Procida: Geschichte, Natur und Inselküche
Unterkünfte in Procida
Procida verbindet unterschiedliche Reisemotive: historische Orte, Küstenlandschaft, geschützte Natur und maritime Tradition. Terra Murata eröffnet einen Blick auf die Geschichte und den Golf von Neapel; Marina Corricella verbindet Fischerdorf-Charakter mit einer besonderen Architektur, während Vivara für Natur- und Vogelthemen steht. Wenn Sie Ihre Reise planen, können Sie diese Schwerpunkte danach unterscheiden, ob Sie sich vor allem für Inselgeschichte, Landschaft oder die lokale Küche interessieren.
Terra Murata, Abtei und Inselgeschichte
Terra Murata liegt auf dem höchsten Punkt von Procida und bietet Panoramaausblicke über den Golf von Neapel. Zur Ortsgeschichte gehört die Befestigung von 1563: „la Terra“ wurde mit Verteidigungsmauern und Wachtürmen ausgestattet und anschließend Terra Murata genannt. Der Blick über den Golf ergänzt die historische Perspektive auf die Befestigungsanlagen um eine landschaftliche.
Eine eigene historische Zeitlinie hat die Abbazia di San Michele Arcangelo: Sie wurde 1026 als Benediktinerkloster gegründet. Ihre Kirche wurde später, vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts, San Michele Arcangelo gewidmet, dem Schutzpatron von Procida. Gründung und Kirchweihe gehören damit zu unterschiedlichen Epochen. Auch zur Orientierung am Bau gibt es ein konkretes Detail: Die Abtei hat zwei Eingänge; der Haupteingang heißt Porta del Carmine.
Die Museen ergänzen diese Themen um Archäologie und Seefahrt. Die dem Sebastiano Tusa gewidmete Ausstellung des Museo Civico di Procida umfasst eine Auswahl repräsentativer archäologischer Funde aus Vivara. Das Museo del Mare di Procida wurde 1996 geschaffen, um die jahrhundertealten Seefahrtstraditionen der Insel zu fördern. So stehen bei den beiden Häusern unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund: archäologische Funde aus Vivara und das maritime Erbe Procidas.
Vivara und die Küstenlandschaft
Mehr als 95 Prozent der Oberfläche von Vivara sind von natürlicher Vegetation bedeckt. Zugleich spielt die Insel auf den Zugrouten zwischen Europa und Afrika eine wichtige Rolle als Rast- und Nahrungsplatz für Vögel. Der hohe Anteil natürlicher Vegetation und die Bedeutung für den Vogelzug zeigen zwei verschiedene Seiten dieses Naturraums.
Die Riserva Naturale Statale Isola di Vivara wurde am 28. August 2026 für die Öffentlichkeit wiedereröffnet. Der Zugang ist ausschließlich nach vorheriger Online-Reservierung möglich. Wenn Sie einen Besuch erwägen, planen Sie diese Reservierung vorab ein und prüfen Sie die Buchungsmöglichkeiten.
An der Ost- und Westküste von Procida liegen lange Strände zwischen Klippen und aussichtsreichen Landvorsprüngen. Dort sind Spaziergänge in der Natur hoch über dem Meer möglich. Für Marina Corricella sind zwei Zugangsformen genannt: über das Meer oder über vier Treppenwege. Die Treppenwege machen deutlich, dass der Zugang zu Corricella nicht auf die Anreise über das Meer beschränkt ist.
Marina Corricella und Procidas Küche
Marina Corricella ist das älteste Fischerdorf von Procida. Seine heutige Form entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert als Beispiel spontaner Architektur. Zusammen geben Alter und Architektur dem Ort eine andere kulturelle Perspektive als die Befestigungsgeschichte von Terra Murata. Cala Pozzo Vecchio ist außerdem unter dem Namen „Spiaggia del Postino“ bekannt.
Auch lokale Spezialitäten tragen zur Inselkultur bei. Die als „limoni pane“ bezeichneten Zitronen von Procida werden für Saft, in Scheiben und im klassischen Salat verwendet. Zitrone prägt auch die Creme des charakteristischen Inseldesserts Lingua di pasta sfoglia: Sie wird damit aromatisiert. Beim Blick auf die Küche zeigt sich so eine Verbindung zwischen der Verwendung der Zitronen in unterschiedlichen Speisen und ihrer Rolle in einem typischen Dessert.
Weitere Reiseziele entdecken: Schiazzano, Termini-Massa Lubrense, Palma Campania, Capri, Calvizzano, Sant'Anastasia, Quarto, San Vitaliano.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neapel.