Monte San Giovanni Campano entdecken
Unterkünfte in Monte San Giovanni Campano
Monte San Giovanni Campano liegt auf den Monti Ernici; der felsige Hügel kulminiert im Castello Ducale. Schloss und Höhenlage geben der Geschichte des Ortes einen klaren Bezugspunkt. Daneben stehen Kirchen mit unterschiedlichen Bau- und Kunstbezügen, Erinnerungsorte sowie Wasserläufe und Pilgerwege. Für die Planung lässt sich der Aufenthalt deshalb nach Interessen gliedern: Sie können die Epochen der Burg- und Kirchengeschichte in den Mittelpunkt stellen oder sich stärker an den Landschafts- und Routenbezügen orientieren. So wird aus den einzelnen Themen ein persönlicher Schwerpunkt für die Reise.
Castello Ducale und Thomas von Aquin
Das Castello Ducale stammt aus dem späten 10. Jahrhundert. Zu seinen architektonischen Merkmalen gehören ein fünfeckiger Turm und ein viereckiger Turm namens Torre Maschia. Die unterschiedlichen Formen bieten einen Zugang zur Baugestalt der Burg. Das Schloss ist außerdem mit einer Episode aus dem Leben des heiligen Thomas von Aquin verbunden: Von 1244 bis 1245 war er in einer Zelle des Schlosses eingesperrt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde dieses Gefängnis in eine Kapelle umgewandelt. Damit liegen der Ursprung der Burg, die Gefangenschaft im 13. Jahrhundert und die spätere Umwandlung in unterschiedliche historische Zeitabschnitte. Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier einen konkreten Zusammenhang zwischen Bauwerk und religiöser Überlieferung.
Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte
Santa Maria della Valle wurde im 16. Jahrhundert errichtet und auf Wunsch von Papst Clemens XIV. zu einer bedeutenden Stiftskirche erhoben. Die Kirche beherbergt ein Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert von Cavalier d'Arpino; die Tür schuf der Bildhauer Tommaso Gismondi im Jahr 1974. Bauwerk, Gemälde und Tür verweisen damit auf unterschiedliche Zeiten sowie auf Architektur, Malerei und Bildhauerei. San Pietro de Arenula rückt ein früheres kirchengeschichtliches Ereignis in den Mittelpunkt: Am 20. Juli 1028 war die Kirche Treffpunkt für die Gründung einer Kongregation von Kanonikern. Ihr Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes und bildet einen ungewöhnlichen achteckigen Baugrundriss. Die beiden Kirchen bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: hier Kunst und Stiftskirche, dort ein historisches Gründungsereignis und eine besondere Grundrissform.
In der Casina Valentini fanden 29 Garibaldini Zuflucht – ein weiterer historischer Bezug neben Burg- und Kirchengeschichte.
Wasserlandschaft und Pilgerwege
Die Canale-Brunnenanlage besitzt drei große Bögen und drei Ausläufe. Sie setzt einen baulichen Akzent, während der Bach Riuccio einen natürlichen Verlauf beschreibt: Er fließt von der Quelle Mendrella bis zum Fluss Amaseno. Auch eine alte Wassermühle ist mit den Wasserläufen verbunden; bei Pozzillo stürzt ein kleiner Wasserfall in den Amaseno. So eröffnet die Wasserlandschaft verschiedene Zugänge, von der gestalteten Brunnenanlage bis zum Lauf eines Baches.
Monte San Giovanni Campano liegt an der Via Francigena del Sud und zählt zugleich zu den Gemeinden im Latium, durch die der Cammino di San Benedetto führt. Die beiden Angaben benennen unterschiedliche Routenbezüge: die Lage an der Via Francigena und den Verlauf des Cammino durch die Gemeinde. Für Pilgerinteressierte lassen sich so zwei konkrete Wegnamen in die Reiseplanung einbeziehen.
Anreise mit dem Auto
Mit dem Auto aus Richtung Rom oder Neapel führt die Anreise über die A1, die Ausfahrt Ferentino und die Schnellstraße Ferentino–Sora. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Straßenbedingungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Alatri, Fiuggi, Serrone, San Giorgio A Liri, Collepardo, Foresta, Cervaro, Montattico
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frosinone.