sie bitte die aktuellen Messzeiten. Auch die Rad- und Fußwegverbindung der Seen bezieht Varano Borghi als Gemeinde ein.
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