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Francavilla Marittima: Archäologie und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Francavilla Marittima

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Francavilla Marittima eignet sich für eine Reise, bei der archäologische Zeugnisse und Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen. Der Archäologische Park Timpone della Motta und Macchiabate führt in die frühe Besiedlung und die Kultstätten der Gegend; im historischen Zentrum ergänzen ein archäologisches Museum, die Fontana Vecchia und historische Kirchen das Bild. Die Zeugnisse reichen von Siedlungsspuren der Bronzezeit über Gräber und Heiligtum bis zu Bauwerken des 19. Jahrhunderts.

Hügellage und Landschaft

Der Archäologische Park Timpone della Motta und Macchiabate liegt auf den ersten Hügelhängen, die die Ebene von Sibari säumen, am Fuß des Massiccio del Dolcedorme in der Pollino-Kette. Südlich des Timpone della Motta liegt das Flussbett des Raganello; der Fluss durchquert die Ebene und mündet schließlich in das Ionische Meer. Auch die erhöhte Lage der antiken Siedlung auf dem Timpone della Motta war bedeutsam: Sie bot einen Aussichtspunkt zur Kontrolle des Gebiets und der Verkehrswege.

Heiligtum, Nekropole und Funde

Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Timpone della Motta reichen bis in die mittlere Bronzezeit zurück. Auf dem Gipfel des Hügels befand sich in der Kolonialzeit ein Heiligtum mit einem der Göttin Athene geweihten Tempel. Das Heiligtum gehörte zu den bedeutendsten Kultstätten der Chora von Sybaris. Einige Wissenschaftler sehen im Timpone della Motta außerdem einen möglichen Ort des antiken Lagaria; diese Identifizierung bleibt eine wissenschaftliche Vermutung.

Die Nekropole von Macchiabate ist von der Siedlung aus deutlich sichtbar. Der Bach Carnevale trennt beide Bereiche. Die Bestattungen in der Nekropole stammen aus der frühen Eisenzeit bis zum Ende des 7. und dem Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr. Zur ältesten Phase gehört die Grabgruppe Cerchio Reale, eine eindrucksvolle Ansammlung von Bestattungen. Das Grab Strada 1 wird in das 9. Jahrhundert v. Chr. datiert. Ein weiterer Fund ist eine bronzene Tafel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die außerhalb des Gebäudes II gefunden wurde. Ihre Widmung gilt der Göttin Athene und stammt vom Olympioniken Kleombrotos.

Museum und historische Bauwerke

Im historischen Zentrum befindet sich das Museo Archeologico di Francavilla Marittima im sogenannten Palazzo de Santis. Die Fontana Vecchia wurde 1793 erbaut und steht unter dem Schutz des FAI (Fondo Ambiente Italiano). Ihre drei Ausläufe münden in drei Marmorbecken. So begegnen Ihnen im Ortsbild neben den antiken Fundstätten auch konkrete Zeugnisse der späteren Ortsgeschichte.

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Die Chiesa della Madonna degli Infermi entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als private Kapelle über einer Vorgängerkirche, die die Familie Sanseverino im 16. Jahrhundert errichtet hatte. Die Cappella di Santa Lucia stammt aus dem Jahr 1881. Das Patronatsfest der heiligen Lucia findet am 12. und 13. Dezember statt; im Zusammenhang mit dem Fest gilt „grano cotto“ als typisches Gericht.

Praktische Orientierung

Wenn Sie das Museo Archeologico in Ihre Reiseplanung aufnehmen, prüfen Sie die Besuchsregelungen vor Ihrer Reise. Für eine Reise rund um das Patronatsfest können Sie sich ebenfalls vorab über die Termine informieren. Die archäologischen Zeugnisse und die Bauwerke im historischen Zentrum geben dabei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: vom Alter der Siedlung und ihren Kultstätten bis zu Kirchen, Brunnen und örtlicher Tradition.

Weitere Reiseziele entdecken: La Bruca, Belmonte Calabro, Malito, Calopezzati, Vaccarizzo, Marina Di Fuscaldo, Marina di Santa Maria del Cedro, Cropalati.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cosenza.

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