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Civita: Gole del Raganello und arbëresche Baukultur

Unterkünfte in Civita

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Civita verbindet die Landschaft der Gole del Raganello mit einer ausgeprägten arbëreschen Bau- und Kulturgeschichte. Wer ein Hotel in Civita sucht, kann den Schwerpunkt der Reise an den eigenen Interessen ausrichten: auf Flusslandschaft und Vogelbeobachtung, auf Kirchen und Kunst oder auf die Bauformen des historischen Zentrums. Diese Themen helfen Ihnen, den Charakter des Reiseziels einzuordnen.

Flusslandschaft, Brücke und Vogelbeobachtung

Civita liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Gole del Raganello und im Herzen eines Nationalparks. Das Raganello-Tal ist ein tief eingeschnittenes Flusstal; seine Felswände sind mehr als 100 Meter hoch. Die Gole beginnen auf 750 Metern nahe der Quelle Lamia und enden nach 13 Kilometern in der Nähe des Ponte del Diavolo. Die Brücke selbst liegt am Raganello auf 260 Metern über dem Meeresspiegel. Zusammen zeigen diese Angaben den Höhenunterschied zwischen dem quellnahen Beginn der Schlucht und dem Flussabschnitt bei der Brücke.

Die einbogige Eselsrückenbrücke gilt als eine der wichtigsten Attraktionen der Gegend und als guter Aussichtspunkt. Einen anderen Akzent setzt die Vogelbeobachtung: Das Tal gilt dafür als geeignet; zu den genannten Arten zählen Steinadler, Wanderfalke, Turmfalke und Schmutzgeier. In den Gole können außerdem Canyoning und Torrentismo betrieben werden. Naturbeobachtung und diese Aktivitäten stehen damit als unterschiedliche Interessen an der Flusslandschaft nebeneinander.

Kirchen, Kunst und das Castello di Kruja

Die Chiesa di Santa Maria Assunta wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und hat eine spätbarocke Innenausstattung. Im Jahr 1988 wurde der lateinische Altar durch eine Ikonostase aus Walnuss- und Olivenholz ersetzt. Zu deren Gebälk gehören zwölf Ikonen: Sie stammen aus einer ikonografischen Schule in Athen und wurden 1992 von Ernesto Kominos gemalt. Die Bauzeit der Kirche und die späteren Arbeiten an ihrer Innenausstattung sind unterschiedliche historische Bezugspunkte.

Die Cappella della Consolazione stammt aus dem 16. Jahrhundert. Eine andere Geschichte erzählt das Castello di Kruja: Es wurde im Jahr 2000 als Nachbildung der Burg von Kruja in Albanien errichtet. Heute dient es als Kongresszentrum und bietet einen eindrucksvollen Blick auf den Raganello. Im Castello befindet sich außerdem eine Pinakothek mit Gemälden über Civita und die arbëresche Volksgruppe.

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Arbëresche Bauformen und historische Spuren

Die Häuser im historischen Zentrum von Civita sind vollständig aus Stein gebaut. Eine kleine räumliche Einheit des Siedlungsgefüges heißt „gjitonia“: Dabei laufen die Gassen an einem kleinen Platz zusammen. Der Begriff beschreibt also eine Struktur, die sowohl den Platz als auch die auf ihn zulaufenden Gassen umfasst. Ein weiteres Merkmal arbërescher Häuser ist die „vatra“, ein großer Kamin, der aus einer großen Haube mit einem hängenden Backofen besteht. So stehen die Ordnung des Ortsgefüges und ein prägendes Detail des Hauses als zwei unterschiedliche Maßstäbe der Baukultur nebeneinander.

Auch archäologische und religiöse Zeugnisse gehören zur Geschichte Civitas. An den Stätten Mater Chiesa und Palmanocera gibt es Überreste menschlicher Siedlungen aus der Bronzezeit. In den Ortsteilen Piano di San Martino, Spirito Santo und Piano della Chiesa befinden sich Ruinen byzantinischer Kapellen. Die Siedlungsreste und Kapellenruinen verweisen auf unterschiedliche historische Schichten und ergänzen die Baugeschichte des Ortes um weitere Perspektiven.

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