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Monterosi: Vulkansee, Wege und Kulturerbe

Unterkünfte in Monterosi

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Monterosi verbindet einen vulkanischen See mit Wegen, Kirchen und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Wenn Sie ein Hotel in Monterosi suchen, können Sie zunächst überlegen, welche Themen Ihre Reise prägen sollen: Natur am Lago di Monterosi und Bewegung auf den Wegen stehen neben sakraler Kunst, historischen Bauwerken und Festterminen. Die unterschiedlichen Anknüpfungspunkte helfen, das Reiseziel nach den eigenen Interessen einzuordnen.

See und Wege rund um Monterosi

Der Lago di Monterosi ist einer der kleinsten vulkanischen Seen Italiens. Er ist kreisförmig, hat einen Durchmesser von etwas mehr als 600 Metern und einen Umfang von zwei Kilometern. Mehrere Arten von Zugvögeln nutzen den See als Rastplatz. Auch der Schutzgebietsbezug gehört zur örtlichen Einordnung: Monterosi zählt zu den Gemeinden des Parco di Bracciano.

Für eine Tour kommen Wege mit unterschiedlichen Zielen und Eigenschaften infrage. Der Sentiero CAI 177A ist von Monterosi über die Via Cimina oder von der Via Sutri Vecchia aus zugänglich. Er führt zum Laghetto di Monterosi und zur Fontana di Papa Leone und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden. Der Sentiero CAI 177B, Via Strada Cupa – Collegamento per Laghetto di Monterosi, ist dagegen ein kurzer unbefestigter Weg. Er verbindet die Route von Monterosi nach Trevignano, führt nicht durch das bebaute Zentrum von Monterosi und kann Teil eines Spaziergangs in einem Rundweg sein. Damit unterscheiden sich die Wege sowohl durch ihre genannten Zielpunkte als auch durch ihre Funktion als Verbindung.

Monterosi ist außerdem eine bedeutende Etappe der Via Francigena im Latium. Der See und die Routen sprechen damit verschiedene Interessen an: Der Lago steht für Landschaft und Vogelrast, während die benannten Wege konkrete Ziele oder eine Verbindung in Richtung Trevignano bieten.

Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte

Am Ufer des Lago di Monterosi, der früher Janula genannt wurde, trafen sich am 9. Juni 1155 Friedrich Barbarossa und Papst Hadrian IV. Die Ortsgeschichte reicht damit bis in eine Zeit zurück, die sich deutlich von den Bauphasen der Kirchen unterscheidet. Die Chiesa di San Giuseppe wurde 1797 von Francesco Bettini entworfen und erbaut; zu ihren architektonischen Merkmalen gehört eine achteckige Kuppel.

Die Pfarrkirche Santa Croce ist eine Barockkirche aus dem 16. Jahrhundert. An ihrer linken Seite befindet sich ein Glockengiebel. In der Kirche werden die Reliquien der Heiligen Vincenzo und Anastasio aufbewahrt, die Schutzpatrone von Monterosi; außerdem befindet sich dort das Trittico del Salvatore aus der Schule von Viterbo. Architektur, Verehrung der Schutzpatrone und ein Werk der Viterbeser Kunstschule geben hier unterschiedliche Einblicke in die religiöse und künstlerische Geschichte des Ortes.

Die Chiesa Madonna della Neve wurde 1474 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus errichtet, auf Veranlassung des Kardinals commendatario Berardo Eroli. Mit ihr verbunden ist auch ein Festtermin: Am 5. August, dem Fest der Madonna della Neve, wird das Holzbild der Madonna in einer Prozession getragen. Das Sacrario militare bildet einen weiteren historischen Bezugspunkt. Es wurde 1965 errichtet und bewahrt die Gebeine gefallener italienischer Soldaten auf.

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Beim Palazzo Del Drago-Altieri treffen Bau- und Kirchengeschichte aufeinander. Der Palazzo wurde von Alessandro Farnese (1520–1589) in Auftrag gegeben und errichtet, auf dem Gelände einer früheren Abtei, die vermutlich von Zisterziensermönchen erbaut worden war. Ippolito Aldobrandini residierte 1588 im Palazzo und wurde später Papst Clemens VIII. Davon getrennt zu betrachten sind die ehemaligen Stallungen des Palazzo Altieri: Sie wurden renoviert und beherbergen heute die Casa dell’Artista, einen Kulturverein zur Förderung und zum Schutz aller Kunstformen.

Ein weiteres kulturelles Objekt ist die große gehäkelte Wollkrippe von Monterosi. Sie umfasst acht Figuren, fünf Tiere und einen Weihnachtsbaum. Die Elemente sind zwischen 50 Zentimetern und 2,50 Metern hoch; die Ausstellung erstreckt sich über eine Fläche von 20 Quadratmetern.

Feste und lokale Spezialitäten

Die Festa dei Borghi findet in Monterosi seit mehreren Jahren in der zweiten Junihälfte statt. Auf der Hauptstraße wird dabei die Geschichte der Borghi vom 16. bis zum 19. Jahrhundert nachgestellt; dazu gehört ein traditioneller Umzug in historischen Kostümen. Die verschiedenen Borghi organisieren außerdem gastronomische Angebote, bei denen örtliche Spezialitäten verkostet werden können.

Weitere kulinarische Anlässe liegen zu anderen Jahreszeiten. Bei der im Januar stattfindenden Festa dei Patroni Vincenzo e Anastasio gibt es Pizzantiella, einen dicken, süßen oder herzhaft gefüllten Crêpe. Das Bighero Festival findet an einem Wochenende Ende Juli statt und bietet eine besondere hausgemachte Pastaart mit Tomatensoße. Zusammen mit der Prozession am 5. August und der Festa dei Borghi ergeben sich verschiedene Zeitfenster, die Sie bei einer Reise mit konkretem Festanlass berücksichtigen können. Prüfen Sie vor der Planung den jeweiligen Veranstaltungstermin.

Weitere Reiseziele entdecken: Castel Sant'Elia, Proceno, Fabrica, Pescia Romana, Vignanello, Caprarola, Sutri, Trevinano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viterbo.

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