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Oyace: Wandern, Landschaft und Kulturerbe

Unterkünfte in Oyace

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für einen Aufenthalt in Oyace bieten sich unterschiedliche Schwerpunkte an: historische Bauwerke und sakrale Kunst einerseits, Wege durch Täler und über hoch gelegene Pässe andererseits. Zu den Bezugspunkten zählen der achteckige Turm La Tornalla, die Kirche San Michele, Kapellen in Verdonaz und Chalambé sowie mehrere Routen. Wenn Sie Hotels in Oyace suchen, können Sie anhand dieser Themen planen, was während Ihres Aufenthalts im Mittelpunkt stehen soll.

Landschaft und Natur in Oyace

Am Ponte della Betenda hat der Buthier eine 54 Meter tiefe Schlucht in den Gneis geformt. Nordwestlich von Oyace erheben sich die Felsspitzen der Morion-Kette; ihre Grate bilden die Wasserscheide zum Tal von Ollomont. Diese markanten Landschaftsformen bieten unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Umgebung einzuordnen: eine durch Wasser geformte Schlucht hier, eine Gebirgskette mit Wasserscheide dort.

Das Vallone di Vessona gilt als naturkundlich bedeutendes Gebiet mit einer reichen Tierwelt. Genannt werden Hirsche, Gämsen, Murmeltiere und Adler; einzelne Sichtungen sind damit nicht zugesichert. Auch am Rand des Gebiets Marais Vivier gibt es einen konkreten Natur- und Landschaftsbezug: Im angrenzenden Kanal wird eine Fischereitradition weiterhin ausgeübt.

Wanderwege und benannte Übergänge

Die Tour Tornalla ist gut ausgeschildert und weist keine technischen Schwierigkeiten auf. Da sich die Bedingungen saisonal ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wegesituation. Ein Abschnitt der Alta Via Nr. 1 durchquert Oyace und verbindet das 2.783 Meter hohe Colle di Vessona mit dem 2.492 Meter hohen Col Breuson.

Der regionale Wanderweg Nr. 105 verläuft durch das Vallone di Verdona: Er führt über das 2.645 Meter hohe Colle di Saint Barthèlemy hinein und über das 2.494 Meter hohe Col d’Arpeyssaou wieder hinaus. Bei der Alta Via sind zwei verbundene Pässe benannt; beim Weg Nr. 105 sind zusätzlich das durchquerte Tal sowie Ein- und Austrittspass beschrieben. Diese Bezugspunkte helfen, die Routen auseinanderzuhalten, ohne ihre Verläufe miteinander gleichzusetzen.

Turm, Kirche und sakrale Kunst

La Tornalla ist ein alter, achteckiger Turm von Oyace, der in Dokumenten ab 1197 erwähnt wird. Die Kirche San Michele wurde 1788 anstelle einer früheren Kapelle errichtet, die bereits 1623 belegt ist. Zu ihrer Ausstattung gehören Fresken des Malers Margotti aus dem Jahr 1914, darunter eine Darstellung der Brotvermehrung mit Christus im Ortsteil Le Ile. Im Jahr 2018 wurde das Kircheninnere restauriert; die Kirche beherbergt außerdem ein kleines Museum für sakrale Kunst.

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Das Museo Arte Sacra umfasst eine geschnitzte und stark übermalte Holzstatue des heiligen Michael aus dem 16. Jahrhundert. Damit stehen in Oyace verschiedene Aspekte kirchlicher Kunst nebeneinander: Fresken aus dem frühen 20. Jahrhundert und eine deutlich ältere Holzfigur. Die Jahreszahlen helfen, diese Werke zeitlich zu unterscheiden, während ihr gemeinsamer Bezug zur sakralen Kunst eine weitere Perspektive auf das Kulturerbe eröffnet.

Kapellen und wiederkehrende Feiern

Die Kapelle Notre-Dame-des-Neiges steht auf den Hochweiden von Verdonaz auf 2.317 Metern Höhe. Sie wurde 1942 aus vor Ort gewonnenen Steinen errichtet. Kalk und Zement wurden von Oyace aus auf Maultieren hinaufgebracht. Die Baugeschichte verbindet damit die Lage auf der Hochweide mit dem Transport der übrigen Baumaterialien.

Die Kapelle von Chalambé stammt aus dem Jahr 1784 und wurde 2008 renoviert. Jedes Jahr am Ostermontag führt eine Prozession von der Kirche San Michele zu dieser Kapelle; anschließend folgen eine Messe und eine abschließende Versteigerung. Prüfen Sie vor einer Reise zu Ostern das Datum und das Programm. Jedes Jahr am 5. August findet außerdem eine Feier zu Ehren von Notre-Dame-des-Neiges statt. Sie umfasst eine Messe und ein anschließendes Mittagessen, das die Pro Loco von Oyace organisiert. Auch für diesen Termin empfiehlt es sich, das Jahresprogramm vor der Reise zu prüfen.

Skulpturen am Weg zur Tornalla

Vom 9. bis 15. August 2022 fertigten fünf Handwerker in Oyace zehn Skulpturen live an: Maurizio Bombino, Marcel Diemoz, Salvatore Fernando Di Mauro, Fausto Linty und Dante Marquet. Die Skulpturen schmücken heute den Spielplatz Le Château und den Weg zur Tornalla. Zusammen mit dem alten Turm ergeben sie einen weiteren kulturellen Bezugspunkt, der handwerkliche Arbeiten aus jüngerer Zeit mit dem historischen Ortsbild verbindet.

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