Zum Inhalt

Poggio Sommavilla: Archäologie und Funde

Unterkünfte in Poggio Sommavilla

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Poggio Sommavilla erschließt sich archäologisch über einen Fundort, konkrete Grabungsbefunde und Sammlungen an zwei Museumsstandorten. An der Nekropole selbst sind keine sichtbaren Überreste zu erkennen. Wer dort bauliche Reste erwartet, sollte diese Erwartung also nicht an den Besuch vor Ort knüpfen: Die Funde und ihre Einordnung bilden einen anderen Zugang zur Geschichte des Ortes. Für die Orientierung lohnt es sich, Fundkontext, Objekt und Museumsdarstellung auseinanderzuhalten.

Die Fiaschetta: ein Fund mit Inschrift

Die Fiaschetta ist ein Amulettanhänger aus brauner Keramik mit einer Inschrift aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. 1895 wurde sie als Teil der Grabbeigaben von Grab III in der Nekropole des archaischen Zentrums von Poggio Sommavilla gefunden. Die Inschrift gilt als das älteste Beispiel sabinischer Schrift. An diesem Stück treffen ein genau benannter Fundzusammenhang und eine sprachgeschichtliche Einordnung aufeinander: Der Gegenstand ist durch Material und Form ebenso gekennzeichnet wie durch den Ort und die Zeit seiner Entdeckung. Dabei beschreiben die Datierung der Inschrift und das Fundjahr 1895 unterschiedliche Ebenen: Die erste verweist auf die Antike, die zweite auf die spätere Entdeckung des Grabes.

Grabungen und zeitliche Einordnung

Die archäologischen Funde aus Poggio Sommavilla reichen von der Vorgeschichte bis in die Spätantike. Auch die Grabungsangaben beziehen sich auf unterschiedliche Zeitabschnitte: Im 19. Jahrhundert wurden etwa zehn Gräber entdeckt; bei einer zwischen 1983 und 1986 durchgeführten Kampagne wurden weitere 48 Gräber geborgen. Die erste Zahl bleibt ausdrücklich ungefähr, während die zweite den Fundumfang dieser späteren Kampagne benennt. Einige der Gräber weisen etruskische Einflüsse auf. Damit stehen eine weite chronologische Perspektive und ein engerer Akzent auf einzelne Grabfunde nebeneinander. Die Angaben zu den Grabungen sind also nicht mit einer einzigen Untersuchung oder einem einzigen Zeitraum gleichzusetzen.

Funde in Magliano Sabina und Rieti

Funde aus Poggio Sommavilla werden in den städtischen Museen von Magliano Sabina und Rieti ausgestellt. Das Museo Civico Archeologico di Magliano Sabina befindet sich im Palazzo Gori, Via Sabina 19. Ein Teil seines zweiten Obergeschosses ist Funden aus dem archäologischen Gebiet von Poggio Sommavilla gewidmet. Im Museo Civico Rieti veranschaulichen Funde aus der Nekropole in Saal 12 den Zeitraum von der archaischen Epoche bis an die Schwelle der Romanisierung. Zum Museo Civico Rieti gehört außerdem ein attischer Kylix aus Poggio Sommavilla.

Anzeige

Die beiden Museen setzen unterschiedliche Akzente: In Magliano Sabina stehen Funde aus dem archäologischen Gebiet im Mittelpunkt; in Rieti wird die Nekropole mit einer konkreten historischen Spanne verbunden. Wenn Sie sich für die zeitliche Einordnung interessieren, bietet Saal 12 diesen breiteren Blick vom archaischen Zeitraum bis zur Schwelle der Romanisierung. Die Fiaschetta wiederum verbindet einen einzelnen Gegenstand mit einem genau benannten Grabkontext und einer Inschrift. So lässt sich das Thema über unterschiedliche Maßstäbe betrachten, ohne die Funde aus beiden Museen zu einem einzigen Bestand zusammenzufassen.

Bahninformation für Ihre Planung

Der Bahnhof Collevecchio-Poggio Sommavilla liegt an der Bahnstrecke Fiumicino–Orte. Wenn Sie Zugverbindungen in Ihre Reiseplanung einbeziehen, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten.

Weitere Reiseziele entdecken: Cantalupo In Sabina, Cottanello, Monte San Giovanni In Sabina, Greccio, Contigliano, Castelnuovo Di Farfa, Montenero Sabino, Casali.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rieti.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.