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Palestro: Geschichte, Kirchen und Reislandschaft

Unterkünfte in Palestro

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Palestro steht für die Erinnerung an die Schlacht von 1859; Kirchenbau und Reislandschaft ergänzen das historische Bild des Ortes. Wer einen Aufenthalt plant, findet unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Denkmäler ordnen die Ereignisse ein, Kirchen bieten konkrete architektonische Details und die Umgebung eröffnet einen Blick auf Reisfelder und Wasservogellebensräume.

Erinnerungsorte zur Schlacht von 1859

Die Schlacht von Palestro wurde am 30. und 31. Mai 1859 während des Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskriegs ausgetragen. Das Ossario della Battaglia di Palestro wurde 1893 nach einem Entwurf des Mailänder Architekten Giuseppe Sommaruga errichtet. Es bewahrt die sterblichen Überreste der im Kampf gefallenen piemontesischen, französischen und österreichischen Soldaten. Baugeschichte und Gedenken treffen hier unmittelbar zusammen.

Auch das Monumento al Soldato erinnert an Ereignisse des Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskriegs; es wurde am 31. Mai 1868 eingeweiht. Das Monumento al Bersagliere erinnert ebenfalls an Ereignisse des Kriegs. Die Erinnerungsorte unterscheiden sich damit in ihrer konkreten Ausprägung: Beim Ossario stehen die sterblichen Überreste im Mittelpunkt, während die beiden Monumente an die Kriegsgeschehnisse erinnern.

Kirchen und Baugeschichte

Die Chiesa di San Giovanni Battista in Palestro wurde am 24. Juni 1627 eingeweiht. Ihr fünfgeschossiger Glockenturm besteht aus Backstein und wird oben von einem Geschoss mit Biforen abgeschlossen. Biforen sind zweigeteilte Fensteröffnungen. Das Einweihungsdatum und die genaue Gliederung des Turms geben zwei verschiedene Ansatzpunkte, um die Kirche historisch und architektonisch zu betrachten.

An der Fassade der Chiesa Parrocchiale di San Martino di Tours zeigt sich der gotisch-lombardische Stil mit charakteristischen Terrakotta-Dekorationen. Für das Jahr 1006 ist in Palestro ein religiöses Gebäude dokumentiert, das San Martino di Tours gewidmet war. So stehen bei den Kirchen konkrete Merkmale der Fassadengestaltung neben einem frühen historischen Bezug zur religiösen Geschichte des Ortes.

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Landschaft, Freizeit und Pilgerreise

Die Torre di Palestro steht auf einer natürlichen Terrasse des Sesia. Eine Verbindung mit einem frühmittelalterlichen Castrum ist möglich. In der Umgebung gehören Reisfelder ebenso zum Landschaftsbild wie Lebensräume für Reiher, Seidenreiher und zahlreiche weitere Wasservogelarten. Der Blick auf die Landschaft ergänzt den Besuch der Bau- und Erinnerungsorte um eine andere Perspektive auf Palestro.

Der Parco giochi bietet einen ausgestatteten Spielbereich mit Spielen für Kinder jeden Alters. Für eine Pilgerreise ist zudem der lombardische Abschnitt der Via Francigena relevant: Er kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Zug bereist werden. In Palestro verwahrt der Pfarrer den offiziellen Stempel für die Pilgerbescheinigung der Via Francigena. Bestätigen Sie diese Auskunft vor Ihrer Ankunft bei der Pfarrei.

Anreise nach Palestro

Mit dem Auto erreichen Sie Palestro über die A26 (Genova–Gravellona Toce), die Ausfahrt Robbio und anschließend die SP596 in Richtung Palestro. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Robbio an der Bahnstrecke Mortara–Vercelli; von dort ist eine Weiterfahrt auf der Straße erforderlich. Planen Sie diesen Straßenabschnitt bei einer Bahnreise mit ein. Da sich Straßen- und Bahnverbindungen ändern können, prüfen Sie Ihre Anreise vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Val di Nizza, Ferrera Erbognone, Carmine, Cigognola, Settimo, San Zenone Al Po, Miradolo Terme, Vidigulfo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pavia.

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