Baccano: Römische Geschichte und Wege
Unterkünfte in Baccano
Baccano verbindet archäologische Zeugnisse mit der Landschaftsgeschichte des Valle di Baccano. Zur Orientierung gehören die kaiserzeitliche Mansio Ad Vacanas, Spuren der Besiedlung am früheren See und unterschiedliche Wegebezüge. Sie können das Gebiet deshalb über mehrere eigenständige Themen betrachten: die Entstehung und Veränderung der Landschaft, archäologische Funde sowie historische und heute begehbare Routen.
Landschaft und Geschichte des Valle di Baccano
Das Valle di Baccano liegt in einem erloschenen Krater in der Region der Monti Sabatini. Die Ufer des ehemaligen Sees waren bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Später entwässerten die Römer den See durch einen Einschnitt zwischen Monte Razzano und Monte Lupoli. Als wichtigstes Gewässermerkmal des Valle di Baccano gilt das Fosso Maestro Curzio. Für die Einordnung der Landschaft sind damit mehrere Ebenen zu unterscheiden: die geologische Form, die frühe Besiedlung am Seeufer und der römische Eingriff in den Wasserhaushalt.
Archäologische Zeugnisse in Baccano
Die Mansio Ad Vacanas ist eine Stätte aus der Kaiserzeit. Entdeckt wurde sie 1979 während der Verbreiterung der Via Cassia bei Kilometer 31. Das Fundjahr bezeichnet den Zeitpunkt der Entdeckung, nicht die Entstehungszeit der Stätte. Das Museo Archeologico del Pellegrino bietet eine ausführliche Darstellung der erhaltenen Überreste aus Baccano. Im Museum wird auch ein schwarz-weißes Mosaik mit fantasievollen Fischdarstellungen gezeigt, das aus der Thermalanlage der Mansio Ad Vacanas stammt. In Baccano befinden sich außerdem die imposanten Überreste der Granai Chigi. Zusammen zeigen diese Beispiele unterschiedliche Seiten des lokalen Kulturerbes: eine kaiserzeitliche Stätte, präsentierte Fundstücke und erhaltene bauliche Reste.
Via Amerina und befahrbare Route
Bei Baccano zweigte die Via Amerina von der Via Cassia in Richtung Ameria ab; der antike Name bezeichnet das heutige Amelia in Umbrien. Auf der ursprünglichen Trasse ist die Via Amerina vom Valle di Baccano bis Amelia heute größtenteils begehbar. Wenn Sie diesen Weg einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch den Zugang und die Wegbedingungen. Ein Itinerario beginnt ebenfalls im Valle di Baccano, ist jedoch als befahrbare Route über Provinz- und Gemeindestraßen beschrieben. Es führt durch eine landschaftlich wertvolle Gegend mit geologischen Aufschlüssen, die mit der Tätigkeit des Vulkans Sabatino verbunden sind. Die beiden Routenbezüge unterscheiden sich damit sowohl durch die beschriebene Fortbewegungsart als auch durch ihren Schwerpunkt: die ursprüngliche Trasse der Via Amerina und eine Straßenroute durch eine Gegend mit geologischen Aufschlüssen.
Ein etruskischer Straßeneinschnitt
In der Nähe des Valle di Baccano befindet sich außerdem ein imposanter etruskischer Straßeneinschnitt, der das Tal mit dem Laghetto di Martignano verbindet. Der Begriff bezeichnet eine in das Gelände eingeschnittene Wegführung; hier gehört die Verbindung zwischen Valle di Baccano und Laghetto di Martignano ausdrücklich dazu. Dieser Bezug ergänzt die römische Geschichte der Via Amerina um ein eigenständiges Zeugnis etruskischer Wegegeschichte. Wenn Sie Baccano als Reiseziel erwägen, bieten diese unterschiedlichen historischen und landschaftlichen Themen eine konkrete Orientierung für Ihren Schwerpunkt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Campagnano Di Roma.