Cetraro entdecken: Küste, Kulturerbe und Hotels
Unterkünfte in Cetraro
Cetraro verbindet eine markante Küstenlandschaft mit einem historischen Ortskern und sakralen Bauwerken. Auch die Landschaften unterscheiden sich: An der Küste prägen Felsen, kurze Strände und Grotten das Bild; im Hinterland führen Routen durch Wälder bis zu einem Pass. Geschichte zeigt sich sowohl in der Architektur als auch in den Spuren der früheren Küstenverteidigung.
Küste und Felslandschaft
Die Scogliera dei Rizzi ist als Natura-2000-Gebiet IT9310038 ausgewiesen und wurde im Juni 2017 zum besonderen Schutzgebiet (SAC) erklärt. Die Klippe hat eine vertikale Ausdehnung von mehr als 100 Metern. An ihrem Fuß prägen zahlreiche Felsblöcke, kurze Strände und viele Grotten die Küste. Damit treffen markante Felsformen und kleinere Strandabschnitte aufeinander; die Schutzgebietsausweisung gehört ebenso zum Charakter dieses Küstenabschnitts wie sein Relief.
Ein maritimer Rundweg verläuft entlang der Küste und führt am Felsen Testa del Leone und an der Grotta dei Rizzi vorbei. Er erreicht den Strand von Lampezia, der mit Badeeinrichtungen ausgestattet und an eine moderne Uferpromenade angebunden ist. So lässt sich der Küstenverlauf mit seinen benannten Naturmerkmalen von den Routen durch die Wälder und Höhenlagen unterscheiden. Wenn Sie sich besonders für Küstenlandschaften interessieren, stehen hier Felsen, Grotten und der Strand im Mittelpunkt.
Historischer Ortskern und Bauwerke
Enge Gassen, Bögen und eindrucksvolle Ausblicke prägen das historische Zentrum von Cetraro. Die Tore di Mare, di Basso und di Sopra bezeugen, dass der Ort einst befestigt war. Die Torre di Rienzo ergänzt dieses Bild um die Geschichte der Küstenverteidigung: Sie war Teil eines Systems gegen Piratenangriffe, das Vizekönig Pedro de Toledo um 1535 anordnete. Der quadratische Grundriss und drei gewölbte Geschosse kennzeichnen ihre Architektur; ihre Verteidigungsfunktion gibt dem Bauwerk zugleich einen historischen Zusammenhang.
Die Chiesa del Ritiro ist auch als Santa Maria delle Grazie oder San Francesco bekannt und wurde 1454 von den Observanten-Minoriten gegründet. Ihre Gestaltung vereint Renaissanceelemente, eine Marmoraltarbildtafel aus derselben Epoche, ein gotisches Portal und Elemente des späten Barocks. An diesem Bauwerk kommen somit Merkmale verschiedener Stilrichtungen zusammen. Die Chiesa di San Benedetto bietet einen anderen historischen Bezug: Sie wurde erstmals in einem Dokument von 1104 erwähnt und entwickelte sich bald zu einem kassinesischen Priorat.
Das Museo dei Brettii e del Mare befindet sich im Palazzo del Trono. Es umfasst eine archäologische und eine kartografische Abteilung sowie eine Bibliothek. Zusammen mit den Kirchen und dem historischen Zentrum ergänzt das Museum die Baugeschichte um archäologische und kartografische Themen. Das Santuario di Santa Maria del Monte Serra liegt auf dem Monte Serra in der Gemeinde Cetraro auf 600 Metern über dem Meeresspiegel. Am 16. Juli 1988 wurde es zum Diözesanheiligtum erklärt.
Wege zwischen Küste und Höhenlagen
Die Routen unterscheiden sich durch ihre Landschaft und ihre Ziele. Der maritime Rundweg bleibt entlang der Küste und erreicht Lampezia. Der bergige Rundweg durch Santangelo führt dagegen durch Wälder aus Douglasien, Kiefern, Buchen und Tannen bis zum Passo della Contessa auf 921 Metern Höhe. Ein weiterer Weg, der Anello dei Laghi del Monte Caloria, führt am Laghetto di Pressico vorbei. Dieser ist der einzige See in der Gemeinde Cetraro. Damit stehen Küstenmerkmale, Wald und Passhöhe als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Jährliches Fest und jüngere Hafengeschichte
Das Fest des Santuario del Monte Serra wird jedes Jahr am 5. August gefeiert; die konkrete Ausgestaltung kann variieren. Wenn Sie Ihre Reise auf diesen Anlass abstimmen möchten, prüfen Sie vorab die jeweiligen Feierlichkeiten. Das feste Datum ergänzt die dauerhaft präsenten Kirchen und historischen Bauwerke um einen jährlich wiederkehrenden Termin.
Auch der Hafen gehört zur jüngeren Geschichte Cetraros. Im Juli 2009 wurde dort eine Touristenmarina eröffnet. Sie konnte etwa 500 Liegeplätze aufnehmen und verfügte über schwimmende Stege, Wasser- und Stromanschlüsse sowie Toiletten und Duschen. Diese Angaben beschreiben die Marina in ihrer damaligen Ausführung und machen die Hafenentwicklung zu einem klar datierten Teil des Ortsbildes.
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