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Sternatia entdecken

Unterkünfte in Sternatia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sternatia ist ein Dorf der Grecìa Salentina. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort verschiedene Zugänge zu seiner Geschichte: einen Rundweg durch das historische Zentrum, Spuren der Olivenölproduktion, religiöse Bauwerke und ländliche Trockensteinarchitektur. Wenn Sie ein Hotel in Sternatia suchen, können diese Themen dabei helfen, die Ortswahl an Ihren Interessen auszurichten.

Rundweg durch das historische Zentrum

Der Rundweg folgt dem früheren Mauerverlauf. Er führt von der Porta Filìa über die Via G. Matteotti, die Via E. Perrone, die Piazza Umberto I, die Via Brigida Ancora und die Piazza Dante Alighieri zurück zur Porta Filìa, anschließend über die Via Roma. Unterhalb des Rundwegs verbindet ein Netz aus Tunneln und Galerien ehemalige unterirdische Olivenmühlen.

Zwischen der Via Giudeca und der Piazza Castello sind in Gebäuden Reste der byzantinischen Burg Sternatias erhalten. Auch Porta Filìa und der angrenzende Mauerabschnitt gehören zu den letzten erhaltenen Resten der früheren Befestigung. Der Name Filìa bedeutet auf Griechisch „Liebe“, „Frieden“ und „Freundschaft“. Mit dem Tor sind wichtige Lebensriten der Einwohner sowie die örtliche Tradition und das soziale Leben verbunden.

Die historischen Häuser bewahren eine typisch griechische Hofstruktur. Um diese Höfe herum spielte sich einst das tägliche Leben mehrerer Familien ab. Die Architektur erzählt damit nicht nur von einzelnen Gebäuden, sondern auch davon, wie gemeinschaftliches Leben früher im Zentrum organisiert war.

Kirchen, Krypten und Palastarchitektur

Die Cripta San Sebastiano wurde zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. ausgehauen und liegt nahe der Via Neviera. Zu ihrer Anlage gehören ein offener Korridor und ein Eingang mit mehreren Stufen. Im Inneren trennen ein Mittelpfeiler und zwei Schiffe den Raum; erhaltene sakrale Fresken zeigen den heiligen Sebastian, die Verkündigung und den heiligen Franziskus. Die Krypta gilt als die erste in Apulien, die dem heiligen Sebastian gewidmet ist.

Eine weitere unterirdische Stätte ist die Cripta San Pietro, eine kleine, aus Tuffstein gehauene Grotte. Sie besteht aus zwei Räumen; im zweiten befindet sich ein Altar mit einem Fresko des heiligen Petrus. Die Grotte könnte als Kirche des griechischen Ritus gedient haben. Diese mögliche Funktion unterscheidet sich von den sichtbaren baulichen Details, die den Raum heute beschreiben.

In den 1740er Jahren entstand Palazzo Granafei als barocke salentinische Baronalresidenz über einer früheren byzantinischen Burg. Am Palazzo besteht noch ein hängender Garten, der im 19. Jahrhundert als Giardino dei Fiori bekannt war. Die oberen Geschosse sind mit Rokokofresken mythologischer Szenen und himmlischer Gottheiten ausgemalt. Da es sich um eine private Residenz mit eingeschränkter Besuchsmöglichkeit handelt, sollten Sie einen Besuch nicht voraussetzen.

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Auch die Chiesa Matrice SS. Assunta ergänzt das Bild der religiösen Architektur: Im Inneren gibt es Fresken von Garganese und sechs Seitenaltäre. Im Querschiff stehen vier Rokokoaltäre, die der Architekt Emanuele Orfano schuf. Der Vergleich dieser Innenräume mit den ausgehauenen Krypten eröffnet verschiedene Perspektiven auf Sternatias sakrale Baukunst.

Olivenöl, Festtradition und ländliche Bauformen

Die Olivenölproduktion zählte zu den verbreitetsten Tätigkeiten in Sternatia. 13 Ölmühlen, darunter unterirdische und halbunterirdische Anlagen, verteilten sich innerhalb und außerhalb der Mauern über das Gebiet. Zusammen mit dem Tunnelnetz unter dem historischen Zentrum lässt sich daran die Bedeutung der Ölherstellung für die Ortsgeschichte ablesen.

Seit vielen Jahrzehnten zieht die Bevölkerung am ersten Donnerstag nach Ostern in einer Prozession zur Chiesa Madonna degli Angeli. Mit der Feier sind religiöse Veranstaltungen, Sportwettkämpfe und das traditionelle Spiel der „cuccagna“ verbunden. Dazu gehört auch die „cuddhura“: ein ringförmiger, im Ofen gebackener Keks mit einem hart gekochten Ei in der Mitte. Wenn Sie für diesen Anlass planen, prüfen Sie die Termine und das aktuelle Programm vorab.

Außerhalb des Zentrums prägen zahlreiche Trockenmauern die ländliche Landschaft. Sie wurden aus Steinen errichtet, die von den Feldern entfernt worden waren. Zu den traditionellen Trockensteinbauten zählen die „furni“, die Bauern als vorübergehende oder nur tagsüber genutzte Unterstände verwendeten. Mauerwerk, Höfe und unterirdische Anlagen zeigen so unterschiedliche Formen, in denen die Umgebung und die Arbeit vor Ort ihren baulichen Ausdruck fanden.

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