Castel Di Leva: Santuario del Divino Amore und Pilgerwege
Unterkünfte in Castel Di Leva
Das Santuario della Madonna del Divino Amore liegt in Castel di Leva zwischen der Via Ardeatina und der Via Appia Antica. In offener Landschaft steht es am Ort des antiken Castel di Leva. Für Pilger bietet das Heiligtum kostenlose Führungen auf einem Rundgang zu Geschichte, Kunst, Glaube und Kultur an.
Kirchen, Kunst und Geschichte
Das Antico Santuario del Divino Amore wurde 1744 nach einem Entwurf des neapolitanischen Architekten Filippo Raguzzini errichtet. Papst Johannes Paul II. konsekrierte das Nuovo Santuario am 4. Juli 1999. Die beiden Namen führen zu unterschiedlichen Stationen der Geschichte des Heiligtums: zur älteren Baugeschichte und zur späteren Kirche.
Das Kultbild ist ein Fresko, das wahrscheinlich gegen Ende des 14. Jahrhunderts entstand. Offenbar wird es der römischen Schule zugeschrieben; es ist von byzantinischer Kunst beeinflusst und steht in der von Pietro Cavallini geprägten Tradition. Das Fresko des Divino Amore wird heute im Santuario Antico aufbewahrt. Früher befand es sich auf der Torre del Primo Miracolo der antiken Festung von Castel di Leva.
Mit der Torre del Primo Miracolo ist die Überlieferung des ersten Wunders von 1740 verbunden: Ein Pilger, den wilde Hunde angriffen, überlebte, nachdem er die Madonna angerufen hatte. Neben dem Santuario Antico zeigt die sala ex voto Tausende von Votivgaben und weitere religiöse Gegenstände. Die Sammlung macht die religiöse Ausdrucksform der Votivgaben an diesem Ort anschaulich, ohne dass jede Gabe dieselbe Geschichte erzählen muss.
Die Cripta del Santuario del Divino Amore befindet sich in der Zisterne der mittelalterlichen Burg. Don Umberto Terenzi wandelte sie 1947 in eine Kirche um. In der Apsis ist ein Mosaik des Guten Hirten zu sehen. Die frühere Funktion als Zisterne und die spätere Umwandlung geben der Cripta eine eigene historische Schichtung innerhalb des Heiligtums.
Andachtsorte und Wege
Die Via Matris beginnt an der Torre del Primo Miracolo. Auf ihr beten Pilger und erinnern an Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria; sie umfasst sieben schmerzhafte Stationen. Auch die Chiesa a cielo aperto liegt auf dem Hügel, 100 Meter vor der Torre. Sie ist seit dem 25. September 2004 dem ersten Märtyrer Roms, dem seligen Zeffirino, gewidmet.
In der Umgebung des Heiligtums liegen zwei natürliche Tuffsteinhöhlen. Die Grotta di Lourdes befindet sich wenige Meter von der Torre del Primo Miracolo entfernt und wurde 1958 als Andachtsstätte hergerichtet. Die Grotta di Elia liegt nahe dem Fuß des Hügels gegenüber dem Nuovo Santuario. Nach dem Stand vom 31. August 2026 ist sie wegen Sanierungsarbeiten infolge eines Erdrutschs am darüberliegenden Hang für die Öffentlichkeit geschlossen. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Zugang.
Die nächtliche Wallfahrt beginnt um Mitternacht an der Piazza di Porta Capena. Sie ist 14 Kilometer lang und findet jeden Samstag ab dem ersten Samstag nach Ostern statt. Der Weg führt von Porta Capena über die Via Appia Antica bis zum Quo Vadis und anschließend über die Via Ardeatina zum Heiligtum. Die saisonalen Termine sollten Sie vor der Anreise prüfen.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Wegbeschreibungen aus dem Jahr 2024 nennen zwei öffentliche Anreisevarianten ab dem Bahnhof Roma Termini. Eine führt mit der Metrolinie B bis Laurentina und anschließend mit dem Bus 702 in Richtung Ardeatina-Castel di Leva bis zur Haltestelle Santuario Divino Amore. Die Alternative führt mit der Metrolinie A bis San Giovanni und dann mit dem Bus 218 in Richtung Ardeatina-Scuola Padre Formato bis zur Haltestelle Santuario Divino Amore. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob Linien und Haltestellen für Ihre Reise weiterhin passen.
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