Galatone entdecken
Unterkünfte in Galatone
Galatone verbindet mehrere klar unterscheidbare Themen: Kirchenarchitektur und Kunst, Spuren der Stadtgeschichte, eine vorgeschichtliche Siedlung und eine traditionelle Frucht. Wenn Sie zunächst den Charakter des Reiseziels abwägen, können diese verschiedenen Schwerpunkte helfen, Galatone nach den Interessen einzuordnen, die Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Chiesa Madre, auch Collegiata dell'Assunta genannt, wurde von 1591 bis 1595 auf den Ruinen einer früheren Kirche errichtet. Ihr Innenraum hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Vier Kapellen liegen auf jeder Seite des Langhauses, zwei weitere im Querhaus. Langhaus und Querhaus bilden die Kreuzform, während die Kapellen die einzelnen Bereiche gliedern. Zum historischen Archiv der Chiesa Madre gehören drei griechische Kodizes. So stehen neben Bauzeit und Architektur auch historische Schriftstücke als eigener Aspekt des religiösen Erbes.
Die barocke Chiesa del Crocifisso setzt einen anderen Akzent. Sie wurde von 1683 bis 1694 von Handwerkern aus dem gesamten Salento errichtet; Giuseppe Zimbalo spielte dabei eine herausragende Rolle. Ihr reich dekorierter Innenraum enthält vergoldete Elemente und große Gemälde, die von den Wundern des Crocifisso della Pietà erzählen. Auch die Chiesa di San Sebastiano e San Rocco wurde im Barockstil wiederaufgebaut, und zwar 1712. Sie liegt neben dem Dominikanerkloster; in ihr befindet sich die Madonna del Rosario von Donato Antonio D'Orlando. Die beiden Kirchen unterscheiden sich damit durch Bauzeit, Ausstattung und das konkret benannte Kunstwerk.
Stadtgeschichte an Tor und Palazzo
Die Porta di San Sebastiano wurde um 1500 als Teil der aragonesischen Stadtmauer von Galatone errichtet. Sie ist das einzige erhaltene Tor unter den drei monumentalen Stadttoren und den beiden Toren für militärische Zwecke. Beim Palazzo marchesale Belmonte-Pignatelli steht eine andere historische Rolle im Vordergrund: Ab dem 16. Jahrhundert war er Sitz der Lehnsherren von Galatone; in Auftrag gegeben wurde er von der Familie Squarciafico. Erhalten sind das Portal und elegante Fenster mit floralen Motiven und Maskarons. Tor und Palazzo führen so zwei Aspekte der Ortsgeschichte zusammen: die städtische Befestigung und den Sitz der Lehnsherren.
Vorgeschichte und Natur
Die Siedlung Grotta Cappuccini führt zeitlich noch weiter zurück. Sie ist eine bedeutende archäologische Stätte aus der Zeit vom Äneolithikum bis zum Beginn der Bronzezeit. Ihre zeitliche Einordnung reicht damit weit vor die datierten Kirchenbauten und die Stadttoranlage zurück. Eine andere Perspektive bietet das Natura-2000-Gebiet Montagna Spaccata e Rupi di San Mauro (IT9150008). Es liegt im Gebiet der Gemeinden Galatone und Sannicola und ergänzt die kulturhistorischen Themen um einen Naturbezug.
Eine regionale Frucht mit Saison
Zur regionalen Esskultur gehört die Albicocca di Galatone, eine traditionelle Frucht, die als Presidio Slow Food gefördert wird. Ihr Fruchtfleisch ist süß und weist eine mittlere Säure auf. Die Ernte fällt auf Mai und Juni. Damit hat Galatone neben den historischen Bauzeiten auch einen klaren saisonalen Bezug zur regionalen Esskultur.
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