Marino
Unterkünfte in Marino
Marino zwischen Unterwelt und Stadtgeschichte
Wenn Sie Ihren Aufenthalt kulturell ausrichten möchten, bietet Marino verschiedene historische Anknüpfungspunkte: von einem weitläufigen Höhlennetz unter dem historischen Zentrum bis zu archäologischen Sammlungen, Kirchen und Orten der Wein- und Steingeschichte. Die Themen reichen von der Antike bis zu jüngeren Kapiteln der Ortsgeschichte und lassen sich einzeln erkunden.
Marino sotterranea und das Mitreo
Marino sotterranea besteht aus einem weitläufigen Netz teils miteinander verbundener Höhlen. Es liegt etwa 12 Meter unter dem Straßenniveau und erstreckt sich über Dutzende Kilometer unter dem historischen Zentrum. Diese unterirdische Dimension bildet einen eigenen Schwerpunkt neben den sichtbaren Bauwerken der Stadt. Der Zugang zu den Höhlen ist nur nach vorheriger Reservierung möglich. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen, klären Sie die Reservierung vorab.
Auch das Mitreo von Marino verbindet Ort und Geschichte auf besondere Weise: Es ist eines von nur drei Mithräen in Italien mit einer gemalten Szene des Mithras-Mysteriums. Das Gemälde entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. und zeigt Mithras beim Töten eines weißen Stiers. Ausgeführt wurde das Bild in Enkaustik direkt auf dem Signinputz der Zisterne. Motiv, Datierung und Maltechnik bieten verschiedene Ansatzpunkte, um sich mit dem antiken Kult und seiner Darstellung auseinanderzusetzen.
Museumssammlung und römische Spuren
Das Museo Civico Umberto Mastroianni befindet sich in der ehemaligen Kirche Santa Lucia. Diese wurde über einer römischen Zisterne errichtet, die auf das 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. datiert wird. In dem Museumsstandort treffen damit die Geschichte eines Kirchengebäudes und ein antikes Bauwerk unter seinen Mauern aufeinander. Die Sammlung umfasst klassische Statuen, Grabstelen, Sarkophage und Inschriften sowie ein Fragment einer Presbyteriumseinfriedung. Sie verbindet unterschiedliche Objektarten, statt sich auf ein einzelnes Werk oder eine Gattung zu beschränken.
Brunnen, Basilika und historisches Zentrum
Der Fontana dei Mori wurde 1632 in Auftrag gegeben, um den Sieg von Marcantonio II Colonna in der Schlacht von Lepanto zu feiern. Der Brunnen wurde zum Symbol von Marino und gibt einen konkreten Bezugspunkt für die Geschichte der Stadt. Die Basilika San Barnaba Apostolo wurde aus der Frömmigkeit der Familie Colonna errichtet und zählt zu den größten und bedeutendsten Kirchen ihrer Diözese. Die Via del Riccio führt durch das historische Zentrum von Marino und ergänzt einzelne kulturhistorische Themen um einen Weg durch diesen Stadtraum.
Weinbau und Peperino-Geschichte
Zum lokalen Wein-Erbe gehört das Museo del Vino, eine private Sammlung von Geräten der Weinbereitung und des Weinbaus, die für Marino und die Castelli Romani typisch sind. Die Geräte wurden bis vor wenigen Jahrzehnten verwendet. Damit richtet sich der Blick auf praktische Seiten der Weintradition: auf den Anbau und die Verarbeitung, die durch die gesammelten Werkzeuge sichtbar werden.
Eine andere Form der Ortsgeschichte erzählen die Cave di Peperino. Ihre Steinbrüche waren von der römischen Zeit bis 1960 in Betrieb. Dieser Zeitraum zeigt eine lange, zugleich klar abgegrenzte Phase der Peperino-Gewinnung. Zusammen mit den antiken Kunstwerken, den Sammlungen und den Bauwerken eröffnet sie einen weiteren Zugang zur Geschichte Marinos.
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