Scilla: Festung, Kirchen und Meer
Unterkünfte in Scilla
Scilla bietet unterschiedliche Perspektiven auf Kultur und Landschaft. Wenn Sie ein Hotel in Scilla suchen, kann es bei der Orientierung helfen, Ihre Interessen zu ordnen: Bau- und Kirchengeschichte, Wege zu den Grotten oder das Meer und seine maritime Kultur. Die benannten Orte setzen verschiedene Schwerpunkte – von einer alten Festung über religiöse Architektur bis zu fossilen Spuren und Unterwasserlandschaften.
Festung, Wege und Grotten
Auf dem dem Meeresgebiet zugewandten Vorgebirge von Scilla am Stretto di Messina liegt das Castello Ruffo, auch Castello Ruffo di Calabria genannt. Die alte Festung hat einen unregelmäßigen Grundriss mit Wehrmauern, Türmen und Schießscharten. Von Chianalea führen Gassen und grüne Wege hinauf zu dem Felsen, auf dem das Castello errichtet wurde. Festungsbau und Weg verbinden so ein konkretes historisches Bauwerk mit einem Spaziergang durch das Viertel.
Eine andere Ausrichtung haben die Grotte di Tremusa. Zu ihnen führen Naturlehrpfade, die in Scilla, Favazzina und Melia beginnen. In den Decken der Grotten sind weiterhin fossile Muscheln sichtbar; von dort bieten sich Ausblicke auf den Stretto di Messina und die Costa Viola. Damit unterscheiden sich die beiden Ziele deutlich: Beim Castello stehen Festungsarchitektur und der Weg von Chianalea zum Felsen im Mittelpunkt, bei den Grotten Naturlehrpfade, geologische Spuren und Ausblicke.
Kirchen und religiöse Geschichte
Die Chiesa dello Spirito Santo liegt im Viertel Marina Grande und zählt zu den herausragenden Beispielen religiöser Architektur im Raum Reggio Calabria. Die Bruderschaft des Heiligen Geistes, der die Kirche gewidmet ist, wurde 1778 in ihren Räumlichkeiten gegründet. Bauwerk und Gründungsgeschichte bieten damit zwei miteinander verbundene Anknüpfungspunkte, wenn Sie Scillas religiöses Erbe erkunden möchten.
Auch die Chiesa Matrice lässt sich anhand konkreter Kunst- und Architekturdetails einordnen. Am Pronaos bewahrt sie ein Marmorkolonnadenwerk mit sechs ionischen Säulen. In der Kirche befindet sich außerdem eine Marmorskulptur des Apostels Petrus, die der Schule Berninis zugeschrieben wird. Im Vergleich zur Chiesa dello Spirito Santo stehen hier Säulenwerk und Skulptur im Vordergrund, während bei der anderen Kirche die Geschichte der Bruderschaft besonders hervortritt.
Die Kirche San Rocco ist Ziel fortlaufender Wallfahrten und wird von freiwilligen Helfern ganzjährig geöffnet gehalten. Zum Festablauf gehört die Rückkehr der Statue San Roccheddu in die Hauptkirche am Sonntagabend; dabei erhellen Feuerwerke den Stretto di Messina. So treffen bei San Rocco ein ganzjähriges Merkmal des Kirchenlebens und ein besonderer festlicher Moment aufeinander.
Meer, Tauchen und maritime Tradition
Punta Pacì eignet sich zum Tauchen. Dort gibt es klares Wasser und tiefe, artenreiche Meeresböden mit vielfältiger Flora und Fauna. Die Bedingungen können saisonal variieren. Chianalea ergänzt diesen Bezug zum Meer durch Fischerei und Küche: Zum traditionellen Schwertfischfang gehören dort Passerelle-Boote, und die Küche pflegt eine seit Jahrhunderten überlieferte maritime gastronomische Tradition. Punta Pacì steht damit für Unterwasserlandschaft und Tauchen, Chianalea für Fischereitradition und Kulinarik.
Für die räumliche Orientierung bei der Anreise ist auch Marina Grande ein konkreter Bezugspunkt: Dort befindet sich der Bahnhof Scilla der Ferrovie dello Stato. Im selben Viertel liegt die Chiesa dello Spirito Santo. Damit lassen sich Bahnhof und ein wichtiger Ort religiöser Architektur demselben Viertelnamen zuordnen, während Festung, Grotten und maritime Themen weitere Seiten Scillas erschließen.
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