Pavona entdecken
Unterkünfte in Pavona
Bei der Wahl eines Aufenthaltsorts kann Pavonas Ortsgeschichte ein ebenso konkreter Gesichtspunkt sein wie die praktische Anreise. Die Bezüge reichen von einem antiken See und einer latinischen Stadt bis zu mittelalterlichen Siedlungen; der Bauernmarkt und der Bahnhof ergänzen dieses Bild um andere Themen. So können Sie kulturelle Interessen und Reiseplanung getrennt abwägen.
Antike und mittelalterliche Ortsgeschichte
Die antiken Ursprünge Pavonas sind mit dem Lacus Turni verbunden, dem heutigen „laghetto“. Der See ist auch unter dem Namen Lacus Iuturnae bekannt. Im Gebiet von Pavona wurde der Lacus Turni 1611 von Papst Paul V. teilweise trockengelegt. Die Trockenlegung gehört damit zu einer späteren Zeitschicht als die antiken Ursprünge.
Ein weiterer antiker Bezug führt zum nahe gelegenen Monte Savello. Dort lag in archaischer Zeit die latinische Stadt Apiolae. Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. zerstörte der König von Rom, Tarquinius Priscus, die Stadt. Damit stehen der mit Pavonas Ursprüngen verbundene See und die Stadt auf Monte Savello für zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte.
Im Frühmittelalter entstand die Domusculta Sulpiciana an der Stelle, an der Apiolae gelegen hatte. Um das 13. Jahrhundert wurde die Domusculta zu einem Lehen der Savelli. Diese errichteten dort ihre Festung, die später in Rom als „Corte Savella“ bekannt war. Eine weitere bedeutende Domusculta im Gebiet von Pavona war S. Eufemia, später S. Fumia genannt.
Die Zeitfolge ist für die Einordnung hilfreich: Apiolae gehört in die archaische Zeit, Sulpiciana ins Frühmittelalter und die Festung der Savelli in die Zeit um das 13. Jahrhundert. Der Ortsbezug zwischen Apiolae und Sulpiciana ist dabei besonders konkret, weil die Domusculta am früheren Standort der Stadt entstand.
Villa Contarini in Pavona ergänzt die Ortsgeschichte um die Biografie eines einzelnen Gebäudes. Sie war ursprünglich ein Kloster und wurde später Eigentum der Gemeinde Albano Laziale. Anders als bei Apiolae und den Domuscultae stehen hier die frühere Nutzung und der spätere Eigentumsstatus im Vordergrund. So erhalten Sie einen weiteren, klar unterscheidbaren Zugang zur Geschichte des Ortes.
Markt und Anreise
Eine gegenwartsbezogene Ergänzung ist der Bauernmarkt Mercato Contadino dei Castelli Romani „ColtiVendo“ in Pavona. Er veranstaltet häufig Workshops zur Ernährungsbildung. Wenn Sie einen Workshop in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie vorab, welcher Termin für Ihre Reisedaten vorgesehen ist. Für Reisende mit Interesse an Ernährungsthemen eröffnet der Markt einen anderen Zugang als die Ortsgeschichte.
Der Bahnhof Pavona verfügt insgesamt über zwei Gleise für den Personenverkehr. Für Ihre konkrete Anreise prüfen Sie bitte den Fahrplan passend zu Ihrem Reisetag, denn Bahnangebote können sich ändern.
Weitere Reiseziele entdecken: Marina Di Cerveteri, Roccagiovine, Labico, Falcognana, Castelverde, Ciampino, Valmontone, Castagnola.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rom.