Zum Inhalt

San Giuliano Milanese: Fresken, Höfe und Geschichte

Unterkünfte in San Giuliano Milanese

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

San Giuliano Milanese verbindet sakrale Kunst, bäuerliche Bauformen, eine bis heute genutzte Kulturlandschaft und saisonale Veranstaltungen. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie als ersten Schritt überlegen, ob für Ihre Reise eher Fresken und Architektur, ländliches Erbe, Wege im Freien oder ein Veranstaltungstermin ausschlaggebend sind.

Abtei und sakrale Baukunst

Die Geschichte der Abbazia di Viboldone reicht bis ins Jahr 1176 zurück: Damals ließen sich die Umiliati in Viboldone nieder und vereinbarten den Bau der Abtei, die den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet ist. Heute bewahrt sie einen der umfangreichsten und bedeutendsten gotischen Freskenkomplexe der Lombardei. Dazu gehört die auf 1349 datierte Madonna in Maestà e Santi; das Jüngste Gericht wird Giusto de’ Menabuoi zugeschrieben. Die beiden Werke geben dem Freskenensemble konkrete zeitliche und kunsthistorische Bezugspunkte.

Eine andere Epoche sakraler Baukunst zeigt die Chiesa San Giuliano Martire. Ihre Fassade gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der Mailänder Barockarchitektur. Bei der im März 2018 abgeschlossenen Restaurierung wurden in den oberen Bereichen der Kirche apotropäische Löwenkopfdekorationen entdeckt. Der Fachbegriff „apotropäisch“ bezeichnet Schutzmotive; hier sind es Löwenköpfe, die Teil der architektonischen Gestaltung sind.

Bäuerliches Erbe und historische Höfe

Das Museo della civiltà contadina Luisa Carminati befindet sich in der Cascina Carlotta, einem traditionellen Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert mit quadratischem Innenhof. In sieben Sälen zeigt das Museum verschiedene Zeugnisse des bäuerlichen Lebens. So kommen die Bauform des Hofes und die ausgestellten Zeugnisse als unterschiedliche Zugänge zur ländlichen Geschichte zusammen.

Auch die Cascina Occhiò vermittelt ein anschauliches Bild historischer Hofarchitektur. Ihre Anlage ist unregelmäßig; zum Ensemble gehören Ställe mit Laubengängen, ein zum Garten ausgerichtetes Herrenhaus und L-förmig angeordnete Wohnhäuser für Landarbeiter. Drei große naive Leinwände schmücken die Hoffassade und stellen Szenen aus dem bäuerlichen Leben dar. Hofstruktur, Wohngebäude und Fassadenschmuck zeigen jeweils andere Aspekte des landwirtschaftlich geprägten Erbes.

Zum architektonischen Bestand zählt außerdem die verlassene Chiesa e Ossario di Santa Maria della Neve. Das Beinhaus umfasst einen Pronaos, der von zwei kleinen Granitsäulen getragen wird, sowie ein Fresko der Madonna mit Kind, das bereits Mitte des 18. Jahrhunderts belegt ist. Im Kirchenraum befinden sich Fresken örtlicher Maler, eine bemalte Gipsstatue der Madonna Addolorata und ein großes Ölgemälde eines unbekannten Künstlers. Die Anlage ist verlassen; ihre Kunst- und Architekturdetails sind daher nicht mit einer Zusage öffentlichen Zugangs gleichzusetzen.

Anzeige

Landschaft, Wege und Anreise

Zur Kulturlandschaft gehören Marcite und Fontanili, landwirtschaftliche Bewässerungs- und Kultivierungssysteme, die noch heute genutzt werden. Ihre Entwicklung begann ab dem 11. Jahrhundert. Damit stehen in der Landschaft sowohl eine lange Geschichte als auch eine fortdauernde Nutzung im Mittelpunkt. Im Parco Nord gibt es Wege zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren; die genannten Aktivitäten bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Zeit im Freien zu verbringen.

Der Sentiero dei Giganti beginnt und endet an der S-Bahn-Station San Giuliano M.se der Linie S1. Für die Planung einer Tour sind damit derselbe Bahnhof als Start- und Endpunkt sowie die S-Bahn-Linie konkrete Orientierungspunkte. Weitere Angaben zu Länge oder Gehzeit sind damit nicht verbunden.

Rocca Brivio wird von den Buslinien Z420 und E038 bedient. Die Haltestelle heißt Via Emilia/Rocca Brivio. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, damit Sie Ihre Anreise anhand der aktuellen Verbindungen planen können.

„Ritornano i Giganti“ im September

Die historische Renaissance-Rievocazione „Ritornano i Giganti“ findet jährlich im September im Ortsteil Zivido statt. Termine und Programm variieren von Jahr zu Jahr. Zum Programm gehört eine theatralische Rekonstruktion des entscheidenden Gefechts, das in der Nacht vom 12. auf den 13. September ausgetragen wurde. Ein weiterer Programmpunkt ist ein Kostümumzug in Zivido, bei dem Bürger die historischen Figuren und deren Gefolge darstellen. Wenn Sie die Veranstaltung als Anlass für Ihre Reise wählen, prüfen Sie das Programm für das betreffende Jahr.

Weitere Reiseziele entdecken: Arcore, Peschiera Borromeo, Bollate, Vaprio Dʼadda, Cambiago, Garbagnate Milanese, Cusano Milanino, Lissone.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.