Balsorano Nuovo entdecken
Unterkünfte in Balsorano Nuovo
Balsorano Nuovo lässt sich über seine Kirchen, Kunstwerke und überlieferte Traditionen kennenlernen. Dazu kommen Wege mit unterschiedlichen beschriebenen Zielen und Streckenangaben. Für die Reiseplanung bietet sich daher ein Blick auf die einzelnen Orte und ihre Besonderheiten an – von der Chiesa della Santissima Trinità bis zu den Höhenzielen rund um Sant’Angelo.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Chiesa della Santissima Trinità befindet sich an der Piazza Scacchi. Sie wurde zwischen 1934 und 1937 gegründet, nachdem das Erdbeben von 1915 die alte Kirche zerstört hatte, und 1939 geweiht. In der Kirche wird auch die Statue des San Giorgio aufbewahrt. Das Convento di San Francesco bewahrt weitere Kunstwerke: einen Marmor-Hochaltar mit einer mit Perlmutt verzierten Altarfront aus dem frühen 18. Jahrhundert, eine Holzstatue des heiligen Paschalis aus dem 15. Jahrhundert und ein Kruzifix von 1725. In die Balustrade des Altars sind originale Wappen der Familie Piccolomini-Silveri aus dem Jahr 1600 eingelassen. Zusammen geben diese unterschiedlichen Objekte Anhaltspunkte für die religiöse und künstlerische Geschichte des Ortes.
Architektur und historische Orte
An der Chiesa Madonna delle Grazie dient ein zylindrischer Turm als Apsis. Rund 50 Meter von der Kirche entfernt steht ein viereckiger Turm. Von diesem Bauwerk sind mindestens zwei oberirdische Stockwerke erhalten; außerdem besitzt es einen überwölbten unterirdischen Raum. Eine weitere historische Kirche ist die Chiesa di Santa Maria dei Sassi im Ortsteil Ridotti. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und enthält ein Fresko, das das Fegefeuer darstellt und in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert wird.
Das Castello Piccolomini in Balsorano hat einen annähernd fünfeckigen Grundriss. Ein anderer Ort für die Einordnung der Siedlungsgeschichte ist der Parco della Rimembranza di Balsorano: Er liegt im Zentrum des als „neu“ bezeichneten Siedlungskerns von Balsorano, der nach dem Erdbeben der Marsica von 1915 talwärts errichtet wurde. Die Bezeichnung „neu“ verweist hier auf die Unterscheidung zwischen den Siedlungskernen.
Museum und regionale Traditionen
Das Museo della pastorizia ist im alten Bahnhofsgebäude untergebracht. Zu seinen Themen gehören spontane Kunst sowie die Tätigkeiten der Hirten und pastoralen Gemeinschaften der marsikanischen Bevölkerung im Lauf der Jahrhunderte. Damit ergänzt es die Kirchen und historischen Bauwerke um einen Blick auf Hirtenarbeit und pastorale Gemeinschaften.
Zu den Ostertraditionen in Balsorano zählen Piccillat und Calascinetti. Piccillat ist ein süßes, doppelt aufgegangenes, orangearomatisiertes Gebäck, das hauptsächlich aus Mehl, Zucker und Schmalz besteht. Calascinetti sind mit verschiedenen Käsesorten und Pfeffer gefüllte Ravioli; verwendet werden gereifter Pecorino, Kuhmilchkäse und Grana Padano. Die beiden Speisen unterscheiden sich damit deutlich in ihrer Form und Zubereitung.
Balsorano Nuovo feiert seinen Schutzpatron San Giorgio am 23. April. Die Statue der Maria SS.ma Assunta wird am 2. August nach Balsorano Nuovo gebracht und am 15. August nach Balsorano Vecchio zurückgebracht. In Balsorano Vecchio findet die gastronomische Veranstaltung „Calici e musica sotto le stelle“ seit mehreren Jahren am 10. August im Rahmen des Festes von San Lorenzo statt. Schauplätze sind das Castello Piccolomini und der mittelalterliche Ortskern. Prüfen Sie vor der Anreise das Programm des jeweiligen Jahres.
Wege und Wanderziele
Von der Hauptpiazza von Balsorano Nuovo führt ein Weg in Richtung der Berge von Serra Lunga zum Santuario di Sant’Angelo. Das Eremo di Sant’Angelo ist ein Höhlensanktuarium auf 917 Metern Höhe oberhalb des Vallone di Sant’Angelo. Die Höhle enthält drei Kapellen. In der Kapelle der Madonna dello Spirito Santo befindet sich ein Gemälde mit dem Datum 5. Mai 1533.
Auch weitere Routen sind mit konkreten Zielen beschrieben. Der als escursionistico klassifizierte CAI-Wanderweg 628 ist 4,8 Kilometer lang und führt von Serra Alta in der Gemeinde Balsorano nach Serra Comune in der Gemeinde Sora. Die InCastro-Route verbindet die drei Gemeinden Balsorano, San Vincenzo Valle Roveto und Morino mit dem Naturschutzgebiet Zompo Lo Schioppo. Eine weitere Höhenlage markiert die Cappella di San Giovanni: Sie befindet sich in der Località Solagna delle Riconche auf 1.000 Metern Höhe oberhalb der Ortsteile Collepiano und Case Marconi. Die Angaben zu Start, Ziel und Höhenlage helfen Ihnen, diese Ziele bei der Planung auseinanderzuhalten.
Weitere Reiseziele entdecken: L’Aquila, Montereale, Villavallelonga, Cansano, Stiffe, Poggio Picenze, Barrea, Avezzano.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.