Andria entdecken: Castel del Monte und Kultur
Unterkünfte in Andria
Andria verbindet markante Zeugnisse seiner Geschichte mit einer Landschaft, die bis in den Parco Nazionale dell’Alta Murgia reicht. Das Castel del Monte ist eine achteckige Festung aus dem 13. Jahrhundert, die Federico II di Svevia errichten ließ. Als UNESCO-Welterbestätte prägt sie das Bild des Reiseziels. Auch Kirchen, ein Renaissancepalast und ein Museum zur Confiseriegeschichte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Andria.
Kultur und Geschichte in Andria
In der Cattedrale „Santa Maria Assunta in Cielo“ werden die Sacra Spina und die Reliquien des San Riccardo verehrt. Die Sacra Spina gilt der Überlieferung nach als Teil der Dornenkrone Jesu; San Riccardo war Bischof von Andria. In der Krypta befinden sich die sterblichen Überreste von Jolanda Di Brienne und Isabella d’Inghilterra, zwei Ehefrauen von Federico II di Svevia. Damit führt die Kathedrale religiöse Überlieferung und die Geschichte des Stauferkaisers an einem Ort zusammen.
Zum Stadtbild gehört außerdem die Bezeichnung „Città dei tre campanili“: Der Glockenturm der Kathedrale bildet gemeinsam mit den Türmen der Chiesa di San Domenico und der Chiesa di San Francesco das Symbol Andrias. Das Santuario di Santa Maria dei Miracoli setzt einen anderen architektonischen Akzent. Es besteht aus einer oberen Basilika, der Cappella della Crocifissione und einer Grotte. Dort wird das Heilige Bild der Madonna dei Miracoli aufbewahrt, die Mitpatronin von Andria.
Im historischen Zentrum steht der Palazzo Ducale, ein Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert. Heute beherbergt es Ausstellungs- und Kulturräume; seine Wiedergewinnung und Neuentwicklung läuft weiter. Eine weitere Facette der Stadtgeschichte zeigt das Museo del Confetto „Giovanni Mucci“ in den früheren Räumen der historischen Fabrik. Vier Abteilungen präsentieren Dokumente, Werkzeuge, Maschinen und Formen zur Geschichte der handwerklichen Confiserie der Familie Mucci.
Alta Murgia: Landschaft und Wege
Die Landschaft ist ein eigener Schwerpunkt Andrias: 12.000 Hektar des Gemeindegebiets liegen im 2004 gegründeten Parco Nazionale dell’Alta Murgia. Zur natürlichen und historischen Vielfalt gehört die Lama di Santa Margherita, ein landschaftlich, archäologisch und architektonisch bedeutender Ort. An ihren Ufern gibt es mehrere Höhlen, darunter solche, in denen das Bild der Madonna dei Miracoli gefunden wurde. Die Lama zeichnet sich zudem durch teils seltene und einzigartige, zugleich üppige Vegetation aus.
Die Routen des Nationalparks unterscheiden sich in den beschriebenen Landschaften und Streckenangaben. Route H ist insgesamt 22 km lang. Sie beginnt an der ländlichen Kirche Santa Lucia und verläuft über verkehrsarme Straßen entlang der Trasse alter örtlicher Postwege. Unterwegs führt sie durch eine typische Murgia-Landschaft mit kleinen, von Oliven- und Mandelbäumen bewirtschafteten Parzellen. Route G wiederum führt durch mediterranes Grasland und über unbefestigte Wege durch den Kiefernwald rund um Castel del Monte bis zum Zugang zur Burg. So lässt sich die Wahl der Route an den jeweils beschriebenen Landschaftseindrücken ausrichten, ohne die beiden Wege als dieselbe Strecke zu behandeln.
Anreise zum Castel del Monte
Von Andria aus erreichen Sie Castel del Monte mit der städtischen Buslinie 6. Der Bus fährt vom Terminal Bus an der Piazza Marinai d’Italia bis zum Castel del Monte. Fahrpläne und Tarife können sich ändern; prüfen Sie die Angaben daher vor Ihrer Fahrt. Für die Suche nach einem Hotel in Andria bieten die Kulturstätten und die Landschaft der Alta Murgia unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um das Reiseziel nach Ihren Reiseinteressen auszuwählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Cassano Delle Murge, Conversano, Torre A Mare, Turi, Rutigliano, Noicattaro, Santo Spirito, Cozzana.
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