Novi Velia: Pilgertradition und Berglandschaft
Unterkünfte in Novi Velia
Bei der Suche nach einem Hotel in Novi Velia hilft es, zunächst den Schwerpunkt Ihrer Reise zu bestimmen: Interessieren Sie sich vor allem für sakrale Baugeschichte und Pilgertraditionen, oder möchten Sie die landschaftlichen und kulturellen Themen des Ortes kennenlernen? Sie reichen von einer Kirche mit historischer Doppelfunktion über eine Prozessionstradition bis zu Waldwegen und einem Heiligtum auf einem Berggipfel.
Kirche und Kunst
Die Chiesa Santa Maria Dei Longobardi wurde von den Langobarden zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert erbaut. Sie entstand außerhalb der Stadtmauer und diente zugleich als Gotteshaus und als Festung zur Verteidigung des unteren Ortsteils. Damit verbindet sich in diesem Bau religiöse Nutzung mit einer ausdrücklich genannten Schutzfunktion.
Hinter dem Hauptaltar befindet sich ein neunteiliges Polyptychon von Giovanni Filippo Criscuolo. Ein Polyptychon ist ein aus mehreren Bildtafeln zusammengesetztes Werk; die Bezeichnung „neunteilig“ benennt hier die Zahl seiner Teile. Künstlername, Aufbau und genauer Standort geben Kunstinteressierten konkrete Anhaltspunkte für die Beschäftigung mit der Kirche.
Pilgertradition und Musikgeschichte
La cénta ist eine Gabe, die im Namen einer Pilgergruppe von einem unverheirateten Mädchen zum Heiligtum getragen wird. Sie wird am Anfang und am Ende der Prozessionen getragen, außerdem beim Betreten und Verlassen der Pfarrkirche. Für das Verständnis dieser Tradition sind somit sowohl die Rolle der Trägerin als auch die Momente wichtig, in denen die Gabe Teil der religiösen Handlung ist.
Das Festival degli Antichi Suoni entstand als kulturelle Veranstaltung aus einer alten Tradition, die das Leben in Novi Velia über Jahrhunderte prägte. Es greift historische Zusammenkünfte von Pilgergruppen auf, die aus dem gesamten Cilento und den angrenzenden Gebieten zum Santuario del Sacro Monte di Novi Velia aufstiegen. Auf dem Weg und während der Pausen begleiteten Musik, Gesang und volkstümliche Instrumente die Pilgerfahrt. Anders als bei der cénta, deren Rolle an bestimmte Momente einer Prozession gebunden ist, steht hier die musikalische Begleitung der Pilgergruppen im Mittelpunkt.
Waldwege und Berglandschaft
Der Sentiero del Pellegrino führt durch Kastanien- und Buchenwälder. Auf ihm wechseln sich alte steinerne Saumpfade und unbefestigte Abschnitte ab. So lassen sich die Route und ihre Umgebung anhand zweier konkreter Merkmale einordnen: der Waldtypen entlang des Weges und des wechselnden Untergrunds.
Das Heiligtum auf dem Monte Gelbison
Das Santuario della Madonna di Novi Velia liegt auf dem Gipfel des Monte Sacro, auch Monte Gelbison genannt, auf 1.705 Metern über dem Meeresspiegel. Der Monte Gelbison beherrscht das Tal von Novi Velia und den Golf von Policastro. Die Ursprünge des Heiligtums scheinen ins 10. Jahrhundert zurückzureichen und auf griechische Basilianermönche zurückzugehen, die sich zur eremitischen Kontemplation in den Höhlen des Berges aufhielten.
Der Gipfelstandort ist zu Fuß über jahrhundertealte Pilgerwege oder über die von Novi Velia heraufführende Fahrstraße erreichbar. Wenn Sie die Fahrt planen, prüfen Sie die Straßenbedingungen vorab.
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