Amendolara: Archäologie und historische Bauwerke
Unterkünfte in Amendolara
Amendolara verbindet archäologische Fundstücke und Siedlungsreste mit Baugeschichte aus unterschiedlichen Epochen. Dazu kommt der Regionale Meerespark Secca di Amendolara vor der Küste. Für Ihre Reiseplanung bieten diese Themen verschiedene Blickwinkel auf den Ort: von der protourgeschichtlichen Sammlung über mittelalterliche Bauwerke bis zum ausgewiesenen Schutzgebiet im Meer.
Meerespark vor der Küste
Der Regionale Meerespark Secca di Amendolara liegt im Meer vor der Küste von Amendolara Marina und der Mündung des Flusses Crati. Die Secca ist als besonderes Schutzgebiet ZSC IT9310053 ausgewiesen. Damit gehören sowohl die Lage vor der Küste als auch die konkrete Schutzgebietsausweisung zur Einordnung dieses Reiseziels. Wer sich für die maritime Seite Amendolaras interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei den archäologischen und mittelalterlichen Zeugnissen im Ort.
Archäologische Sammlung und Siedlungsgeschichte
Die Laviola-Sammlung im Museo archeologico nazionale di Amendolara umfasst hauptsächlich Metallfunde und Keramikfragmente aus der protourgeschichtlichen Zeit vom 12. bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. Zwei multimediale Informationseinrichtungen ergänzen das Angebot des Museums: In vier Sprachen stellen Filme, Kommentare und Texte die Besiedlung des Gebiets von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart dar. Die Sammlung und die Informationseinrichtungen setzen unterschiedliche Akzente – hier die Fundstücke aus einer weit zurückliegenden Zeit, dort ein Überblick über die Besiedlung über einen langen Zeitraum.
Die archäologische Stätte San Nicola wird mit Lagaria in Verbindung gebracht, einer antiken Siedlung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Erhalten sind Überreste einer Siedlung mit einer Straße aus festgestampfter Erde und rechteckigen Häusern an ihren Seiten. So stehen bei San Nicola die historische Einordnung und die beschriebene Siedlungsstruktur nebeneinander: Lagaria bezeichnet die Verbindung zur antiken Siedlung, während Straße und Häuser deren räumliche Anlage kennzeichnen.
Baugeschichte von der byzantinischen Zeit bis zum Mittelalter
Il Castello Normanno steht im westlichen Teil der mittelalterlichen Siedlung von Amendolara und überragt den Bach Straface. Zu seiner beschriebenen Architektur gehören ein tiefer, einst wassergefüllter Graben auf einer Seite sowie mächtige Mauern mit hohen Türmen an ihren Enden auf der anderen. Auch seine historische Nutzung gehört zum Bild der Anlage: Während der Stauferzeit diente das Schloss Kaiser Friedrich II. als Residenz.
Bei La Chiesa di Santa Maria ist die byzantinische Prägung konkret an der Kuppel außen zu erkennen, die trotz barocker Umbauten diesen Stil bewahrt. Eine weitere Baugeschichte erzählt die Cappella dell’Annunziata, auch Cappella dei Greci genannt: Sie wurde in byzantinischer Zeit im 9. bis 10. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert restauriert. Diese Beispiele unterscheiden sich sowohl in ihrer Datierung als auch in den beschriebenen baulichen Merkmalen.
Anreise nach Amendolara
Für die Anfahrt nach Amendolara führt die Straßenroute von der Ausfahrt Sibari der Autobahn A3 SA-RC über die SS 534 und die SS 106 in Richtung Taranto bis zur Abzweigung nach Amendolara. Für eine Bahnreise werden der Bahnhof Amendolara Marina sowie Trebisacce in 10 km und Sibari in 25 km Entfernung aufgeführt. Die Entfernungen geben einen konkreten Vergleich für die beiden letztgenannten Bahnhöfe; Amendolara Marina ist ebenfalls als Bahnhof genannt. Prüfen Sie bei der Planung Ihrer Bahnfahrt den passenden Fahrplan für Ihre Reisedaten.
Für die Wahl eines Hotels in Amendolara können Sie zunächst überlegen, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen: die archäologischen Fundstücke und Siedlungsreste, die Baugeschichte der Kirchen und des Schlosses oder der Meerespark vor der Küste. Die Anreise lässt sich unabhängig davon über die aufgeführten Straßen- und Bahnoptionen planen.
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