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Seminara entdecken: Keramik, Kirchenkunst und Augusttradition

Unterkünfte in Seminara

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Seminara verbindet eine ausgeprägte Keramiktradition mit religiöser Kunst und einer Wallfahrt, die seit fast einem Jahrtausend zur Madonna dei Poveri führt. Diese Themen geben Ihrem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können sich mit den örtlichen Keramikformen beschäftigen, historische Kunstwerke kennenlernen oder Ihre Reise auf das Augustfest ausrichten. Wenn Sie ein Hotel für Seminara suchen, lohnt es sich deshalb, die Reisezeit auch danach zu wählen, was Sie vor Ort erleben möchten.

Keramiktradition und Werkstätten

In Seminara formen die als „maestri pignatari“ bezeichneten Keramikmeister Ton weiterhin nach einer alten Tradition. Zu den Erzeugnissen gehören Masken, Flaschen, anthropomorphe Gefäße, Amphoren, Gebrauchsgegenstände und Vasen. In den Handwerkswerkstätten führen die als „pignatàri“ bezeichneten Meister Besucher in die farbenfrohen Keramikerzeugnisse ein. So lässt sich die Keramik nicht nur über ihre vielfältigen Formen betrachten, sondern auch im Zusammenhang mit dem Handwerk, aus dem sie hervorgeht.

Das Museo delle Ceramiche di Calabria wurde 2011 in einer Partnerschaft zwischen der Gemeinde Seminara und dem Centro Studi Esperide gegründet. Zu den alten Handwerkswerkstätten gehören außerdem Werkzeuge, die früher für die Herstellung der Keramikerzeugnisse verwendet wurden. Zusammen zeigen diese unterschiedlichen Aspekte die lange handwerkliche Prägung des Ortes und ihre fortgesetzte Bedeutung.

Kirchen, Kunstwerke und historische Spuren

Die Basilica Santuario della Madonna dei Poveri bewahrt eine Holzstatue der Madonna dei Poveri aus dem 12. Jahrhundert. Hinzu kommen Marmorstatuen der Heiligen Petrus und Paulus aus dem 16. Jahrhundert, die der Gagini-Schule angehören. Zwei Ausstellungsbereiche tragen die Namen Tesoro della Basilica und Sala delle Reliquie. Damit stehen in der Basilica sowohl die Marienverehrung als auch unterschiedliche Formen religiöser Kunst im Mittelpunkt.

In der ländlichen Chiesetta di Sant’Antonio dei Pignatari, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts wiederaufgebaut wurde, fallen mehrere Kunsthandwerke zusammen: An der Fassade befinden sich ein steinernes Hochrelief des segnenden Gottvaters aus dem 15. Jahrhundert und Vasen aus Seminara-Keramik. In der ländlichen Chiesetta di Sant’Antonio dei Pignatari, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts wiederaufgebaut wurde, fallen mehrere Kunsthandwerke zusammen: An der Fassade befinden sich ein steinernes Hochrelief des segnenden Gottvaters aus dem 15. Jahrhundert und Vasen aus Seminara-Keramik. In der Kirche steht außerdem die Marmorstatue Madonna dei Miracoli aus dem 16. Jahrhundert, die Giovan Battista Mazzolo zugeschrieben wird. Die Chiesa di San Marco bewahrt eine Marmormadonna degli Angeli, die Antonello Gagini zugeschrieben wird. Die Chiesa di San Marco bewahrt eine Marmormadonna degli Angeli, die Antonello Gagini zugeschrieben wird.

Weitere historische Bezüge ergänzen das Ortsbild. Die Überreste des Castello Mezzatesta gelten als antiker Palast aus dem 17. Jahrhundert. In Seminara befinden sich außerdem vier Basreliefs, die wahrscheinlich auf die Zeit von 1550 bis 1560 datiert werden. Das imperiale Kloster Sant’Elia di Enna e di San Filarete L’Ortolano wurde um 884 gegründet. Im Monastero Bizantino dei Santi Elia e Filarete feiern Mönche Gottesdienste nach orthodoxem Ritus.

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Wallfahrt und Augustfest

Die Festa della Madonna dei Poveri findet jedes Jahr am 14. August statt und zieht Gläubige nach Seminara. Zu den Festtraditionen gehört La danza dei Giganti, die vom 10. bis 15. August stattfindet. Dabei tragen Männer zwei etwa drei Meter hohe Figuren aus Pappmaché durch die Straßen und bewegen sie zum Klang von Trommeln. Das Fest verbindet so die Verehrung der Madonna mit einer öffentlichen Tradition, deren Figuren und Musik eigene Aufmerksamkeit verdienen. Wenn Sie Ihre Reise auf diese Augusttermine ausrichten, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine vor der Buchung.

Örtliche Spezialitäten und Anreise

Die Sagra dell’olio umfasst Verkostungen von Zeppole, Peperonata, Pasta struncatura und geröstetem Brot. Eine zentrale Zutat ist das in Seminara erzeugte Olivenöl. Die genannten Speisen geben einen weiteren Einblick in die örtliche Tradition; konkrete Veranstaltungstermine sind damit nicht verbunden.

Mit dem Auto erreichen Sie Seminara über die A3 Salerno–Reggio Calabria: Nehmen Sie die Ausfahrt bei Palmi und fahren Sie anschließend über die Provinzstraße Palmi–Seminara weiter. Für die Anreise mit dem Zug empfiehlt sich ein Zug mit Ziel oder Halt in Palmi; vom Bahnhof aus können Busse und Shuttle-Dienste genutzt werden. Prüfen Sie die Verbindungen vor der Reise, da sich öffentliche Verkehrsanbindungen ändern können. Im näheren Umfeld von Seminara liegt die Area Archeologica di Barritteri, ein Ziel für Trekking und Spaziergänge.

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