Morimondo: Abtei, Museen und Wege
Unterkünfte in Morimondo
Morimondo verbindet die Zisterzienserabtei mit mehreren Museen und Wegen im Umfeld des Parco del Ticino. Wenn Sie ein Hotel in Morimondo suchen, können Sie Ihren Aufenthalt nach dem Schwerpunkt gestalten: Baugeschichte und Kunst, religiöse Themen oder ein Weg, der Wald und Landwirtschaft einbezieht.
Die Abtei und ihre Baugeschichte
Die Abtei von Morimondo wurde 1134 von Zisterziensermönchen aus der französischen Abtei Morimond gegründet. Der Bau der Abteikirche begann 1182 und wurde 1296 abgeschlossen. Gründung und Kirchenbau markieren damit verschiedene Etappen der Geschichte des Ortes. Ein besonderes Detail im Kircheninneren ist das hölzerne Chorgestühl: Seine 70 Intarsien-Sitze aus Walnussholz wurden bis 1522 von Francesco Giramo gefertigt.
Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Das Museo dell'Abbazia widmet sich dem zisterziensischen Mönchtum und vermittelt dessen Architektur, Kunst und Miniaturmalerei sowie die Veränderung des Territoriums. Im ehemaligen Schlafsaal des Museums sind lombardische Holzskulpturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgestellt. So stehen Themen der Klostergeschichte neben Werken, die einer späteren Epoche angehören.
Im Civico Museo Angelo Comolli bewahrt die Sammlung Werke des Liberty- und Freskenmalers Angelo Comolli. Sie besteht überwiegend aus großen vorbereitenden Kartons für figürliche Dekorationen. Das Museum kann nur im Rahmen einer begleiteten Besichtigung besucht werden, die etwa 30 Minuten dauert. Prüfen Sie die Besuchsmodalitäten vor Ihrer Anreise.
Das Museo d'Arte Sacra setzt einen anderen Akzent: Auf 1.500 Quadratmetern präsentiert es Themen aus Glaube, Kunst und Tradition. Zum Museum gehören 42 Dioramen, die sämtlich aus Santa Maria alle Grazie stammen. Wenn Sie die Museen vergleichen, finden Sie hier einen thematischen Schwerpunkt auf religiösen Inhalten, während das Museo dell'Abbazia das zisterziensische Mönchtum aus mehreren Blickwinkeln behandelt.
Trecentesca und mittelalterliche Geschichte
Trecentesca ist eine internationale Veranstaltung zur mittelalterlichen Geschichtsrekonstruktion. Sie spielt in der Epoche der Visconti und ist mit der Schlacht von Casorate verbunden. Seit Mai 2015 wird sie in zwei Formen angeboten: In geraden Jahren gibt es eine vollständige Ausgabe mit Militärlagern und Schlachtreenactment. In ungeraden Jahren folgt die verkürzte Ausgabe Aspettando Trecentesca – Giornate Trecentesche, deren Schwerpunkt auf Alltagsszenen und mittelalterlichen Handwerken liegt. Die konkrete Programmgestaltung kann von Jahr zu Jahr variieren; prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.
Lehrpfad und Landschaft
Der Parco del Ticino führt den Sentiero Morimondo – Percorso tra storia e agricoltura als etwa 2,7 Kilometer langen Lehrpfad. Der Weg verläuft durch ein kleines Waldstück mit für die Wälder des Parco del Ticino typischer Vegetation. Zum Lehrpfadprogramm im Schuljahr 2020/21 gehörten außerdem die Beobachtung und Analyse der vorhandenen Reis-, Mais- und Getreidekulturen. Eine Wegbeschreibung aus diesem Schuljahr nennt Start und Ende nahe dem Parkplatz am Friedhof von Morimondo; prüfen Sie die Wegführung vor Ort. Größere Bestände von Marcite finden sich noch heute in der Nähe der Abtei.
Auch für Radfahrende gibt es einen konkreten Bezug zur Umgebung der Abtei: Der Naviglio di Bereguardo verfügt dort über einen Abschnitt eines asphaltierten, leicht befahrbaren Radwegs. Zu Fuß führt die siebte Etappe der Via Francisca del Lucomagno nach sieben Kilometern zum ersten Punkt von Interesse, Morimondo. Wenn Sie diese Etappe einplanen, prüfen Sie die Wegführung vor dem Aufbruch. So können Sie bei der Planung zwischen einem Lehrpfad mit Wald- und Agrarthemen, einem Radwegabschnitt und einer Fernwanderetappe unterscheiden.
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