Castellaro Lagusello – Dorf, See und Geschichte
Unterkünfte in Castellaro Lagusello
Castellaro Lagusello verbindet ein befestigtes Dorf mit einem kleinen See glazialen Ursprungs. Das Schloss beherrscht den Ort; am See lagen bronzezeitliche Pfahlbausiedlungen. Geschichte, Archäologie und Landschaft prägen die Themen, die Sie bei der Reiseplanung abwägen können. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, hilft diese Orientierung dabei, den gewünschten Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festzulegen.
Das befestigte Dorf und sein Schloss
Das Schloss von Castellaro Lagusello stammt aus dem Zeitraum 1100 bis 1200. Auf Veranlassung der Scaligeri, der Herren von Verona, wurde es zur Verteidigung des Gebiets errichtet. Vom Schlosskomplex sind der nahezu intakte Mauerring, vier Türme, einige Abschnitte des Wehrgangs und zwei mittelalterliche Rustikhäuser erhalten. Die erhaltenen Bauteile geben dem befestigten Dorf sein markantes bauliches Gepräge.
Der Glockenturm Torre Campanaria di Castellaro Lagusello ist etwa 24 Meter hoch. Auf ihm befinden sich fünf reich verzierte Bronzeglocken, die aus der Zeit zwischen der Mitte des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts stammen. Die Glocken gehören damit einer deutlich späteren Epoche an als die mittelalterlichen Befestigungsbauten. Vom Turm reicht der Blick über die umliegenden Moränenhügel, den herzförmigen See und das Dorf.
Auch die Villa Arrighi hat einen erhaltenen Wehrgang entlang des Gartens, von dem aus sich ein Blick auf den See bietet. Napoleon Bonaparte übernachtete 1796 zweimal in der Villa und 1859 erneut, unmittelbar nach der Schlacht von Solferino. Wenn Sie den Wehrgang besuchen möchten, klären Sie die Zugangsmöglichkeiten vor Ort.
Pfahlbauten und Welterbe
Am westlichen Seeufer befand sich bei Fondo Tacoli eine bronzezeitliche Pfahlbausiedlung. Eine zweite lag bei Fondo Pezzalunga am östlichen Ufer. Fondo Tacoli war vom Beginn der Mittleren Bronzezeit bis zu fortgeschrittenen Phasen der Späten Bronzezeit ununterbrochen bewohnt: vom 16. bis zum 13. Jahrhundert v. Chr. Die beiden Fundorte liegen somit an gegenüberliegenden Ufern; die lange belegte Besiedlungszeit bezieht sich auf Fondo Tacoli.
„Castellaro Lagusello - Fondo Tacoli“ gehört als Bestandteil 1363-098 zur Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Die Welterbezuordnung knüpft damit an einen konkreten Fundort am See an und ergänzt die mittelalterliche Geschichte des Dorfes um eine viel ältere Siedlungsgeschichte.
Moränenlandschaft und Vogelwelt
Das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (SIC) „Complesso Morenico di Castellaro Lagusello“ umfasst 271 Hektar naturkundlich wertvoller Flächen auf den Moränenhügeln von Monzambano und Cavriana. Die Riserva Regionale Complesso Morenico di Castellaro Lagusello beherbergt mehr als 50 brütende Vogelarten. Dazu zählen Haubentaucher, Zwergdommel, Beutelmeise und „cannaiola verdognola“. Wer sich für die Landschaft interessiert, findet hier neben Dorfarchitektur und Archäologie auch konkrete Einblicke in die geschützte Natur und ihre Vogelwelt.
Zugang zum See und Radtour
Der See ist durch das Tor in der Via Castello 49, 46040 Castellaro Lagusello MN, zugänglich; die Öffnungsbedingungen können variieren. Prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch. Für den Zugang zum Dorf wird kein Eintritt verlangt.
Wenn Sie eine Radtour einplanen, führt die Ciclovia 6 – Corridoio morenico alto über Cavriana, Castellaro Lagusello, Monzambano und Ponti sul Mincio. Die Radrundstrecke ist 20,8 Kilometer lang. Prüfen Sie vor der Fahrt die Straßenverhältnisse.
Weitere Reiseziele entdecken: Rodigo, Ostiglia, Volta Mantovana, Moglia, Governolo, Scorzarolo, Palidano, Poggio Rusco.
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