Marta entdecken: Geschichte, See und Festtraditionen
Unterkünfte in Marta
Marta liegt am Lago di Bolsena. Mittelalterliche Bauwerke, der Blick auf die Inseln und lokale Festbräuche bieten verschiedene Schwerpunkte für Ihre Reiseplanung. Wenn Sie Ihre Reisedaten an einer Feier ausrichten möchten, prüfen Sie vorab das aktuelle Programm und die Verfügbarkeit Ihrer Unterkunft.
Rocca, Turm und Heiligtum
Im historischen Zentrum sind Reste der Rocca erhalten. Die Festung wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf Veranlassung von Papst Urban IV. errichtet. Zu den erhaltenen Resten gehört der 21 Meter hohe Torre dell’Orologio. Eine Aussichtsterrasse neben dem Turm bietet den Blick auf die Inseln Martana und Bisentina im Lago di Bolsena.
Auch das Santuario della Madonna del Monte hat eine eigene Baugeschichte: 1495 erhielt es eine neue Fassade, die auf älteren Ruinen errichtet wurde. Dies geschah unter den Söhnen Ranuccio Farneses, die zu Gouverneuren von Marta geworden waren. Die Rocca verweist auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, die Fassade des Heiligtums auf das Jahr 1495 – zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte im Ort.
Festtage und Prozession
Die Festa della Madonna del Monte, auch Festa delle Passate genannt, findet am 14. Mai statt. Ihre Prozession führt vom Ufer des Lago di Bolsena durch Marta zum Santuario della Madonna del Monte. Der genaue Ablauf der Feier kann sich ändern; prüfen Sie aktuelle Programmdaten, wenn Sie den Besuch darauf abstimmen möchten.
Zu den Festbräuchen gehören verschiedene Gruppen und Rituale. Die Casenghi kommen zu Pferd an und grüßen Maria bei ihrer Ankunft wiederholt mit „Evviva“. Bei der Prozession der Bifolchi führen zwei Ochsen den Zug an; dahinter folgen Esel und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte. Die Fischer sind die letzte Kategorie, die gegen 11:30 Uhr am Heiligtum eintrifft. Während der Passate bringen sie Seefische als Opfergaben zum Altar der Madonna.
Ein weiterer Festtermin liegt Anfang Juni: Die Sagra del Lattarino feiert den Lattarino und allgemein den Fisch aus dem See. Die genauen Festtermine können sich ändern. Der 14. Mai und der frühe Juni sind damit zwei verschiedene Zeitpunkte, die Sie bei der Reiseplanung berücksichtigen können.
Lokale Speisen und Cannaiola
Zur Festa wird eine traditionelle Ciambella aus Mehl, Wasser, Salz und Anis gereicht. Die Passanti erhalten sie nach drei Umrundungen innerhalb der Kirche. Die herzförmigen Cuori della Madonna SS. del Monte werden jedes Jahr anlässlich des Festes am 14. Mai hergestellt. Es gibt sie in einer süßen und einer herzhaften Variante, beide mit Anis.
Auch die Cannaiola gehört zur lokalen Festküche: Sie ist ein typischer Wein aus Marta. Zur Festa della Madonna del Monte bringt jede Gruppe mindestens eine Flasche mit; während des Festmahls wetteifern die Gruppen darum, die beste Cannaiola anzubieten. Beim Pesce a scottadito werden Hecht und Schleie in Stücke geteilt, mit Mehl bestäubt und in einer Mischung aus Samenöl und Olivenöl frittiert.
Eine weitere Zubereitungsweise betrifft die Ciambelle der Barabbata: Nach dem Aufgehen werden sie etwa 30 Minuten in kochendem Salzwasser vorgegart und anschließend im Ofen gebacken. Eine Kellerei in Marta bietet Führungen und Verkostungen nach vorheriger Reservierung an; für den Einkauf ist sie frei zugänglich. Bestätigen Sie die Reservierungsbedingungen vor Ihrem Besuch, da sie sich ändern können.
Anreise aus Rom
Von Rom aus führt die empfohlene Anreise über die Autobahn A1 bis zur Ausfahrt Orte und anschließend in Richtung Viterbo–Montefiascone nach Marta. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routenbedingungen.
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