Bariano: Kirchen, Geschichte und Landschaft am Serio
Unterkünfte in Bariano
Bariano verbindet historische Sakralbauten und ein vielschichtiges Ortsbild mit der Landschaft am Serio. Die ländliche Architektur erstreckt sich vom historischen Zentrum durch die Landschaft bis zu den Flussufern, entlang derer Bariano liegt.
Anreise und Landschaft
Am Korridor des Parco del Serio besitzt Bariano einen Bahnhof an der Bahnstrecke Mailand–Treviglio–Brescia. Damit gibt es einen konkreten Bahnpunkt für Ihre Anreiseplanung. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihre Reisedaten, wenn Sie mit der Bahn reisen.
Auch ein Naturweg für Radfahrer und Fußgänger gehört zu den beschriebenen Möglichkeiten in Bariano; er ist nach einem Waldabschnitt erreichbar. Die Kombination aus Flusslandschaft und Naturweg spricht unterschiedliche Interessen an, ohne dass dafür eine bestimmte Tour oder Gehzeit vorausgesetzt werden muss.
Historisches Zentrum und Kirchen
Zum historischen Zentrum gehören mehrere Gebäude mit eigener Geschichte. Der „Palazzo“ steht wahrscheinlich an der Stelle der früheren Befestigungsanlage von Bariano. Am Palazzo Grataroli sind deutliche Spuren seiner früheren repräsentativen Bedeutung erhalten. Auch das als „Stallo Misericordia“ bezeichnete Gebäude gehört zum historischen Zentrum.
Die Pfarrkirche Santi Gervasio e Protasio wurde ab 1743 an der Stelle der früheren, abgerissenen Kirche San Bartolomeo errichtet. Entworfen wurde sie vom bergamaskischen Architekten Filippo Alessandri; ihr Stil wird als neoklassizistisch und dem 18. Jahrhundert zugehörig beschrieben. Bauzeit, Vorgängerbau und architektonische Einordnung geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte, um die Geschichte dieses Kirchenstandorts zu betrachten.
Eine andere zeitliche Abfolge prägt die Chiesa dell’Annunciata: Cavaliere Antonio Rivola ließ sie 1610 an der Stelle der abgerissenen Kirche der Heiligen Protasio und Gervasio errichten. In der Kirche befindet sich außerdem ein Verkündigungsaltarbild von Vincenzo Angelo Orelli, das der Künstler in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts ausführte. Baugeschichte und Kunstwerk gehören damit zu unterschiedlichen Epochen.
Convento dei Neveri und Cappella dei Mortini
Im Convento dei Neveri sind römische und langobardische Gräber weiterhin sichtbar. Dort sind auch Fresken in der Westapsis erhalten, die aus dem 14. Jahrhundert stammen. Zur Geschichte des Klosters gehört die Übergabe von Kirche und umliegendem Gelände im Jahr 1480: Fermo Furnio da Caravaggio, Erzpriester von Bariano, übergab sie der Kongregation der Karmeliterpatres von Mantua, die dort ihr Kloster gründete. Gräber, Fresken und Klostergründung stehen so für verschiedene historische Schichten an einem Ort.
Nahe dem historischen Zentrum liegt an der Via Diaz die kleine Cappella dei Mortini, ein Oratorium mit einem Platz und Bänken davor. Das Fresko zeigt die Jungfrau Maria mit dem Kind und einem Engel. Zu ihren Füßen sind einige Verdammte im Feuer dargestellt, die um Fürsprache bitten. Wenn Sie sich für religiöse Bildmotive interessieren, bietet diese Darstellung einen konkreten Zugang zur örtlichen Kunstgeschichte.
Für Ihre Reiseplanung können Sie Bariano somit über verschiedene Themen erschließen: sakrale Baugeschichte, Kunstwerke und historische Gebäude stehen neben dem Bezug zum Serio und einem Naturweg für Radfahrer und Fußgänger.
Weitere Reiseziele entdecken: Gazzaniga, Carvico, Bianzano, Rota D'imagna, Endine, Albino, Ponteranica, Dalmine
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.